Ein Spaziergang

17 Infotafeln machen historische Entwicklung sichtbar

Rundgang zu den wichtigen Orten der frühen Eisenverarbeitung: Gestern Morgen war Treffpunkt bei der Firma Zache.
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Rundgang zu den wichtigen Orten der frühen Eisenverarbeitung: Gestern Morgen war Treffpunkt bei der Firma Zache.

„Hasten für Hasten“ eröffnete den Rundweg in der Hofschaft Platz.

Von Sabine Naber

Remscheid. Mehr als 70 Interessierte eröffneten gestern auf dem Gelände der Firma Armin Zache den Rundweg in der Hofschaft Platz. „Die 17 Infotafeln, die hier an den Häusern angebracht wurden, machen Geschichte und Entwicklung der Remscheider Eisenindustrie sichtbar“, sagte Andrea Jakob-Pannier, Vorsitzende des Vereins „Hasten für Hasten“, der zu diesem Spaziergang eingeladen hatte. Hier wurden Hämmer geschmiedet, Beitel und Sägen produziert, Kaffeemühlen hergestellt. Es hätten seinerzeit noch viele Hütten und Hämmer existiert, die mit dem Wasser des Morsbach versorgt wurden. Im Laufe von 500 Jahren hat sich die Ortschaft von einem Erzverhüttungsplatz zu einem Wohn- und Industriestandort entwickelt.

In zwei Gruppen führten Barbara Rodler und Susanne Souaré-Michel durch die Ortschaft. „Das Steinhaus, vor dem wir jetzt stehen, ist inmitten der historischen Fachwerkhäuser ein wehrhafter Bau. Seine ursprüngliche Funktion ist nicht erforscht“, erklärte Souare-Michel und nannte als Besonderheit, dass es in diesem Haus einen Brunnen gibt. 1926 sei es an den Hammerschmied August Rottsieper gegangen, in der Schmiede hinter dem Haus seien Feilen gefertigt worden.

Weiter ging es zum Ibach-Gut, einem langgestreckten Fachwerkhaus, zu dem der rund 50 Meter südlich des Hauses liegende, 1554 erstmals genannte Wasserhammer gehört. Die alte Esse im Keller konnte durch ein geöffnetes Fenster angesehen werden. Hier waren auf einem Breithammer Stahlbänder für Sägen produziert worden.

Zu den ältesten Häusern – genannt „Bertram-Häusken“ - zählt das zweistöckige, in Ständerbauweise errichtete Fachwerkhaus des Hammerwerkbesitzers Johann Wilhelm Bertram, das heute ein Wohnhaus ist. Im Stil des Rokokos geht es mit einem bergischen Kaufmannshaus weiter, 1790 erbaut. Verschiefert, mit grünen Schlagläden und weißen Fenster- und Türrahmen, hebt es sich deutlich von den umliegenden Häusern ab. Später gehörte es dem Schuhmacher Johann Peter Branscheid, der zu dieser Zeit eine Lohmühle in Platz errichtete.

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