Knappe Mehrheit für vier Stellen

14 zusätzliche Kollegen fangen bei der Stadtverwaltung an

Auch mit Termin kommt es im Ämterhaus in der Elberfelder Straße schon mal zu Verzögerungen.
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Der Bürgerservice im Ämterhaus soll drei zusätzliche Mitarbeitende erhalten. 
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OB warb im Rat für das neue Ausbildungszentrum in Honsberg.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Der Stadtrat beschloss bei seiner letzten Sitzung 2022 die Schaffung von 14 neuen Stellen bei der Verwaltung. Unter anderem soll der Bürgerservice im Ämterhaus drei zusätzliche Mitarbeitende erhalten. Wartezeiten auf Termine sollen somit kürzer werden. Zudem soll es einen Koordinator für den Mobilfunk geben, der zu besseren Handyverbindungen in Remscheid beitragen soll. Weitere Posten werden in der Kämmerei eingerichtet.

Während dies auf große Zustimmung bei den Ortspolitikern stieß, entbrannte eine Kontroverse rund um das geplante Remscheider Ausbildungs- und Trainingszentrum (RATz), das in Honsberg eingerichtet werden soll. Dies ist aus Sicht von OB Burkhard Mast-Weisz (SPD) unbedingt nötig, um junge Menschen für einen Beruf bei der Verwaltung zu gewinnen. Er erinnerte an den demografischen Wandel. Zahlreiche Mitarbeiter werden mittelfristig das Rathaus verlassen, weil sie das Pensionsalter erreicht haben. „Und wenn wir jetzt nicht handeln, werden Sie uns das in drei Jahren vorwerfen“, rief er den Ortspolitikern zu. Der OB bat daher kurzfristig um vier neue Mitarbeiter, die das Ausbildungszentrum 2024 an den Start bringen.

Dafür fand er eine bemerkenswert knappe Mehrheit. Denn es gab von diversen Seiten Kritik. „Wir haben doch noch nicht einmal über die Einrichtung des Zentrums beraten“, erklärte Waltraud Bodenstedt (WiR). Ähnlich äußerte sich Brigitte Neff-Wetzel (Linkspartei). „Wir sollen hier Stellen schaffen für etwas, das noch gar nicht beschlossen ist.“ Markus Kötter (CDU) monierte, dass schon seit Jahren das Nachwuchsproblem bei der Verwaltung bekannt sei. „Ganz klar, wir brauchen Auszubildende. Die Babyboomer gehen in Rente. Aber wir müssen doch die Frage diskutieren, wie wir denn Ausbildung organisieren sollen und welche Möglichkeit es dafür gibt.“

Frank vom Scheidt (Grüne) beschrieb seine grundsätzlichen Bedenken an den „unterjährigen Stellenbesetzungen“. Er verweis auf den gültigen Stellenplan, der im Zuge der Haushaltsberatungen alle zwei Jahre verabschiedet wird.

Dennoch: Der Antrag der Linkspartei, die Posten zunächst einmal nicht einzurichten, verfehlte die Mehrheit – wenngleich knapp. 27 Ratsmitglieder stimmten dagegen, 22 dafür, drei enthielten sich. OB Mast-Weisz versprach aber, die Stellen nur dann zu besetzen, wenn der Rat das neue Ausbildungszentrum beschließt.

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