Unterburg

Am Eschbach wird die Ufermauer saniert

Der kleine Bagger wird für rund eine Woche täglich ins Bett des Eschbachs gehoben. Dort müssen beschädigte Ufermauern saniert werden. Nach Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahmen fließt der Bach schneller. Steine in Netzen sollen seine Kraft nun bändigen. Foto: Christian Beier
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Der kleine Bagger wird für rund eine Woche täglich ins Bett des Eschbachs gehoben. Dort müssen beschädigte Ufermauern saniert werden. Nach Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahmen fließt der Bach schneller. Steine in Netzen sollen seine Kraft nun bändigen.
  • Philipp Müller
    VonPhilipp Müller
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Neue Führung des Wasserlaufs sorgt für Schäden im Bereich Mühlendamm

Solingen. Der Projektleiter für den Hochwasserschutz in Unterburg, Patrick Vondung vom Wupperverband, schaut von einer der neuen Brücken im Bereich Mühlendamm ins Bachbett. Was er sieht, gefällt ihm nicht. Das Hochwasser der vergangenen Wochen hat Teile der Uferböschung bachaufwärts kurz hinter dem neuen Hochwasserschutz unterspült. Aber er hatte dies erwartet.

Und deshalb wird jetzt täglich ein Bagger ins Bachbett gehoben, um die Ufer auf beiden Seiten des Eschbachs neu zu befestigen. Eine Fachfirma wird die Arbeiten erledigen. Geplant ist eine Bauzeit von rund einer Woche – falls es in den kommenden Tagen nicht zu stark regnet und der Eschbach zu viel Wasser führt.

„Der Eschbach wurde tiefer gelegt und fließt jetzt schneller.“

Patrick Vondung, Wupperverband

Gegen die Wassermassen war der umfangreiche Hochwasserschutz (| Kasten) gebaut worden. „Doch wir haben den Eschbach auch tiefer gelegt, dadurch sucht er sich jetzt eine andere Fließrichtung und wird schneller“, erklärt Vondung. Deshalb sei damit zu rechnen gewesen, dass der Bach schon in kleinen Kurven Material aus der Böschung wegspült. Nur sei nicht klar gewesen, wie viel das sein wird. Das habe sich dann im Februar bei den vielen Regentagen und der Schneeschmelze gezeigt. Ein rund 30 Meter langer Abschnitt der Altbestandsufermauern ist von den Schäden betroffen. Dort gibt es auf beiden Seiten Unterspülungen. Die Mauern und Fundamente, auf denen die Häuser entlang des Bachs stehen, sind leicht unterspült.

Nach Meldung der Schäden beim Wupperverband und Ortsterminen mit den Anliegern Anfang Februar sei umgehend die Abstimmung von Sofortmaßnahmen durch ein Ingenieurbüro und die Beauftragung einer Firma erfolgt, teilt dazu Vondungs Arbeitgeber, der Wupperverband, mit.

Steinwalzen schützen bald die Böschungen des Eschbachs

Vondung und die Fachfirma setzen zur Befestigung der Ufer jetzt auf Steinwalzen. Das sind Grauwacke-Blöcke in großen, stabilen Netzen, die entlang der beschädigten Bereiche ins Bachbett gelegt werden. Auch Beton kommt dort zum Einsatz, wo lockere Teile der Mauern im Uferbereich befestigt werden müssten. Um den notwendigen Minibagger ins Bachbett zu heben, steht für die ganze Zeit ein Autokran auf dem dafür gesperrten Parkplatz am Ortsausgang Unterburg bereit.

Zu den Kosten kann Vondung noch nichts sagen. Auf jeden Fall werden sie Teil des gesamten Projekts Hochwasserschutz Eschbach. Der Betrag tauche dann in der Schlussrechnung für die beteiligten Städte Solingen, Remscheid und Wermelskirchen auf.

Neue Fischtreppe hat unter Februar-Hochwasser gelitten

Doch nicht nur die Mauern im Uferbereich des Eschbachs haben dem Hochwasser nicht standgehalten. Wie der Wupperverband berichtet, seien auch „an dem Ende 2020 fertiggestellten Fischaufstieg im Eschbach bei einer ersten Begutachtung Anfang Februar im oberen Abschnitt des Fischaufstiegs Ausspülungen, zum Teil freigelegte Wurzeln von Bäumen und verlagerte Steine“ festgestellt worden.

Dies wirke sich jedoch nicht so gravierend aus wie die Schäden an den Ufern. „Sie werden im Laufe der kommenden Wochen repariert. Im Rahmen der Gewässerunterhaltung des Wupperverbandes wird der Fischaufstieg außerdem regelmäßig kontrolliert“, erklärt dazu Wupperverbandssprecherin Susanne Fischer.

Hochwasserschutz

Eschbach: Entlang der Ufermauern des Eschbachs wurde eine Stützwand als sogenannte Bohrpfahlwand auf einer Länge von rund 300 Metern errichtet. Zugleich wurde das Bett des Baches tiefergelegt, damit es mehr Wasser aufnehmen kann und Überschwemmungen verhindert werden.

Kosten: Die Städte Solingen, Wermelskirchen und Remscheid und der Wupperverband tragen die Kosten von rund 10 Millionen Euro.

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