Wirtschaft

Aktionswoche will fairen Handel stärken

Vom 10. bis 24. September.

Von Susan Jörges

Vom 10. bis 24. September sind Bürger dazu aufgerufen, Aktionen in ihren Städten zu planen und damit das Thema fairer Handel in eine breite Öffentlichkeit zu tragen.

Wie sich Gruppen an der Aktionswoche, die zum 20. Mal bundesweit stattfindet, beteiligen können, erklärte Julia Lesmeister vom Verein Forum Fairer Handel in einer Online-Konferenz. Den bergischen Aktiven zur Seite steht das Eine-Welt-Netz NRW, die Gepa Wuppertal sowie das Forum für Soziale Innovation im Bergischen Land.

Digitale Kochevents und Bücherbesprechungen

Interesse an einer Teilnahme zeigten verschiedene Schulen – wie in Solingen etwa das Gymnasium Vogelsang und in Remscheid das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium – Kindertagesstätten, Eine-Welt-Läden, Kirchenkreise sowie Stadtverwaltungen.

Einige von ihnen hatten sich vorab schon Ideen für den September überlegt, die auch während einer Pandemie umsetzbar sind und in den nächsten Monaten ausgearbeitet werden sollen: Besprechungen von Büchern, die das Leben im globalen Süden thematisieren oder digitale Kochevents mit fair gehandelten Lebensmitteln sind beispielsweise in Lüttringhausen in Planung.

In Lennep möchte die evangelische Kirchengemeinde auf die faire, von Kirchenkreisen organisierte Online-Einkaufsplattform „Wir kaufen anders“ oder die „Klimakollekte“ aufmerksam machen, mit der Einzelpersonen oder auch Gemeinden ihre ausgestoßenen Treibhausgase kompensieren können.

Da die faire Woche kurz vor den Bundestagswahlen stattfindet, schlugen manche Teilnehmende vor, Bundestagskandidaten einzubinden, um politische Aufmerksamkeit und Veränderungen in der Handelspolitik zu erwirken. Auch Gewinnspiele, Rallyes oder Informationsstände in den Innenstädten seien wirkungsvolle Aktionen, um Menschen ihre Rolle in der globalisierten Welt bewusst zu machen, weiß Lesmeister. Sie nimmt in ihrem Vortrag auf das Motto der diesjährigen Aktionswoche Bezug: Unter dem Hashtag #fairhandeln für Menschenrechte sollen Aktionen darauf hinweisen, wie wichtig faire Produktions- und Handelsbedingungen sind. Statt Wirtschaftswachstum um jeden Preis fordern der Verein und seine Mitstreiter gerechte Löhne und menschenwürdige Produktionsketten.

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