Belebung der Einkaufsmeile

Alleestraße: Sanierungsgebiet findet Mehrheit

Die Alleestraße soll zum Sanierungsgebiet erklärt werden. Das hat Folgen für Hausbesitzer. Foto: Roland Keusch
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Die Alleestraße soll zum Sanierungsgebiet erklärt werden. Das hat Folgen für Hausbesitzer.
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SPD, Grüne, FDP und WiR schließen sich Konzept der Verwaltung an. Sie fordern Grundsatzbeschluss.

Von Frank Michalczak

Den Vorschlag, dass die Alleestraße zu einem Sanierungsgebiet wird, unterstützt eine Mehrheit des Remscheider Stadtrats. SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, FDP und die Wählergemeinschaft WiR schließen sich mit einem gemeinsamen Antrag vom Grundsatz der Idee an, die Baudezernent Peter Heinze ins Gespräch gebracht hatte.

Sein Konzept sieht vor, dass in einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren Maßnahmen wirken, die zur Belebung der Einkaufsmeile dienen. Die Stadt ist dabei ebenso in der Pflicht wie Hauseigentümer, die mit Abschreibungsmöglichkeiten zum Investieren in ihre Gebäude motiviert werden sollen. Wer es verfallen lässt, muss im Gegenzug mit Sanktionen rechnen. Insbesondere die untere Alleestraße soll somit vor dem weiteren Niedergang bewahrt werden. In einem ersten Schritt sollen Gutachter untersuchen, welche Funktion der Abschnitt noch haben kann – in einer Zeit, in der sich die Zahl der verwaisten Geschäfte immer weiter erhöht.

Die Ampel-Allianz plus Wählergemeinschaft glaubt mit einem „städtebaulichen Sanierungsgebiet“, der Allee neue Perspektiven eröffnen zu können. Ein Standort für Wohnen sei ein möglicher Weg, aber ebenso mehr Nutzungen für Dienstleister, öffentliche Verwaltung, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Sport.

Erst die Funktion der Allee klären, dann Verkehrsfragen beantworten

Die Vorschläge „einiger Gruppierungen“ für die probeweise Öffnung der unteren Alleestraße für den Individualverkehr verzögern aus Sicht der Antragsteller „eine ernsthafte, zielgerichtete und nachhaltige Entwicklung im unteren Teil der Straße“. Unter anderem hatten sich die CDU-Ratsfraktion und die Immobilien- und Standortgemeinschaft, der Zusammenschluss der Gebäudebesitzer, für die Öffnung der Allee ausgesprochen. Geht es nach dem politischen Bündnis, muss erst die Funktion der Alleestraße neu verortet werden, dann erst könne es um die „richtige verkehrliche Erschließung“ gehen.

Den Grundsatzbeschluss wollen die Antragssteller bei der Ratssitzung am 16. Mai herbeiführen. Am 4. Juli sollen die Ortspolitiker in einem weiteren Schritt grünes Licht für „vorbereitende Untersuchungen“ geben. Sie sollen dazu führen, das Sanierungsgebiet offiziell ausweisen zu können.

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