Bauen und Wohnen

Ampelbündnis will modernen Wohnraum in Remscheid

David Schichel (Grüne), Sven Wolf (SPD) und Sven Chudzinski (FDP, v. l.) stellen ihre Vorstellungen zur Wohnraumpolitik vor. Foto: Roland Keusch
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David Schichel (Grüne), Sven Wolf (SPD) und Sven Chudzinski (FDP, v. l.) stellen ihre Vorstellungen zur Wohnraumpolitik vor.

Leerstände sollen saniert, Baulücken geschlossen werden.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Den Wohnungsmarkt in Remscheid nimmt das Ampelbündnis aus SPD, Bündnis 90/Die Grüne und FDP in den Blick. Bis 2032 soll laut der Gestaltungsmehrheit im Stadtrat flächendeckend moderner Wohnraum entstehen, wobei es gelte, Baulücken zu schließen und den vorhandenen Bestand zeitgemäß und nachhaltig umzugestalten. „Und das passgenau auf den Bedarf für die Zielgruppen – also für Familien mit Kindern, für Senioren oder auch Alleinstehende“, erklärt SPD-Fraktionschef Sven Wolf, der das Konzept gemeinsam mit seinen Kollegen David Schichel (Grüne) und Sven Chudzinski (FDP) vorstellt.

So geht Wohnen und Bauen nachhaltig

Am Anfang müsse eine Bestandsaufnahme stehen, mit der externe Fachleute betraut werden sollten. „Das könnten zum Beispiel Wissenschaftler sein. Dafür gibt es hervorragende Institute“, berichtet Schichel über das angestrebte Wohnraumentwicklungskataster. Die Forscher sollen sich insbesondere den rund 4000 Wohnungen widmen, die in Remscheid leerstehen und Perspektiven aufzeigen, wie daraus ein attraktives Angebot werden kann, das den Bedürfnissen der Zukunft Rechnung trägt.

Ein Positivbeispiel liefere bereits das Wohnungsunternehmen Gewag, das in seinen Bestand investiere. „Und zum Beispiel in Gebäuden Wohnungen zusammenlegt, um die Nachfrage nach größeren Einheiten abzudecken“, erläutert Wolf. Auf Stadtteile bezogen sollen die Gutachter feststellen, wo besonderer Handlungsbedarf besteht – etwa in Siedlungen, die in der Nachkriegszeit entstanden und nicht mehr zeitgemäß sind. „Mir ist es wichtig, dass wir dabei pragmatisch vorgehen“, fügt Chudzinski hinzu. Das heißt: Es sollen für die individuellen Gegebenheiten individuelle Lösungen gefunden werden – und das in Gesprächen mit den Gebäudeeigentümern.

Remscheid: Innenstädte entwickeln, statt neue Baugebiete am Stadtrand

Mitarbeiter der Stadt sollen sie gezielt informieren, was aus ihrer Immobilie werden kann – von der Vermarktung bis zur Modernisierung, für die es vielfältige Förderprogramme gebe. „Das muss über persönliche Ansprache erfolgen“, erklärt Wolf, der mit seinen Bündnispartnern Geld für zusätzliches Personal in der Verwaltung bereitstellen will. Wolf: „Stadtentwicklung gibt es nicht zum Nulltarif.“

Dabei setzt die Ampel einen Akzent auf modernen Wohnraum in innerstädtischen Bereichen. Dies ist ein ausdrückliches Anliegen von David Schichel: „Es muss das Gebot der Stunde sein, die Innenstädte weiterzuentwickeln, statt immer wieder neue Baugebiete am Stadtrand auszuweisen.“ Gerade bei diesem Punkt hatte es zuletzt einen Konflikt der Bündnispartner gegeben: Das Wohngebiet Kunsthöhe auf der grünen Wiese in Lennep lehnen die Grünen ab, während SPD, FDP und CDU das Projekt befürworten, um für Familien Bauland zu schaffen.

Auch die Grundstücke, die für das beendete DOC-Projekt vorgesehen waren, spielen in den Gedanken der Parteien eine Rolle. Eine Anfrage werde derzeit „redaktionell vorbereitet“, sagt Wolf.

Im Podcast spricht OB Burkhard-Mast-Weisz über Gewerbe- und Neubaugebiete.

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