„Jugend musiziert“ findet 2021 statt

Die Älteren werden digital vorspielen

Nach langen Überlegungen und ausführlichen Diskussionen hat der NRW-Landesausschuss Ende Januar entschieden, dass der Wettbewerb Jugend musiziert 2021 stattfindet.

Von Monika Werner-Staude und Moritz Jonas

Remscheid. Nach langen Überlegungen und ausführlichen Diskussionen hat der NRW-Landesausschuss Ende Januar entschieden, dass der Wettbewerb Jugend musiziert 2021 stattfindet – mit einmonatiger Verschiebung und einigen Spezifika, die für gesundheitliche Sicherheit sorgen sollen und im Wesentlichen an den Altersgruppen festgemacht werden. Bis zum 15. November 2020 dauerte die Wettbewerbsfrist. Dieses Jahr hat der Wettbewerb seine Schwerpunkte bei den Duostreichern, den Gitarresoli und den vierhändig gespielten Klavierstücken.

Für die Altersgruppen I bis II (sechs bis elf Jahre) ist ein Präsenz-Wettbewerb vorgesehen, für die Älteren (Gruppen III bis VII, Zwölf- bis 27 Jahre) ein rein digitaler. Weil die Jüngeren nicht selten ihren ersten Wettbewerb erleben, mit der digitalen Welt weniger vertraut sind und noch mehr die direkte menschliche Reaktion brauchen, hält der Veranstalter am traditionellen Format fest. Er hofft, dass der Termin 17./18. April spät genug ist, so dass analog in den Musikschulen gespielt werden darf.

„Ich gebe die Hoffnung nicht auf und glaube bis zum Schluss daran, dass wir die Veranstaltung durchführen können“, sagt Birgit Walter, Vorsitzende des Regionalaussches Bergischland, bei Jugend musiziert und Leiterin der Solinger Musikschule. Denn gerade für die Jungeren Teilnehmer sei diese Erfahrung einer Präsenzveranstaltung, besonders wichtig, so Walter weiter.

Die Älteren, die meist Wettbewerbserfahrung mitbringen und schwierigere Stücke zu meistern haben, müssen sich diesmal mit einem digitalen Wettbewerb begnügen – sie schicken bis zum 8. März einen USB-Stick ein, auf dem ihr Musikbeitrag als Video gespeichert ist. Der bittere Verzicht aufs Liveerlebnis wird ihnen dadurch versüßt, dass sie direkt auf Landesebene antreten.

Dort tagen die Jurys ab 12. März. Außerdem können die Teilnehmer die beste Videoversion einreichen. Was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass die Einspielungen geschnitten oder sonst wie bearbeitet werden dürfen.

Eine Sonderbehandlung erfährt die Altersgruppe II (acht bis elf Jahre), die sich im Regionalwettbewerb für den Landesentscheid qualifizieren kann. Für sie ist ein Präsenz-Landeswettbewerb im Mai geplant. Ort und genauer Termin stehen noch nicht fest. Das Preisträgerkonzert auf Landesebene wird für den 2. Mai in der Düsseldorfer Tonhalle anvisiert.

Die Vorbereitung verlief holperig. Sie muss nach analogem Start im letzten Sommer seit Mitte Dezember online laufen. Was Schwierigkeiten mit sich bringt. Über Zoom können zwar deutliche Fehler, etwa ein falscher Rhythmus oder Fingereinsatz, bemerkt werden. Bei Tempo oder Lautstärke wird es schon schwieriger. Auch ein Zusammenspiel kann schlechter erlernt werden. Duos seien noch möglich, wenn sich zwei Kinder im häuslichen Umfeld treffen und die Lehrer digital zugeschaltet werden. Bei größeren Ensembles wird über eine andere Online-Plattform geprobt, bei der sich mehrere gleichzeitig zuschalten können.

Der Bundeswettbewerb soll vom 20. bis zum 27. Mai in Bremen stattfinden.

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