Advent

Weihnachtsmarkt beschert etwas Normalität

Liane und Kai Podack freuen sich über ihren Eierlikör mit Sahnehäubchen, kredenzt von Barthel Mertens (l.).
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Liane und Kai Podack freuen sich über ihren Eierlikör mit Sahnehäubchen, kredenzt von Barthel Mertens (l.).

Viele Standbetreiber hatten sich aufgemacht, um ihre Ware in der Innenstadt zu verkaufen.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Aus den Boxen klang Weihnachtsmusik auf dem Marktplatz, beleuchtete Buden lockten in die Innenstadt. Der Weihnachtsmarkt war in Radevormwald nach einem Jahr coronabedingter Pause zurückgekehrt.

Mit dabei war auch Barthel Mertens und verkaufte selbst gemachte Liköre. Probieren jederzeit möglich. Liane und Kai Podack nutzten das Angebot – und freuten sich, dass es wieder die Möglichkeit gab, an festlich geschmückten Buden entlangzulaufen.

„Ich bin froh, dass die Stadt den Weihnachtsmarkt möglich gemacht hat“, sagte Barthel Mertens. Seit 15 Jahren gibt es den Stand vom „Hof Mertens“ bereits. Der Kaffeesahnelikör, der Eierlikör „Goldene Henne“ und der Klassiker „Bratapfellikör“ fanden auch 2021 großen Absatz. Im letzten Jahr habe er es vermisst, hier zu stehen, gestand sich Mertens ein – und er bekam von vielen Besuchern und Besucherinnen das Feedback, dass ihnen der Markt ebenso gefehlt hat.

„Die Leute kommen. Sie freuen sich, dass wir wieder da sind“, erzählten auch Petra Köber und Monika Georgi. Auch sie sind seit Jahren mit ihrer Weihnachtshütte dabei. Beleuchtete Weihnachtssterne, Liköre und allerlei weitere schöne Geschenkideen zogen Jung und Alt an ihren Stand.

Am Stand der Karnevalsgesellschaft Rua Kapaaf war der Backfisch bereits am Samstagnachmittag ausverkauft. „Ein reißender Absatz“, kommentierte Senatspräsident Thomas Lorenz. Doch es gab noch Alternativen: Pommes, Erbsensuppe und Bratwurst.

Bändchen-Lösung wird gut angenommen

Die „Bändchen-Lösung“ für den Besuch des Weihnachtsmarktes habe gut funktioniert – nur vereinzelt musste auf die 2G-Regel, die für den Besuch an den Buden vorgeschrieben war, hingewiesen werden, erzählte er. Die Stadt hatte im ehemaligen Geschäft „Wäschekorb“ am Marktplatz eine Ausgabestelle für Bändchen mit der Aufschrift „Weihnachtsmarkt 2021“ eingerichtet. Jeder Besucher, der den Impfnachweis und den Personalausweis vorzeigte, bekam ein Bändchen ans Handgelenk. Damit konnten alle Buden dann ohne weiteren Nachweis besucht werden.

Petra Köber und Monika Georgi (v.l.) bekamen Unterstützung von Marlies Garweg.

Das erste Mal mit dabei war Jana Beyrau mit individuellen festlich gestalteten Dekorationen. Mit Marnie Schnöwitz, die handgemachte Baby- und Kinderaccessoires dabei hatte, hatte sie einen gemeinsamen Stand.

„Wir verkaufen sonst über digitale Plattformen“, sagte Jana Beyrau. Bis Samstagmittag sei die Resonanz noch nicht so groß gewesen. Doch die meisten Besucher kamen auch erst gegen Abend. Ein Stück weiter verkauften Conny Berghaus und ihre Schwester Michaela Thiel handwerkliche Geschenkideen, auch der Förderverein des Kindergartens Springel war mit dabei, bot alkoholfreien Punch, Plätzchen und vieles mehr an.

Glühwein, Kinderpunsch und Waffeln gab es am Stand der Abiturienten des Theodor-Heuss-Gymnasiums. „Wir sind froh, dass wir hier stehen dürfen“, erklärten Carlotta Hocker, Robin Arland und Yannik Sinner. Im Sommer, so hoffen sie, werden sie ihren Abi-Ball feiern können. „Doch durch die Coronalage haben wir bisher nur wenige Möglichkeiten gehabt, dafür Geld zu sammeln.“ Die ganze Jahrgangsstufe machte mit – im Schichtdienst. „Und einige bereiten den Waffelteig zu Hause vor“, erzählte Carlotta Hocker.

Die Buden standen coronabedingt weit auseinander, bespielt wurde die Fläche Marktplatz, Kaiserstraße bis zum Schlossmacherplatz. Neben der 2G-Regel wurde so der Abstand gehalten. Doch auch wenn die Gemütlichkeit der Rader ideell geprägten Budenstadt auf dem sonst eng gestellten Marktplatz ein wenig fehlte: Es war schön, den weihnachtliches Flair in der Stadt wieder zu spüren. Da waren sich Beschicker und Besucher einig.

Hintergrund

Auf dem Weihnachtsmarkt galt die „2G“-Regel. Kontrolliert wurde das durch Ordnungsamt und einem Security-Team.

Es gibt auch Absagen von weihnachtlichen Events in der Bergstadt. So findet das Winterkonzert des Feuerwehrorchesters am 18. Dezember im Bürgerhaus nicht statt. Auch das Weihnachtssingen auf dem Marktplatz am Heiligen Abend wurde abgesagt.

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