25-Jährige belastet Angeklagten schwer

Prozess wegen Misshandlung und Erpressung

-dilo- Es ist ein emotionaler Auftritt im Zeugenstand, begleitet und beschützt von einer erfahrenen Anwältin. In einem Prozess um mutmaßliche Gewalt und Erpressung um womöglich 10 000 Euro in Remscheid sagte die Opferzeugin aus: eine 25 Jahre alte, berufslose Mutter. Die Frau fürchtet um ihr Leben und hält sich vor den beiden Angeklagten an einem geheim gehaltenen Ort versteckt. Im Landgericht Wuppertal sagte die Frau über den 27 Jahre alten Hauptangeklagten: „Er hat mich mit einem Gürtel geschlagen und mir ein Messer ans Gesicht gehalten.“ Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Die Frau bestätigte Vorwürfe um ein Geschehen vom März bis Mai 2020. Hintergrund sei ein Beziehungsstreit. Sie habe den 27-Jährigen im Jahr zuvor kennengelernt und sich Hilfe von ihm erhofft. Sie habe sich damals von ihrem Mann getrennt. Schließlich sei sie eine Liebesbeziehung zu dem Hauptangeklagten eingegangen. Der habe sie zu Unrecht verdächtigt, eine Affäre zu haben. Sie wiederum habe Anzeichen für ein Verhältnis zwischen ihm und einer 20 Jahre älteren Nachbarin gesehen. Diese Frau soll sich an späteren Übergriffen beteiligt haben und ist Mitangeklagte.

Die 25-Jährige fuhr fort, der Hauptangeklagte habe ihr mit belastenden Fotos von ihr mit einem anderen Mann gedroht. Die wolle er ihrer Familie weiterleiten. Die Frau rang um Fassung, als sie berichtete: „Er wollte, dass ich mich umbringe.“ Dann wiederum habe er Geld als „Ausgleich“ für eine Trennung verlangt.

Zu ersten, schweren Misshandlungen sei es gekommen, als sie morgens um zwei Uhr zu einer Aussprache in seiner Wohnung gewesen sei. Die mitangeklagte Frau sei dazu gekommen. Die habe alles gesehen und es gebilligt.

Die 25-Jährige sagte, sie glaube, dass die Beiden die 10 000 Euro gemeinsam haben wollten. Der Mann habe erst von ihr abgelassen, als sie anführte, ihre Tochter sei allein zu Hause und würde schreien. Bei der Aussage schaute sie den 27-Jährigen fest an. Sie sagte: „Ich habe ihn geliebt.“

Die Anwälte der Angeklagten verfolgten aufmerksam jede Einzelheit der Aussage, falls sich wesentliche Abweichungen zur früheren Angaben ergeben. Das Landgericht will am 24. Februar 2021 weiter verhandeln.

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