Verkehr

A 1-Unfälle: Politik fordert Konsequenzen

Ein schwerer Unfall auf der A 1 endete vergangene Woche Montag für einen Audi-Fahrer tödlich. Archivfoto: Ralf Kollmann
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Ein schwerer Unfall auf der A 1 endete vergangene Woche Montag für einen Audi-Fahrer tödlich.

Landtagsabgeordneter Sven Wolf stellt in Düsseldorf Kleine Anfrage.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Auf der A 1 muss sich etwas ändern. Darin sind sich Jens Nettekoven (CDU) und Sven Wolf (SPD) einig. Die Landtagsabgeordneten fordern nach den schweren Unfälle auf der Autobahn im Bereich Remscheid in den vergangenen Wochen die zuständigen Behörden unabhängig voneinander auf, die Situation zu entschärfen.

Acht Verletzte und sieben beschädigte Autos lautete die Bilanz einer Massenkarambolage auf Höhe der Anschlussstelle Remscheid am Mittwoch. Vergangene Woche hatte es einige hundert Meter weiter gekracht: Auf dem Beschleunigungsstreifen der Tank- und Rastanlage geriet ein Audi in voller Fahrt nach einem technischen Defekt unter einen Lkw. Dabei kam der 24-jährige Autofahrer ums Leben.

Für Jens Nettekoven zeigt der neuerliche Crash von Mittwoch „zum wiederholten Male, dass dieser Bereich einen erheblichen Gefahrenpunkt für die Verkehrsteilnehmer darstellt“. „Angesichts des schweren Unfalls mit einem Toten in der letzten Woche, stelle ich mir die Frage, was noch passieren muss, damit an verantwortlicher Stelle endlich in angemessener Weise reagiert wird“, erklärt der CDU-Politiker. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung bei nasser Fahrbahn ist seiner Einschätzung nach nicht ausreichend.

Er habe beim zuständigen Polizeipräsidenten in Düsseldorf „eine neuerliche Prüfung des Unfallgeschehens auf diesem Autobahnabschnitt angemahnt“. Bereits vor zwei Jahren hatte er das Thema bei der Polizei auf die Agenda gesetzt.

Remscheid: Kommission sieht keine Unfallhäufungsstelle

Eine Lösung für den Abschnitt mahnt auch Sven Wolf an. „Brauchen wir Geschwindigkeitsbegrenzungen? Was ist zu tun, um die offensichtlich bestehende Gefährdungslage auf der A 1 zu entschärfen?“, stellt er zur Diskussion. In einer Kleinen Anfrage im nordrhein-westfälischen Landtag möchte Wolf wissen, welche Maßnahmen die Landesregierung ergreifen wird, um schwere Unfälle auf der A 1 bei Remscheid möglichst zu verhindern. Gleichzeitig erkundigt er sich nach den Entwicklungen der Unfallzahlen in dem entsprechenden Abschnitt. Eine ähnliche Anfrage liegt auch für die Stadtratssitzung am 24. September vor. Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke betont jedoch im RGA-Gespräch: „Bei möglichen Maßnahmen auf der A 1 haben wir als Stadt kein Mitspracherecht.“

Anders ist das bei der Bezirksregierung Düsseldorf, die den Vorsitz der Autobahn-Unfallkommission innehat. Die Behörde erklärt auf Anfrage: „Der Abschnitt um die Auffahrt Remscheid wurde im Rahmen der Unfallkommission nicht zu einer Unfallhäufungsstelle deklariert.“ Bislang habe es keinen Anlass gegeben, dort aufgrund von Verkehrssicherheitsmängeln tätig zu werden. Sollte sich an dieser Einschätzung etwas ändern, werde das Gremium Lösungsmöglichkeiten prüfen.

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