Marktplatz

Weihnachtsmarkt knüpft an alte Zeiten an

Silvia Lutz (r.), Leiterin des Awo-Kindergartens Lore Agnes, bot mit den Kita-Eltern selbst gemachten Apfelpunsch, Bratapfelgelee und Kartoffelsuppe an.
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Silvia Lutz (r.), Leiterin des Awo-Kindergartens Lore Agnes, bot mit den Kita-Eltern selbst gemachten Apfelpunsch, Bratapfelgelee und Kartoffelsuppe an.

Rund 30 Vereine, Kitas, Institutionen und Händler sorgten am Wochenende für zufriedene Gesichter in der Innenstadt.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Die Klänge der „Fröhlichen Weihnacht“ wehten am frühen Samstagnachmittag über die geschmückten Hütten auf dem Marktplatz hinweg. Der Radevormwalder Weihnachtsmarkt war zurück. Der Frauenchor Melodienreigen sorgte mit einem weihnachtlichem Repertoire für die festliche Stimmung. Von Freitag bis Sonntag fand der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt statt – und das Wetter spielte auch mit. Zur Eröffnung schaute der Nikolaus vorbei und verteilte Süßes an die Kinder. Es war ein Weihnachtsmarkt wie in der Vor-Coronazeit.

Mit dabei waren die Kameraden der Feuerwehreinheit Herbeck. „2021 haben wir mit der Teilnahme noch pausiert“, sagte Maximilian Schmidt. „Es war noch die Hoch-Zeit der Pandemie und der Maßnahmen. Als Feuerwehr wollten wir kein Risiko eingehen. Wir müssen im Notfall einsatzbereit sein.“ Jetzt gab es am Stand wieder Glühwein, Kakao und „Heißen Hugo“. „Wir haben es vermisst, die Rader zu treffen und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen“, sagte Schmidt.

Bei Monika Georgi und Petra Köber am Stand leuchteten viele Sterne in verschiedenen Farben. „Beleuchtete Sterne sind gerade sehr beliebt“, berichteten sie. Auch die weihnachtlichen Gestecke und andere festliche Dekoware waren an ihrer Hütte gefragt – und „Monikas Eierlikör“. Große und kleine Flaschen hatte Monika Georgi in diesem Jahr wieder mitgebracht. „Kaum war eröffnet, waren die ersten Flaschen schon verkauft“, berichtete sie.

Am Stand der SC 08-Kicker gibt es „Hitzkopf-Glühwein“

An anderen Ständen des Marktes lockten Strickwaren, Marmeladen, Holzwaren und Bastelarbeiten. Die Karnevalisten der Rua Kapaaf, der Rader Schützenverein und der Hegering waren unter anderem dabei. Was der Markt bot, war „ein richtig schöner Mix“ fanden zwei Besucherinnen, die am Samstag die Innenstadt besuchten. Nach zwei Jahren waren sie erstmals wieder auf den Weihnachtsmarkt gekommen. „Wir haben die Atmosphäre vermisst“, sagten sie.

Auch der Nikolaus schaute vorbei, verteilte Süßes und sorgte für leuchtende Kinderaugen.

Ein ganz besonderen Gebräu, den „Hitzkopf-Glühwein“, boten die Kicker des SC 08 Radevormwald an ihrem Stand an. „Es ist ein Fruchtbeeren-Glühwein und hat bei uns am Stand Tradition“, verriet Joel Schneider. Am Samstag hatte auch die Kinder-Backbude des Elterninitiativ-Kindergartens Springel geöffnet. Hier gab es leckere Waffeln aus Kinderhand. Sina (3) und ihr Bruder Till (7), ein ehemaliges „Springelkind“ wie auch Leni (5), waren mit großem Spaß dabei. Löffel für Löffel wurden, mit ein bisschen Hilfe von Erwachsenen, die Waffeleisen gefüllt.

Gleich zwei Buden gab es vom Theodor-Heuss-Gymnasium. Während die Abiturienten und Abiturientinnen der Stufe 12 Glühwein am Schlossmacherplatz im Angebot hatten, gab es ein Stück weiter die Kaiserstraße rauf bei den Schülern und Schülerinnen der Stufe 11 alkoholfreien Punsch und Crêpes. Eines war ihnen gemein: Sie sammelten Geld für ihre Abschlussfeiern.

In der Kinderhütte des Elterninitiativ-Kindergartens Springel sorgten Till (7), Sina (3) und Leni (5, v. l.) mit ein bisschen Unterstützung für leckere Waffeln.

Ein Stück weiter stand Silvia Lutz, Leiterin des Awo-Kindergartens Lore Agnes, mit Eltern in der Weihnachtshütte und verkaufte Apfelpunsch und Bratapfelgelee. „Alles selbst gemacht. Wir haben auf dem Kita-Grundstück Apfelbäume“, berichtete sie. Außerdem gab es hier Kartoffelsuppe. Und Lose. Die waren bei Groß und Klein gefragt. „Rader Einzelhändler haben uns Preise gestiftet“, so Silvia Lutz. Der Erlös kommt dem Förderverein zugute und wird gespart, um etwas Schönes für den Kindergarten anzuschaffen.

Rund 30 Vereine, Kitas, Institutionen und Händler bestückten den Markt. „Es kamen so schnell die Anmeldungen zusammen“, erklärte Kirsten Hackländer, bei der Stadt für die Veranstaltung zuständig. „Ich freue mich, dass die Resonanz so groß ist und dass der Markt wieder Besucher in die Stadt lockt.“

Hintergrund

Zum diesjährigen Weihnachtsmarkt gab es einen verkaufsoffenen Sonntag in der gesamten Radevormwalder Innenstadt, Die Gewerkschaft Verdi hatte zugestimmt. Das war nicht immer so: 2018 hatte Verdi kurzfristig Einspruch erhoben. Daraufhin war der Einzugsbereich verkleinert worden, manch Einzelhändler musste sogar geschlossen halten.

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