BV Lennep

Alten Stadtbäumen droht die Säge

Die Linke möchte mehr Schutz für Stadtbäume. Foto: Roland Keusch
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Viele alte Stadtbäume müssen weichen. (Symbolfoto)
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Wie sich der Klimawandel unmittelbar in Lennep auswirkt.

Von Axel Richter

Remscheid. Nach dem Astbruch der Blutbuche am Lenneper Thüringsberg droht im Klimawandel vielen weiteren alten Stadtbäumen die Säge. „Wir werden fällen müssen“, erklärt Michael Zirngiebl, Leiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR).

„Rettungsversuche, die insbesondere bei vorgeschädigten Altbäumen sinnvoll erscheinen sowie praktikabel sind und finanziell zu leisten wären, sind nicht wirklich vorhanden.“

Zu dieser Aussage kam der Chef der städtischen Grünflächenarbeiter jetzt in der Bezirksvertretung Lennep. Der Kronenbruch vom 8. August dieses Jahres „hat uns alle erschrocken“, stellte er vor den Lennep-Politikern fest. „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Stadtbäume ebenso stark wie die Bäume im Wald von der Trockenheit betroffen sein würden.“

475 Bäume werden im Sommer von der Stadt Remscheid bewässert

475 Bäume lässt die Stadt Remscheid im Sommer regelmäßig bewässern. Es sind Jungbäume von bis zu 30, maximal 40 Jahren. Von April bis Oktober erhalten sie wöchentlich 120 Liter Wasser.

139 dieser Bäume wachsen in Lennep. Unter anderem im Hardtpark. „Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn das dort passiert wäre“, erklärte Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) in der Sitzung des Stadtteilparlaments. Schließlich sitzen da regelmäßig Menschen in ihrem Schatten. Zur Sicherheit ließen die TBR die Buchen im Hardtpark noch einmal begutachten. Zwei Buchen erhielten danach einen Gurt, der Äste in der Krone sichern sollen.

„Wenn wir unsere Bäume erhalten wollen, werden wir viel mehr Geld ausgeben müssen“, sagt TBR-Chef Zirngiebl. Zur Bewässerung und zur Standortverbesserung, was wiederum zulasten des Verkehrsraums geht. Dazu hat die Stadt ein Stadtbaumkonzept in Arbeit.

Die Prognose für die Zukunft klingt dennoch düster. Hitze- und Trockenstress werde den Riesen weiter zusetzen. Und Gegenmaßnahmen seien praktisch unmöglich. Zur Veranschaulichung: Ein Baum wie die Buche vom Thüringsberg benötigt an heißen Tagen zwischen 300 und 400 Liter Wasser.

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