Gemeindeversammlung

„Weitere Fusion soll es nicht geben“

In der Kirche in Remlingrade fand am Sonntag die Gemeindeversammlung statt.
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In der Kirche in Remlingrade fand am Sonntag die Gemeindeversammlung statt.

Kirchengemeinde Remlingrade-Dahlerau berät nach Differenzen über ihre Zukunft.

Von Stefan Gilsbach

Radevormwald. Wie geht es weiter mit der Evangelischen Kirchengemeinde Remlingrade-Dahlerau? Diese Frage war nun Thema bei einer Gemeindeversammlung, die nach dem Gottesdienst in der Dorfkirche Remlingrade stattfand.

Pfarrer Albrecht Keller wechselt mit dem 1. August zur Evangelischen Kirchengemeinde Dhünn-Dabringhausen, seiner früheren Wirkungsstätte. Ein Grund: Es gibt in den Wupperorten keine dauerhafte Perspektive für eine Vollzeitstelle als Pfarrer oder Pfarrerin. Die Kirchengemeinde finanziert eine halbe Stelle, die andere Hälfte wird derzeit getragen von der Pastoratshofstiftung.

Doch auch andere Gründe spielen eine Rolle für den Wechsel des Geistlichen. Auf der Internetseite des Kirchengemeinde Remlingrade-Dahlerau erklärt das Presbyterium Stellung, „dass es in der Zusammenarbeit zwischen dem Presbyterium und Pfarrer Keller schon seit längerer Zeit zu Konflikten gekommen ist“. Auch ein längerer Beratungs- und Unterstützungsprozess mit externer Hilfe sei  ohne Erfolg geblieben. Der Seelsorger und das Gemeindegremium seien beide zu dem Schluss gekommen, „dass eine gedeihliche Zusammenarbeit nicht mehr möglich“ sei.

Am 26. Juni wird Pfarrer Albrecht Keller verabschiedet

Torsten Kleinschmidt, Vorsitzender des Presbyteriums, erklärt, es habe Differenzen gegeben, „aber wir gehen vernünftig auseinander, wir sind uns nicht spinnefeind.“ Am Sonntag, 26. Juni, um 10 Uhr wird Pfarrer Albrecht Keller in der Kirche in Keilbeck verabschiedet. Auch Superintendentin Antje Menn wird teilnehmen. Sie habe der Kirchengemeinde versprochen, dass auch nach dem Wechsel eine seelsorgerliche Betreuung gesichert sein soll, so das Presbyterium. „Aus diesem Grund haben wir im Moment keinen Zeitdruck und können in Ruhe darüber reden, wie sich die Gemeinde langfristig entwickelt“, sagt Torsten Kleinschmidt. Vertretungspfarrer Jürgen Berghaus, gebürtig aus Radevormwald, übernehme für die nächste Zeit die halbe Pfarrstelle.

Dass es eine weitere Fusion mit einer anderen Kirchengemeinde geben wird, schließt Kleinschmidt aus. „Wir haben ja gerade erst die Gemeinden Remlingrade und Dahlerau zusammengeführt.“ Und wegen der Schwierigkeiten in der Corona-Pandemie sei das Zusammenwachsen der beiden Kirchsprengel noch nicht abgeschlossen. Der scheidende Pfarrer sieht die Gemeinde vor großen Herausforderungen. „Die Perspektive ist schwierig, bei den Mitgliedern, bei den Finanzen und beim Miteinander zum Wohle der Gemeinde“, sagt Albrecht Keller.

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