Zusammenarbeit

Zähe Diskussion bei Wupperkonferenz

Quartiersmanager David Trusczynsk stellte den Teilnehmern den Entwurf für das Leitbild der Wupperkonferenz vor.
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Quartiersmanager David Trusczynsk stellte den Teilnehmern den Entwurf für das Leitbild der Wupperkonferenz vor.

Beim zweiten Treffen sollte das Gremium ein Sprecherteam benennen – das führte fast zum Abbruch.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Ein Zusammenschluss von Aktiven im Quartier der Wupperorte, das will die Wupperkonferenz sein: Ehrenamtler, Vereinsmitglieder, Bürger, Gewerbetreibende, Dienstleister – kurzum alle, die im Stadtteil wohnen und sich ihm verbunden fühlen, sollen sich hier wiederfinden, sich in regelmäßigen Abständen austauschen, vernetzen, zusammenarbeiten, um die Wupperorte mit Aktivitäten zu beleben, Mitwirkende zusammenzubringen und die Interessen der Wupperorte mit einer gemeinsamen Stimme nach außen zu tragen.

So hatten es die Teilnehmer der ersten Konferenz im vergangenen Monat, etwa 40 an der Zahl, bei einem Workshop erarbeitet. Aus allen Ideen fertigte David Truszczynski, Quartiersmanager der Wupperorte, einen Entwurf für ein gemeinsames Leitbild, den er jetzt den Anwesenden der zweiten Wupperkonferenz im Wülfingmuseum vorstellte.

Die Zeit für den Quartiersmanager endet bald

Der Entwurf stieß überwiegend auf Zustimmung. Außer wenigen Anmerkungen, etwa zur Länge des Leitbilds oder gar zu zusätzlichen Punkten wie etwa der Finanzierung eines solchen Zusammenschlusses, konnten sich alle 21 Anwesenden mit dem vorgefertigten Entwurf identifizieren. Doch früh am Abend zeichnete sich ab, dass sich die Teilnehmer zu verbissen in Detailfragen verhedderten, als das Projekt als Nachfolgegremium für den scheidenden Quartiersmanager zu begreifen. Zum Ende des Jahres läuft nämlich die Förderung für den Quartiersmanager aus, so dass die Wupperorte ihren bisherigen Koordinator und Wegbereiter in Person von David Truszczynski verlieren werden. Um die bereits angestoßenen Projekte und den gewonnenen Aufwind nicht ins Leere laufen zu lassen, soll künftig die Wupperkonferenz den begonnenen Weg des Quartiersmanagers fortsetzen.

Doch wie sich zeigte, wird es keine einfache Aufgabe sein, einem Gremium rein aus Ehrenamtlern die Verantwortung zu übertragen, deuteten einige der Anwesenden kritisch an, nachdem eine größere Diskussion über die Zusammensetzung eines Sprecherteams entbrannt war.

Der Quartiersmanager schlug im Vorfeld vor, ein Team aus drei Personen zu bilden, das sich um die Koordination und Organisation des Gremiums kümmern soll. Zu den nächsten Aufgaben würden beispielsweise gehören, die nächste Wupperkonferenz vorzubereiten, die Akteure einzuladen und im weiteren Schritt mit dem Quartiersmanager vor dessen Abschied eine Übergabe zu organisieren.

Die erste Diskussion entfachte darüber, ob in diesem Sprecherteam politisch aktive Akteure teilnehmen sollten oder nicht. Die einen sahen mögliche Interessenskonflikte, andere argumentierten dagegen, dass auch politische Akteure, Bürger und Bewohner der Wupperorte seien, und selbstverständlich die Möglichkeit bekommen sollten, im Sprecherteam mitzuwirken.

Truszczynski stellte klar, dass bereits aus dem Leitbild deutlich hervorgehe, dass Mitglieder der Wupperkonferenz keine persönlichen oder parteipolitischen Interessen verfolgen dürften.

Niemand wollte von Fritz Ullmann repräsentiert werden

Die zweite Diskussion und Verstimmung löste die Bereitschaft von Fritz Ullmann (Linkes Forum) aus, sich im Sprecherteam der Wupperkonferenz zu engagieren. Wie sich im weiteren Verlauf herauskristallisierte, wollte niemand der Teilnehmer von Ullmann repräsentiert werden, geschweige denn mit ihm im Sprecherteam zusammenarbeiten. Außer Armin Barg (UWG) meldeten sich im ersten Anlauf daher keine weiteren Interessenten für das Sprecherteam. Das Unterfangen drohte zu scheitern.

Nach langer Diskussion einigten sich die Anwesenden schließlich auf eine Wahl mit einfacher Mehrheit. Das Plenum stimmte ab, wen sie aus dem Pool der Freiwilligen als Sprecher haben wollte. Gewählt wurden Armin Barg und Rosemarie Kötter (SPD). Um das Verfahren zu beschleunigen, erklärte sich auch Jochen Pries vom Jugendzentrum „Life“ bereit, bei der Organisation zu unterstützen.

Wupperkonferenz

Ansprechpartner: Als direkter Ansprechpartner bei der Stadt steht der Wupperkonferenz künftig Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes und Projektleitung des Integrierten Handlungskonzepts für die Wupperorte, zur Verfügung.

Die nächsten Schritte: Die Wupperkonferenz möchte alle Termine und Veranstaltungen der Vereine und Institutionen vor Ort sammeln, die im Veranstaltungskalender der Stadt unter dem Stichwort Wupperorte zusammengefasst werden sollen. Außerdem geplant ist eine offensive Öffentlichkeitsarbeit, um weitere Mitstreiter für die Wupperkonferenz zu gewinnen und das Gremium bekannter zu machen.

Kontakt: Vorerst soll die Seite des Quartiersmanagers als Plattform für die Wupperkonferenz genutzt werden.

www.qm-wupperorte.de

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