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Alter Markt soll Radweg-Knoten werden

Gerd Münnekehoff sitzt oft im Sattel. Um Lennep für Radfahrer attraktiv zu machen, brauche es nicht viel, sagt er.
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Gerd Münnekehoff sitzt oft im Sattel. Um Lennep für Radfahrer attraktiv zu machen, brauche es nicht viel, sagt er.

Grüne und Verein Bergischer Brückenschlag wollen acht Wege ab Lennep erschließen.

Nicht weniger als acht Radwege kreuzen sich auf dem Alten Markt in Lennep. Sie führen über das Diepmannsbach- und Morsbachtal nach Solingen. Über Lüttringhausen auf die Nordbahntrasse in Wuppertal. Über Dahlhausen nach Beyenburg. Über die Wuppertalsperre nach Radevormwald. Auch Marienheide und Opladen sind von Lennep gut mit dem Rad erreichbar.

Gerd Münnekehoff kennt die Strecken genau. Viele andere Bürgerinnen und Bürger Remscheid jedoch nicht, und genau das will der Vorsitzende des Vereins „Bergischer Brückenschlag“, der auch Mitglied der SPD ist, ändern. Gemeinsam mit Susanne Fiedler, Vorsitzende des Arbeitskreises Fuß und Rad von Bündnis 90/Die Grünen, stand er deshalb jetzt auf dem Alten Markt – dem „Radtrassen-Knoten Lennep“, wie er sagt.

Um den zu entwickeln, brauche es nicht viel, erklärt Münnekehoff: „Eigentlich ist alles schon da. Man muss es nur sichtbar machen.“ Münnekehoff hat dazu klare Vorstellungen. „Mann muss lediglich eine Verbindung vom Bahnhof Lennep in die Altstadt schaffen und dort entsprechende Schilder anbringen“ erklärt der leidenschaftliche Radfahrer.

Skywalk Müngstener Brücke wird noch untersucht

Dass sich das lohnt, davon ist auch Susanne Fiedler überzeugt. „Das ist definitiv eine Aufwertung für Lennep und kann auch mehr Touristen in die schöne Altstadt locken, wo sie in den Cafés einkehren und auch die Geschäfte besuchen“, erklärt die Grüne: „Es sollte also auch im Interesse der Stadt sein, dies zu entwickeln.“

Gerd Münnekehoff schwebt vor, Routen in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsstufen auszuarbeiten. Susanne Fiedler, die auch Mitglied der Bezirksvertretung Lennep ist, kündigt an, die Idee vom Radtrassen-Knoten Lennep in die Politik zu tragen. Sie zeigt sich sicher: „Wenn alle Trassen und Radwege in den kommenden Jahren ausgebaut werden, wird es auch mehr Radfahrende bei uns geben.“

Gerd Münnekehof zählt auch zu den Initiatoren des Skywalks in der Müngstener Brücke. Dieser kombinierte Rad- und Fußweg soll unterhalb der Schienen verlaufen, die beiden Städte miteinander verbinden und zugleich zu einem touristischen Highlight werden. Noch beschäftigte sich eine Machbarkeitsstudie mit dem Projekt. Dagegen regt sich Widerstand aus der Anwohnerschaft der Brücke. Zudem soll der Skywalk die Bewerbung für das Weltkulturerbe nicht gefährden. -ric-

Passend zum Thema: Verbandschef kritisiert Radfahrstreifen in Lüttringhausen

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