Buch

Als Hämmer in Platz noch niedersausten

Barbara Rodler beschäftigt sich seit 1978 mit der Geschichte der Ortschaft Platz – jetzt hat sie ihr Buch zum Thema aktualisiert.
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Barbara Rodler beschäftigt sich seit 1978 mit der Geschichte der Ortschaft Platz – jetzt hat sie ihr Buch zum Thema aktualisiert.

Barbara Rodler schreibt Geschichte auf.

Von Peter Klohs

Remscheid. Die Geschichte der Ortschaft Platz von der Eisenverhüttung und –bearbeitung, die im 16. Jahrhundert begann, über die Entwicklung als Wohn- und Industrieansiedlung bis hin zum Standort von modernen Dienstleistungsunternehmen – das ist die Leidenschaft von Barbara Rodler. Die 1942 geborene Remscheiderin, die „auf dem Westen“ lebt, hat die Arbeiter noch gesehen, die die Hämmer im Morsbachtal am Laufen hielten. „Wir haben da gespielt“, berichtet sie, „und die Arbeit der Männer dort hat mich immer fasziniert. Ich mag Menschen, die zu ihrer Arbeit stehen.“

Seit 1978, der Einweihung des Pfades Historisches Gelpetal, beschäftigte sie sich intensiv mit dem Thema Eisen und Stahl in Verbindung mit der Ortschaft Platz. Sie hat ihre Erkenntnisse in einem Buch veröffentlicht, das in diesen Tagen durch zahlreiche Ergänzungen eine Neuauflage erfahren hat. „Ach ja“, sagt Rodler, „das war schon nötig. Mein Wissen zu diesem Thema wird immer größer.“

„Eisen und Stahl in Remscheid-Platz“ erzählt, unterlegt mit sehr viel Bildmaterial, umfangreich die Geschichte der Hämmer, die mit einer Urkunde aus dem Jahr 1554 beginnt, in der eine Eisenhütte und ein Eisenhammer in der Ortschaft Büchel erwähnt wird. Durch eigene Recherchen hat sie den Standpunkt dieses Hammers entdeckt. Wobei, wie sie sagt, zunächst unklar war, warum sich ausgerechnet an diesem Ort Hämmer niedergelassen hatten. „Man dachte, es gäbe in den engen Tälern des Bergischen Landes kein Eisenerz“, weiß Rodler. „Aber geringe Mengen gab es schon.“

Zahlreiche Bilder und Karten zeigen komplexe Historie

Die Autorin legt die Art und Weise dar, wie die Hämmer arbeiteten, erwähnt Ober- und Untergräben, weiß, dass im Jahr 1717 bereits sechs Hämmer am Platz tätig waren, und hat den Standort des Hammers von Johannes Hasenclever, der lange Jahre als unauffindbar galt, ausfindig gemacht. Die zahlreichen Karten und Fotos im Buch geben weitere Aufschlüsse über die komplexe Geschichte der Eisenverhüttung. „Eisen und Stahl in Remscheid-Platz“ ist zum Preis von 24,50 Euro im Selfpublishing-Verlag Tredition erschienen.

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