Jubiläum

Wundervoll ausbalanciertes Konzert

Der Posaunenchor feierte sein Jubiläum an seiner wichtigsten Wirkungsstätte: der historischen Remlingrader Kirche.
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Der Posaunenchor feierte sein Jubiläum an seiner wichtigsten Wirkungsstätte: der historischen Remlingrader Kirche.

Posaunenchor Remlingrade feierte mit zahlreichen Zuhörern sein 70-jähriges Bestehen in der Dorfkirche.

Von Martin Scheibner

Radevormwald. „Gott gab uns Atem, damit wir ... Augen, Ohren, Hände, Füße damit wir ...“ – das war ein Leitfaden im Konzert des Remlingrader Posaunenchors in der Kirche zu Remlingrade. Die anderen beiden Fäden waren die Historie des Chores und dessen Selbstverständnis als evangelischer Posaunenchor.

Diese drei Fäden waren zu einem inhaltlichen Zopf geflochten, der sowohl das Konzert als Ganzes als auch den Posaunenchor durch die 70 Jahre seines Bestehens fest zusammenhielt und weiter hält.

Sanfte Abgrenzungzur typischen Kirchenmusik

In diesem Geflecht wurden weltliche Stücke wie das „Trompetenecho“, der „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ oder die „Ambosspolka“ zu Interpretationen des Titelliedes für die Gaben der Ohren, Füße und Hände. War „Rückblick“ als sanfte Abgrenzung von der gerne gespielten Volksmusik zur typischen Kirchenmusik gedacht, so bewirkte der Übergang von „Anker gelichtet“ zu „Ein neuer Anfang“ eher das Gegenteil.

Die eigens für den Remlingrader Posaunenchor arrangierten Poptitel „Atemlos“ und „Forrest Gump“ zeigten eine weitere Facette der stilistischen Offenheit (nicht nur) dieses Posaunenchores.

Am Ende wurden die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer mit dem irischen Reisesegen auf ihren Heimweg geschickt, während der Posaunenchor sich mit „Über den Wolken“ von allen verabschiedete.

In diesem stilistisch abwechslungsreichen Konzert war die Vielfältigkeit des Posaunenchores zu hören. In die warmen Klänge der Tenorhörner und Tuben wurde die Trompetenriege  wunderbar eingebettet, ohne dabei ihre eigene Strahlkraft zu verlieren.

Das Üben der vergangenenMonate hat sich gelohnt

Die Ensemblemitglieder folgten ihrer Dirigentin Ulrike Donner konzentriert durch alle Dynamik und Struktur der Musik. Einige Solopassagen (Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn) waren schlicht und selbstverständlich aus dem Chor heraus zu hören, während der übrige Klangkörper zur Begleitung in den Hintergrund trat.

Das Üben in den vergangenen Wochen und Monaten sowie die Probentage haben sich also gelohnt, für den Chor und auch die Zuhörer – die Lust an der Musik war für beide Seiten ein eindrückliches Erlebnis in dieser Kirche und in dieser Zeit.

Das Konzert moderierten Ulrike Donner und Linda Busch. Einige Damen aus der Gemeinde hatten für die Nachfeier ein schmackhaftes Buffet gezaubert, es gab dabei reichlich Gelegenheit zum Plaudern.

Eines muss noch erwähnt werden: die weitreichende Vernetzung der Bläserinnen und Bläser. Dies war sowohl an der Besetzung des Chores, zum Beispiel an der Vertretungstuba aus dem Landesjugendposaunenchor des Posaunenwerks der EKiR, als auch der Konzertbesucher, die mitnichten alle aus Radevormwald kamen, sowie den extra für diesen Chor arrangierten Noten ablesbar.

Andere Werke dieses Abends waren eine Gänsehaut erzeugende Erinnerung an die entsprechende Aufführung beim Deutschen Posaunentag 2016. Zur Erinnerung: Dort spielten die Remlingrader diese Stücke zusammen mit zirka 15.000 Blechbläsern am Elbufer in Dresden.

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