Sondergenehmigung für Onkologische Tagesklinik

Alleestraße: Taxis dürfen auch nach 11 Uhr halten

Eingang Alleestraße 70 - 72: Taxis mit Patienten sollen auch nach 11 Uhr vorfahren dürfen. Foto: Andreas Weber
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Eingang Alleestraße 70 - 72: Taxis mit Patienten sollen auch nach 11 Uhr vorfahren dürfen.
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Ordnungsamt will Sondergenehmigung für die Onkologische Tagesklinik vergeben.

Remscheid. Patienten sollen in Zukunft die Onkologische Tagesklinik in der Alleestraße 70-72 besser erreichen können. So will das Ordnungsamt Sondergenehmigungen für Taxifahrten nach 11 Uhr ausstellen, die es dem Beförderungsdienst ermöglichen, in der Fußgängerzone am Brunnen neben dem Eingang des Allee-Centers zu halten, Patienten rauszulassen, die dann mit dem Aufzug in den ersten Stock zur Praxis von Dr. Matthias Klee fahren.

Die Alternative ist deutlich beschwerlicher und sorgt seit langem für Kritik bei schwerkranken oder mobilitätseingeschränkten Patienten. Diese müssen nämlich momentan den Hintereingang über die Theatergasse nutzen, wenn sie mit dem Taxi nach 11 Uhr kommen. Oder sie müssen einen für sie beschwerlichen Gang über die obere Alleestraße oder durchs Allee-Center antreten.

Test: Sondergenehmigung soll für ein Jahr gelten

Die CDU hatte deshalb beantragt, Ausnahmen zu genehmigen. In der Bezirksvertretung machte sich Ralf Wieber dafür noch einmal stark. Die Ausnahmen wird es jetzt tatsächlich geben, nachdem sich das Ordnungsamt zuvor die Örtlichkeiten angeschaut und von dem Fachmediziner genau hatte erklären lassen, warum eine solche Ausnahmegenehmigung für Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem wichtig wäre.

Amtsleiter Jürgen Beckmann versicherte in der BV, dass die Stadt gewillt sei, zu testen, wie sich die Sondergenehmigungen auswirken. „Wenn der Onkologe eine entsprechende Bescheinigung ausstellt, soll es die Möglichkeit von Einzelgenehmigungen bei Taxiunternehmern geben.“ Die Festgebühr für einen solchen „Durchfahrtschein“ für ein Jahr beträgt 50 Euro, erklärte Beckmann. Nach zwölf Monaten soll Bilanz gezogen und über eine Fortsetzung beraten werden.

„Denn wir wissen nicht, welche Ausmaße es annimmt“, erläuterte Beckmann den Bezirkspolitikern. Der Onkologe geht davon aus, dass pro Jahr mit 300 bis 500 solcher Verordnungen zu rechnen sei. Wenn sich diese über ein Jahr verteilen, mutmaßte Jürgen Beckmann, sei das verträglich für die an sich autofreie Zone. Unbedingt vermeiden will das Ordnungsamt, dass die obere Allee auf diesem Umweg vom motorisierten Verkehr zurückerobert wird. Rosemarie Stippekohl (CDU) pflichtete Beckmann bei: „Auch wir wollen kein Wildwest an dieser Stelle. Wer mobil ist, kann den Zugang über die Theatergasse nutzen.“ Dies gilt auch für die anderen Arztpraxen in den fünf Etagen von der Radiologie über Augenärzte bis zum Kinderarzt. Für die anderen Praxen gilt die Sondergenehmigung ausdrücklich nicht.

Seit April ist die Krebsberatung auch wieder für Menschen in Remscheid da. Zwischenzeitig standen Ratsuchende vor verschlossenen Türen.

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