Historisches Foto

Gesucht wird diesmal ein Hotel

Heute wird beim Rätselfoto ein Hotel gesucht, das an einer Hauptverkehrsstraße liegt. Wo ist es und wie heißt der Betrieb? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne auch verbunden mit persönlichen Erinnerungen bis zum 19. Januar an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77 - 81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail an: redaktion@rga.de
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Heute wird beim Rätselfoto ein Hotel gesucht, das an einer Hauptverkehrsstraße liegt.
  • Andreas Weber
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Das alte Rätselfoto zeigte den Gründerhammer im Morsbachtal mit der Feilenfabrik Hahnenberg.

Von Andreas Weber

Heute wird beim Rätselfoto ein Hotel gesucht, das an einer Hauptverkehrsstraße liegt. Wo ist es und wie heißt der Betrieb? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne auch verbunden mit persönlichen Erinnerungen bis zum 19. Januar an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77 - 81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail an: redaktion@rga.de

Die alte Feilenfabrik Hahnenberg in Gründerhammer, in deren Gebäude später weitere Firmen ansässig waren.

Zum letzten Rätsel: Von 1963 bis 1973 war Gerhard Büddicker in der Feilenfabrik Ewald Hahnenberg in Gründerhammer beschäftigt, deren Fassade von außen weitgehend unverändert ist. Aufgewachsen ist Büddicker in unmittelbarer Nachbarschaft an der Ibacher Mühle. Auch Dieter Prill wusste des Rätsels Lösung: „Heute wird dieses alte Gemäuer von der Firma Wurm als kleines Lager genutzt. Ich vermute, dass es unter Denkmalschutz steht, denn alle Fassaden der Fa. Wurm haben ein modernes Outfit, nur diese Front nicht.“ Die Zentrale von Wurm ist schräg gegenüber angesiedelt.

Tim Bergmann bestätigt: „Ich erinnere mich, dass auf dem Areal, welches heute von der Firma Wurm und der Zimmerei Metz genutzt wird, Ende der 80er-Jahre die Firma Stahlschmidt produzierte und das Gebäude Gründerhammer 35 als Lager und Nebengebäude nutzte. Danach waren dort verschiedene Firmen ansässig.“

Äußerlich hat sich die Fassade der Feilenfabrik nur unwesentlich verändert. Von Wurm wird es als Lager genutzt.

Herbert Hildebrandt weiß: „Die Firma Hahnenberg war in den 50er-Jahren auch mit einer kleinen Nebenstelle in der Ortschaft Grund vertreten. Da ich im Grund wohnte, durfte ich als zehnjähriger Junge des öfteren mit Herrn Hahnenberg Feilen ausliefern fahren. Das war für mich ein besonderes Ereignis.“ Kurt Frößler kennt sich am gesuchten Ort sehr gut aus: „Ich bin Anfang der 60er Jahre oft über die Straße von der Gerstau in die Clarenbach gegangen. Dort habe ich meine Freundin zum Bus nach Ronsdorf gebracht und ging zurück zur Gerstau. Als Jugendliche sind wir oft mit dem Fahrrad bis Clarenbach und über den Neuplatz wieder zurück zur Gerstau gefahren.“

Auch bei Jan zur Nieden gehen die Gedanken in seine Jugend zurück: „Wir haben als Kinder dort sehr oft gespielt. Vor allem unten an der Morsbach haben wir Dämme gebaut und unsere Eltern zur Weißglut gebracht, wenn wir uns versteckt hatten.“

Hermann Schmitz schreibt: „Hahnenberg war die abgebildete Firma, das stand groß oben in der Mitte in dem jetzt weißen Feld. Auch in Gründerhammer war das Restaurant Fliedergarten mit großem Saal für Familien- und Jubiläumsfeiern. Als das Lokal geschlossen wurde, bekam der Fischereiverein Morsbachtal das Geschirr für seine Angelhütte geschenkt, wo es heute noch in Gebrauch ist.“

Weitere Rätselfotos gibt es hier

Den geschichtlichen Hintergrund erhellt Heinz-Jürgen Schmitz: „Der Name Grundaue, Grunder oder Gründer Aue wurde 1828 genannt. Das Hammerwerk wurde 1936 von Friedrich Halbach erworben und abgerissen. Halbach baute stattdessen sein jetziges Wohnhaus. Nach 1936 wurde die Hammeranlage erweitert und modernisiert zu einer Werkzeugfabrik mit der Spezialität Schmiedezangen. Ein altes Wasserrad erinnert an das alte Gebäude. Die durchlaufenden Untergräben münden in den Morsbach. Bekannt war der Fliedergarten mit einer wunderschönen Terrasse, der leider in den 80er-Jahren geschlossen wurde. Immer noch ein Blickfang ist das Eckhaus mit dem Reetdach. Früher war dort das Restaurant Gründerhammer.“ Schmitz geht auch auf die Eisenbahn ein: „Der Gründerhammer war eine von vielen Haltestellen der Ronsdorf-Müngstener-Eisenbahn, die am 18. November 1891 mit einer Strecke von 15,1 km freigegeben wurde. Der Personenverkehr fuhr ab 1938 nur noch bis zur Ortschaft Morsbach. Durch die zunehmenden Lastwagen wurden hohe Verluste geschrieben und ab 1952 wurde die Strecke nur einmal täglich bis Mosbach befahren. 1959 wurde das letzte Teilstück bis Gründerhammer stillgelegt.“

An die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 denkt Günter Kraft: „Die Ortschaft wurde stark verwüstet. So erreichte das Hochwasser in den benachbarten Fabrikationsräumen der Firma Schmiedetechnik Friedrich Halbach eine Höhe von über zwei Metern. Auch weitere Wohnhäuser waren unbewohnbar und wurden inzwischen abgerissen.“

Richtig lagen auch Helmut Schucht, Peter Menn, Ulrich Hager.

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