Arbeit

34 Jugendliche starten ins Berufsleben

Forstwirte müssen körperlich hart arbeiten, dennoch ist der Beruf beliebt. Drei neue Azubis fangen am Montag bei der Stadt an. Archivfoto: Ulli Preuss
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Forstwirte müssen körperlich hart arbeiten, dennoch ist der Beruf beliebt. Drei neue Azubis fangen am Montag bei der Stadt an.

Ausbildungen bei der Stadtverwaltung, im Forst und als Erzieher sind beliebt.

Von Valeria Schulte-Niermann

Das neue Ausbildungsjahr beginnt am Montag. Bei der Stadt Remscheid haben 34 Auszubildende und duale Studenten ihren Platz gefunden. 1000 Jugendliche sind laut Arbeitsagentur momentan im Bergischen Land unversorgt. Diese können sich aber noch auf 1250 offene Stellen bewerben. Gute Chancen also, nicht leer auszugehen.

Wie jedes Jahr suchte und fand die Stadt Remscheid wieder Verwaltungsfachangestellte und –wirte. Über 100 Bewerbungen gehen jedes Mal ein, doch diesmal waren nur vier Stellen ausgeschrieben. „Der Bedarf ist nicht so hoch, und wir haben nicht genügend Platz”, sagt Ausbildungsleiter Lars Fischer von der Stadt Remscheid.

„Die zweiten Sieger sollen sich weiterhin bewerben.“

Carmen Bartl-Zorn, Bergische IHK

Die vielen Bewerbungen bei der Stadtverwaltung haben laut Carmen Bartl-Zorn von der Bergischen IHK drei Gründe: Die Nähe zum Wohnort, die Aufstiegschancen und „junge Leute bewerben sich auf Unternehmen, die sie kennen”, sagt die Geschäftsführerin. Das mache die Stadt zu einem attraktiven Arbeitgeber.

„Die zweiten Sieger sollen sich weiterhin bewerben”, sagt Bartl-Zorn. Sie haben trotzdem Chancen, noch dieses Jahr eine kaufmännische Ausbildung zu beginnen. Im Einzelhandel sind laut Arbeitsagentur im Bergischen noch 93 Plätze frei, im Büromanagement 34.

Die Stadt stellte auch nur zwei Azubis als medizinische Fachangestellte ein. 53 bergische Bewerber suchen laut Arbeitsagentur noch einen Platz in diesem Beruf. 46 unbesetzte Stellen gibt es noch. Froh sei die Stadt, im zweiten Bewerbungsverfahren einen dualen Studenten für die Verwaltungsinformatik gefunden zu haben. Da der Beruf, laut Fischer, noch nicht so bekannt ist, sei es schwer, die Stelle zu besetzen. Nicht geklappt hat es diesmal einen Azubi im Straßenbau zu finden. „Wir haben da unheimlich wenig Bewerbungen, und dann noch jemand Passenden zu finden, ist umso schwerer”, erklärt Lars Fischer. Seine Begründung: „Viele wollen das nicht mehr machen, weil sie denken, dass es viel harte körperliche Arbeit ist.” Jedoch habe sich in den vergangenen Jahren einiges geändert, und es gebe Hilfsmittel, die die Arbeit erleichtern.

Allein an der körperlichen Arbeit könne es nicht liegen, da der Beruf des Forstwirts auch anstrengend sei. Hier arbeite man aber in Verbindung mit der Natur. So gebe es hierfür „unheimlich viele Bewerbungen”, sagt Ausbildungsleiter Fischer, und alle drei Ausbildungsplätze konnten problemlos besetzt werden.

Mehr Erzieher-Azubis als die Jahre zuvor

Generell spiegle die Zahl der Bewerbungen um die einzelnen Ausbildungsplätze das übliche Bild wider. Zugenommen habe aber die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher. 14 werden dieses Jahr eingestellt, während es 2020 nur zehn und die Jahre davor noch weniger waren.

Lars Fischer erklärt das mit der Umstellung der Ausbildung. Neben der klassischen schulischen ist nun auch eine praxisintegrierte Ausbildung möglich.

Alle Ausbildungsberufe, die die Stadt je nach Bedarf auch nur alle zwei Jahre anbietet, sind online zu finden:

https://t1p.de/6aqr

Hintergrund

Laut Bundesagentur für Arbeit sind in Remscheid noch 262 Ausbildungsstellen unbesetzt, in Solingen 279 und in Wuppertal 707. Die Arbeitsagentur hilft, die passende Ausbildungsstelle zu finden. Hier die Kontaktinformationen für Bewerber:

https://t1p.de/lb2i

Tel. (0 21 91) 4 60 63 45

Remscheid.Berufsberatung @Arbeitsagentur.de

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