Schulwechsel

Weiterführende Schulen kooperieren sehr eng

In Radevormwald arbeiten die weiterführenden Schulen, Sekundarschule und Gymnasium, eng zusammen. Das freut (v.l.) Johannes Mans, Sandra Pahl, Anja Kliesch und Matthias Fischbach-Städing. Foto: Stadt Radevormwald
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In Radevormwald arbeiten die weiterführenden Schulen, Sekundarschule und Gymnasium, eng zusammen. Das freut (v.l.) Johannes Mans, Sandra Pahl, Anja Kliesch und Matthias Fischbach-Städing.

Für einen möglichst reibungslosen Übergang von der Sekundarschule zum Theodor-Heuss-Gymnasium.

Von Markus Schumacher

Radevormwald. Die beiden weiterführenden Schulen an der Hermannstraße kooperieren weiterhin sehr eng. Und bis zu 30 Sekundarschüler der Stufe 10 stehen aktuelle vor dem Übergang zum Theodor-Heuss-Gymnasium (THG).

Die letzten Arbeiten des ersten Schulhalbjahres sind benotet, die Zeugnisse zum Teil schon geschrieben, am kommenden Freitag werden sie verteilt. „Von 107 Schülern werden nach jetzigem Stand 73 den Realschulabschluss schaffen, davon erhalten zwischen 33 und 36 sogar die Qualifikation für den Übergang zum Gymnasium“, sagt Sandra Pahl, Schulleiterin der Radevormwalder Sekundarschule. Nach dem Start 2017 können Schüler jetzt erstmals an der neuen Schulform ihren Zehnerabschluss schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die Kooperation der vergangenen Jahre hat sich bewährt.

Sandra Pahl, Leiterin der Sekundarschule

Etwa 40 Sekundarschüler hatten zuletzt den Unterricht im Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) besucht, etwa 30 konkret den Probeunterricht. THG-Schulleiter Matthias Fischbach-Städing rechnet daher mit bis zu 30 Zugängen im Sommer in die neue Oberstufe.

„Die Kooperation der vergangenen Jahre hat sich bewährt“, sagen die beiden Schulleiter. 2021 hatten von der damaligen Realschule auch mehr als 20 Schüler den Sprung in die THG-Oberstufe geschafft. Für die, die in die gymnasiale Oberstufe einsteigen wollen, gibt es im zweiten Halbjahr Erweiterungsunterricht in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch am Gymnasium. „Das hat sich bewährt und wird besonders in Mathe und Englisch sehr gut angenommen“, sagt Fischbach-Städing.

Die Bedeutung der Verbindung am Schulzentrum hob noch einmal Bürgermeister Johannes Mans hervor. „Bei der Einrichtung der Sekundarschule hatten wir das Ziel ausgegeben, dass den Radevormwalder Schülern weiterhin alle allgemeinbildenden Abschlüsse angeboten werden sollten. Es sei ausdrücklicher Wunsch von Politik und Stadtverwaltung gewesen, dass beide Schulen sehr eng und vertrauensvoll kooperieren. Eine für alle Schulen einheitliche digitale Ausstattung sei dabei eine Hilfe des Schulträgers, sagen Jürgen Funke und Britta Knorz vom Schulamt. Als Erfolg sieht Johannes Mans in diesem Zusammenhang auch die Nominierung als Bündelungsgymnasium für den oberbergischen Norden im Schuljahr 2023/24.

Mitte des Monats stellen sich die Grundschüler vor

Mitte Februar werden sich die Grundschüler der Stadt an den beiden weiterführenden Schulen vorstellen, vom 14. bis zum 16. Februar an der Sekundarschule und vom 21. bis 23. Februar am THG. Einig sind sich die beiden Schulleiter zusammen mit Stufenkoordinatorin Anja Kliesch, dass die Eltern noch mehr auf die Empfehlungen der Grundschullehrer achten sollen.

„Diese kennen die Kinder meistens vier Jahre und haben aufgrund der langjährigen Erfahrung ein gutes Gespür, welche Schule die zukünftigen Fünftklässler besuchen sollten“, sagen Sandra Pahl und Matthias Fischbach-Städing einhellig.

Beide betonen, dass für die Kinder mit dem Besuch der Sekundarschule der Weg zum Gymnasium weiter geöffnet sei. Ermöglicht werde dies eben auch durch eine intensive Kooperation zwischen den beiden Schulen.

Das sei auch das Ziel der engen Verbindung gewesen, sagt der Bürgermeister. „Es gibt immer wieder Übergänge von uns zum THG“, sagt Sandra Pahl, zuletzt hat dies eine Siebtklässlerin geschafft. Für die, die vom THG zur Sekundarschule wechseln (müssen), sei der Weg ungleich schwerer, weil darunter oft die Lernmotivation leide.

Hintergrund

Bei der Notenvergabe an der Sekundarschule in Verbindung mit Corona haben die Lehrer ebenfalls neue Erfahrungen gemacht: Manchmal hätten Schüler, die im Distanzunterricht durch die Unterstützung der Eltern plötzlich bessere Noten erzielen würden, nach einem Wechsel in den Erweiterungsunterricht wieder Rückfälle erlitten, berichtet Anja Kliesch.

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