Gesamtschule möchte Selbstvertrauen von Schülern stärken

AES führt Therapie auf vier Hufen ein

Mit speziell trainierten Ponys und qualifiziertem Personal: Ursula Weishaupt (3. v. l.) und Thais Krings (r.) leiten hinter dem Hauptgebäude der AES Jill (15) und Kim (14, auf Amira), Abdullah (12, auf Ari) und Alina (16) an.
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Mit speziell trainierten Ponys und qualifiziertem Personal: Ursula Weishaupt (3. v. l.) und Thais Krings (r.) leiten hinter dem Hauptgebäude der AES Jill (15) und Kim (14, auf Amira), Abdullah (12, auf Ari) und Alina (16) an.
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Sponsoren für das Projekt werden gesucht.

Von Andreas Weber

Remscheid. Seit sieben Jahren hat Hatschi sein Aufgabengebiet an der Albert-Einstein-Gesamtschule (AES). Als Schulhund unterstützt der Vierbeiner von Claudia Schick Jugendliche bei Leseförderung und Entspannung. Jetzt soll Hatschi tierische Gesellschaft bekommen. Gestern stellten sich Ari und Amira vor, zwei Ponys des Therapiewerks aus Wermelskirchen, vor. Dessen Betreiberinnen, Thais Krings und Ursula Weishaupt, präsentierten hinter dem Hauptgebäude auf Asphalt und Rasen das mobile „Klassenzimmer auf vier Hufen“.

Der Effekt bei acht ausgewählten Schülern ließ nicht lange auf sich warten: Mit deren Ankunft strahlten die Testpersonen eine Ruhe aus, die sie sonst selten an den Tag legen. Für Schick, seit 22 Jahren an der AES und seit 1. Dezember 2021 Konrektorin, ist dies einer der therapeutischen Effekte, die der Besuch der Ponys mit sich bringt. Ari und Amira erfüllen eine soziale Funktion. „Allein die Kauschläge eines Pferdes wirken beruhigend auf Umstehende“, erklärt Weishaupt.

Ihre Anwesenheit reiche, damit Menschen runterfahren, Ängste und Aggressionen abbauen. Für diejenigen, die in den Genuss einer Pferdetherapie kommen, ist es wie Meeresrauschen. „Einfach abschalten, alles vergessen“, sagt Weishaupt. Wenn die Dreierbeziehung zwischen ihr als Coach, den Kunden und dem Co-Therapeut Pferd klappt, bieten die Therapiestunden vielfältige Chancen: Grob- und Feinmotorik werden geschult, Gleichgewicht und Koordination verbessert, Vertrauen und Selbstbewusstsein aufgebaut. „Soziales Lernen ist fast wichtiger als die fachlichen Inhalte“, betont Claudia Schick, die im Reitstall Sachser in Dhünn-Hülsen ihrem Hobby nachgeht, wo die Therapie-Ponys eingestellt sind. 20 Termine im Jahr würde die AES gerne für Schüler anbieten. Die Kosten pro Sitzung liegen bei 320 Euro.

Reittherapie vor Ort: Schule sucht Gönner

„7000 Euro bräuchten wir für ein Jahr“, rechnen Schick und Marina Knob, seit März neue didaktische Leiterin an der AES. Sponsoren für das neuartige Projekt einer Reittherapie, die in die Schule kommt, werden gesucht. Gestern schaute sich Friedhelm Krämer, Repräsentant der Lux-Stiftung, den Testlauf an. Bei der nächsten Vorstandssitzung will er sich für das „Klassenzimmer auf vier Hufen“ verwenden.

„Unser Verfügungsrahmen liegt bei 90 000 Euro im Jahr. Bei der Fülle von Projekten, die wir unterstützen, wären 1000 bis 2000 Euro für die AES realistisch“, dämpft Krämer zu viel Vorfreude. Weitere Gönner werden gesucht. Schuldezernent Thomas Neuhaus würde seine Kontakte spielen lassen: „Es ist der richtige Zeitpunkt für so ein Projekt, weil viele Kinder nach der langen Pandemie in keiner guten Verfassung sind. Sie brauchen Ventile.“

Kontakt

Näheres über das Therapiewerk bei Ursula Weishaupt unter der Tel. (0 15 77) 1 42 59 20. Wer die Gesamtschule unterstützen möchte bei der Finanzierung der Pony-Therapie, melde sich per E-Mail: kontakt@aes-rs.de

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