Wertvolle Begegnungen an der „Kaffeekarre“

Florian Reinecke (r.) von der Martini-Gemeinde steht mit seiner Kaffeekarre auf dem Wochenmarkt – hier im Gespräch mit Ulrike Kollodzey, Robert Kafille und Martin Kollodzey (l.). Foto: Jürgen Moll
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Florian Reinecke (r.) von der Martini-Gemeinde steht mit seiner Kaffeekarre auf dem Wochenmarkt – hier im Gespräch mit Ulrike Kollodzey, Robert Kafille und Martin Kollodzey (l.).

Angebot von Pastor Florian Reinecke auf dem Wochenmarkt

Von Flora Treiber

RADEVORMWALD Mit der „Martini Kaffeekarre“ scheint Pastor Florian Reinecke den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Kurz nachdem er sein schwarzes Fahrrad mit fahrbarer Kaffeebar auf dem Marktplatz in der Sonne abgestellt hat, kommen Menschen auf ihn zu und gesellen sich zu ihm. Die Idee zu dem mobilen diakonischen Angebot ist bereits vor der Pandemie entstanden, aber Premiere feierte die Kaffeekarre erst in diesem Jahr.

„Während der Pandemie ist die Idee dann weiter ausgereift, und wir haben die Kaffeekarre bemalen lassen und Kaffeebecher entworfen. Jetzt können sich Menschen endlich wieder treffen und gemeinsam Zeit verbringen“, sagt der Pastor der Martini-Gemeinde. „Ich bin ein von Gott geliebter Mensch“ steht auf den Bechern, aus denen dampfender Tee oder Kaffee getrunken wird.

Das Angebot hat sich in Rade herumgesprochen

Florian Reinecke will mit seinem Angebot einen Anlaufpunkt für Menschen schaffen, um mit ihm und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Wir müssen als Gemeinde auf die Menschen zugehen, sonst bleiben unsere Kirchen irgendwann leer“, sagt er.

Das lockere Angebot, das meistens mittwochs auf dem Wochenmarkt stattfindet, hat sich in Radevormwald herumgesprochen. Angenommen wird es nicht nur von Gemeindegliedern der Martini-Gemeinde, sondern auch von Bürgern, die sich über die Idee und einen Kaffee bei einem Plausch freuen.

„Ich verschenke nicht nur Kaffee, sondern auch meine Zeit. Ich will auf die Menschen zugehen, schnacken oder mir ihre Sorgen anhören.“ Reinecke trifft mit dieser Einstellung auf junge Familien, auf Senioren, die sich über Abwechslung und ein freundliches „Hallo“ freuen und auf Gemeindeglieder, denen er vor Ort zum Geburtstag gratuliert. Um die Kaffeekarre entstehen Gespräche. Es wird gelacht, diskutiert und gesprochen.

Für das Leben auf dem Radevormwalder Wochenmarkt ist das Angebot von Florian Reinecke eine Bereicherung. Der Wochenmarkt ist nicht nur zum Einkaufen da, sondern auch für zwischenmenschliche Begegnungen im Herzen der Kleinstadt. Regelmäßige Termine gibt es für die „Martini Kaffeekarre“ nicht, aber Florian Reinecke kommt immer dann auf den Wochenmarkt, wenn er die Zeit findet.

Zum Beispiel steht bereits der nächste Termin für den mobilen Kaffeeklatsch fest. Am 13. April wird Florian Reinecke ab 10 Uhr wieder auf dem Marktplatz stehen. Bürger, die den Pastor noch nicht kennen, können dem Duft des Kaffees folgen. Und wer das Projekt unterstützen möchte, kann das mit einer Spende vor Ort tun.

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