Ein Jahr Corona in Remscheid

2021: Das Virus lässt sich nur kurzzeitig ausbremsen

Die Anmeldung zum Impfbeginn gerät zum Fiasko, die Sorge vor Mutationen wächst

Remscheid. Ihre Zahl bleibt überschaubar, aber es gibt sie: Pflegekräften, die täglich mit alten Menschen zu tun haben, sich aber nicht impfen lassen wollen. Die Nachricht sorgt zu Beginn des neuen Jahres überwiegend für Kopfschütteln. Am Ende überlegen es sich viele doch noch anders. Die meisten vertragen das Serum schließlich gut. Unter 2000 Geimpften gab es lediglich eine leichte Reaktion, berichtet der Krisenstab.

9. Januar: Der Hohenhagen wird erstmals von Rodlern überrannt. Dann sperren Stadt und Polizei das Gebiet für Ausflügler. Zum Schutz vor dem Virus und zum Schutz der Anwohner. Am gleichen Tag meldet die Stadt den 100. Todesfall in Zusammenhang mit Corona, Ende Februar sind es 131.

Das war wirklich tip top organisiert.

Lob für die Impfteams am RGA-Telefon

Nachdem die meisten der rund 8000 Bewohner der Alten- und Pflegeheime geimpft sind, ist die Altersgruppe 80 plus an der Reihe. Ab dem 25. Januar dürfen sie sich einen Termin reservieren, doch die Vergabe gerät zum Fiasko. Die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung, die die Termine im Auftrag des Landes vergibt, ist dauerbesetzt, der Internetserver überlastet. Der Impfbeginn in der Sporthalle West verläuft dagegen problemlos. 120 Senioren wird das Serum gespritzt. Der 81-jährige Rudi Greinauer ist einer der Ersten. Beim RGA gehen viele lobende Worte ein: „Das war tip top organisiert.“

In der Pandemie sind bereits viele Schulstunden ausgefallen. Nicht wenige Eltern reagieren deshalb mit Kopfschütteln, als die Schulen am Rosenmontag ihren Unterricht auf Distanz einstellen. Zwar bleiben die Jecken daheim, weshalb vom Brauchtum wenig zu sehen ist. Lehrer und Schüler erleben dennoch einen freien „Brauchtumstag“. Zum Durchschnaufen im Distanzunterricht, wie es heißt.

Ende Februar: Remscheid schafft es kurz unter eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50. Dann zieht das Infektionsgeschehen wieder an. Lange hat die Stadt auf die Suche nach Mutationen verzichtet, nun wird jeder neue Corona-Fall daraufhin untersucht.

Am 22. Februar öffnen die Schulen und Kitas wieder. Die Freude ist groß, doch die Sorgen bleiben und erweisen sich als berechtigt. Nach Infektionsfällen sind die ersten Einrichtungen Anfang März bereits wieder geschlossen. -ric-

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