Neue Aufenthaltsqualität

Alleestraße: 50 neue Laternen sollen Ende 2022 stehen

Die Arbeiten für die neuen Laternen an der Allee dauern an – und sollen Ende 2022 abgeschlossen sein.
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Die Arbeiten für die neuen Laternen an der Allee dauern an – und sollen Ende 2022 abgeschlossen sein.
  • Frank Michalczak
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Es soll schöner und sicherer werden auf der Alleestraße. Dazu zählt auch, dass es nachts nicht mehr so dunkel ist auf der Einkaufsstraße. Das ist der aktuelle Stand der Bauarbeiten.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Wer in diesen Tagen die obere Alleestraße besucht, erlebt ohrenbetäubenden Lärm. Der Krach geht von Bauarbeiten aus, die zu neuen Lichtspielen in der Fußgängerzone führen werden. Über 50 neue Laternen lässt die Stadt aufstellen, um die Aufenthaltsqualität in den Abendstunden zu heben. „Dabei hat sich herausgestellt, dass die Mitarbeiter schnell auf Felsen stoßen“, berichtet der Abteilungsleiter Stadtentwicklung des Remscheider Rathauses Andreas Huth über den Radau auf der Allee.

Das Ganze sei „bautechnisch aufwendig“. Er hat aber auch eine gute Nachricht für alle, die sich nach Ruhe sehnen: „Wir sind im Zeitplan. Ab Ende des Jahres sollten alle Laternen stehen.“ Zu welchem Termin die Lampen feierlich angezündet werden, die in verschiedenen Farbschattierungen leuchten, lasse sich noch nicht sagen.

Zwei Bautrupps sind im Einsatz. Der eine kämpft sich aus Richtung Markt nach oben vor, der andere rückt aus Richtung Zange in die Mitte der Einkaufsmeile, wo sich beide schließlich in Höhe des oberen Pavillons begegnen. „Die beauftragte Firma arbeitet dabei mit einem Subunternehmen zusammen“, erklärt Huth das Vorgehen.

Zeitdruck: Bald zieht der Wochenmarkt auf die Allee

Zumindest auf der oberen Alleestraße gibt es dabei einen gewissen Zeitdruck. Denn: Ab 29. Oktober stellen dort mittwochs und samstags die Marktbeschicker ihre Stände auf. Der Wochenmarkt muss wie üblich knapp zwei Monate vom Theodor-Heuss-Platz verschwinden, weil am Rathaus der Weihnachtreff auf dem Programm steht. „Ich gehe davon aus, dass dies klappen wird“, erklärt der Abteilungsleiter über das Marktgeschehen im oberen Abschnitt der Allee, das gemütlich werden dürfte. Wie Constanze Mandt vom Stadtmarketing mitteilt, stehe für die Stände zunächst einmal nur die Fläche zwischen Zange und dem Brunnen vor dem Allee-Center zur Verfügung. Bei der letzten Verlegung des Marktes im August, als die Mallorca-Party vor dem Rathaus stattfand, habe sich gezeigt, dass dieser Raum ausreicht. „Je nach Baustellenfortschritt können wir auch darüber hinausgehen.“

Die Geschichte der neuen Laternen führt ins Jahr 2014 zurück, als der Stadtrat der City ein Revitalisierungsprogramm verordnete. Angesichts immer wachsender Leerstände sollte ein Paket von über 30 Maßnahmen dazu führen, der Allee und ihren Seitenstraßen ein zeitgemäßes Gesicht zu geben. Ein Faktor dabei war auch die öffentliche Beleuchtung, die mit der unterschiedlichen Farbgebung zu einem Markenzeichen Remscheids werden soll. Dazu gibt die öffentliche Hand rund 1,5 Millionen Euro aus, wobei das Land NRW den Löwenanteil übernimmt. Zu dem Programm zählen auch der Umbau des Busbahnhofs auf dem Friedrich-Ebert-Platz und die neuen Sitzgelegenheiten, die in der Alleestraße aufgebaut wurden.

Standpunkt von Frank Michalczak: Acht Jahre gewartet

frank.michalczak@rga.de

Es wirkt wie ein Treppenwitz: Acht Jahre warteten die Ortspolitiker darauf, dass ihr Beschluss umgesetzt wird, mit neuen Laternen die Alleestraße besser auszuleuchten. Und nun fällt die Fertigstellung ausgerechnet in eine Zeit, in der wegen der Energiekrise auf allen Ebenen Strom gespart werden muss – auch im öffentlichen Raum. Vorbei die Zeiten, in denen öffentliche Gebäude angestrahlt wurden. Vorbei die Zeiten, als dies nicht als Stromverschwendung galt.

Und trotzdem passen die neuen Leuchten dann doch ins Bild. Durch zeitgemäße LED-Technik werden sie weniger Strom benötigen als die betagten Vorgängermodelle. Aber in diesen Krisenzeiten muss auch bei diesen Leuchten gelten: Sie dürfen in den Abend- und Nachtstunden nur so lange betrieben werden, wie es aus Sicherheitsgründen nötig ist. Und dimmen lassen sie sich ganz bestimmt auch. So hat sich das Warten dann doch gelohnt – acht Jahre nach dem Ratsbeschluss.

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