Önkfeld

Wird die große Seniorenfeier ein Infektionsherd?

So sah es 2019 beim Erntedankfest aus. Beim Seniorennachmittag zeigte der Nachwuchs den Bändertanz.
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So sah es 2019 beim Erntedankfest aus. Beim Seniorennachmittag zeigte der Nachwuchs den Bändertanz.

Im Vorfeld des Erntedankfestes in Önkfeld gibt es eine Diskussion im Seniorenbeirat.

Von Cristina Segovia Buendia

Der Pflegearbeitskreis äußert Bedenken zum geplanten Seniorennachmittag, der im Zuge des diesjährigen Erntedankfestes in Önkfeld und nach zweijähriger Zwangspause am Freitag, 30. September, stattfinden soll.

Der Zusammenschluss aus Radevormwalder Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie ambulanten Dienstleistern findet das offenkundig zu früh und befürchtet, dass sich die Senioren, sofern sich das Infektionsgeschehen im Herbst wie angekündigt erhöht, im Zelt das Virus einfangen könnten und es dann in den Einrichtungen zu Corona-Ausbrüchen kommt.

500 Besucher der vulnerablen Gruppe kommen zusammen

Die politischen Vertreter im Seniorenbeirat nahmen diese Bedenken bei ihrer jüngsten Sitzung sehr ernst, zeigten sich allerdings auch geteilter Meinung: Die einen haben Verständnis für die Bedenken, die anderen wiederum plädieren dafür, den Senioren nach zweijähriger Corona-Zwangspause unbedingt den Besuch dieses geselligen Nachmittags im Festzelt zu ermöglichen. Doch unter welchen Bedingungen ist eine solche Zusammenkunft von etwa 500 Besuchern der vulnerablen Gruppe vertretbar?

Die Stadt Radevormwald als Organisator des Seniorennachmittags hält derzeit an den Plänen fest und möchte seinen älteren Bürgern ab 75 Jahren, wie auch schon vor der Corona-Pandemie üblich, einen gemeinsamen und geselligen Nachmittag bereiten, machte Sozialamtsleiter Volker Grossmann in der Sitzung deutlich. Eine allgemeine Testpflicht könne, sofern es keine entsprechenden Erlasse gebe, nicht ausgerufen werden. „Wir werden uns bei der Durchführung aber natürlich an die dann geltenden Regeln halten“, stellte Grossmann klar.

Für den Pflegearbeitskreis kommt das Fest zu früh

Die Helfer des Seniorennachmittags, für gewöhnlich Schüler der hiesigen Bildungseinrichtungen, die in den kommenden Wochen angeworben werden sollen, müssten sich allerdings dann einer Testung unterziehen, kündigte der Sozialamtsleiter an.

Den Mitgliedern des Pflegearbeitskreises wären kleinere Feierlichkeiten in den Bezugsgruppen lieber, um im Falle einer Infektion einen kompletten Ausbruch in einer Einrichtung vorbeugen zu können. Für einen großen Seniorennachmittag im Festzelt mit gut 500 Besuchern, sei es – mit Blick auf den bevorstehenden Herbst und die Ankündigung von steigenden Corona-Fällen – ihrer Meinung nach einfach noch zu früh.

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