Pläne

Was die Werbegemeinschaft anpacken will

Armin Werker ist Vorsitzender der Werbegemeinschaft.
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Armin Werker ist Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Armin Werker, neuer Vorsitzender der Einzelhändler, erläutert die Pläne.

Von Stefan Gilsbach

Das Geschäft, das Armin Werker mit Ehefrau Conny betreibt, liegt an der oberen Kaiserstraße, nahe der Stelle, wo diese sich mit Graben-, Telegrafen- und Hohenfuhrstraße trifft. 2020, auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie und zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes, sollte die obere Kaiserstraße saniert werden. Das hätte bedeutet: die Straße größtenteils dicht, kaum Parkmöglichkeiten. Die vom Lockdown gebeutelten Einzelhändler protestierten, es war nicht zuletzt Armin Werker, der das Thema in die öffentliche Diskussion brachte und die Verwaltung hart kritisierte. Am Ende fand sich in Abstimmung mit Verwaltung und Baufirma eine Lösung, mit der alle Beteiligten leben konnten.

Wäre das Vorhaben damals so umgesetzt worden wie ursprünglich geplant, manche Geschäfte an der Straße hätten schließen müssen, davon ist Armin Werker noch immer überzeugt. Sein Engagement für die Interessen von Händlern und Dienstleistern setzt er nun fort, als neuer Vorsitzender der Werbegemeinschaft Radevormwald. Bei der jüngsten Jahresversammlung wurde er zum Nachfolger von Optiker Marcus Strunk gewählt.

Werker ist zuversichtlich: „Das Frühjahr war für die Händler gut. Obwohl es zuletzt etwas ruhiger geworden ist.“ Nach den Lockdowns erhole sich die Geschäftswelt in Rade allmählich wieder. „Soweit ich weiß, musste kein Betrieb wegen Corona aufgeben“, sagt er. Beim Stadtfest habe sich gezeigt, wie sehr sich die Menschen nach den ganzen Einschränkungen auf solche Veranstaltungen freuten.

Werker betont, dass er als Vorsitzender kein Einzelkämpfer ist, sondern Teil eines Teams. Wichtige Vorhaben würden in Arbeitsgruppen vorbereitet.

„Was wir zum Beispiel angehen wollen, ist die Geschichte mit Verdi“, sagt er. Die Gewerkschaft hatte in den vergangenen Jahren mehrmals vor Großveranstaltungen interveniert, wenn verkaufsoffene Sonntage geplant waren. Das hatte unter anderem Einfluss auf den Weihnachtsmarkt. Werbegemeinschaft und Stadt sind seither mit Verdi regelmäßig im Austausch, um Irritationen frühzeitig zu vermeiden.

„Es geht nun bereits um die Veranstaltungen im November und Dezember, also Martins- und Weihnachtsmarkt“, erläutert Werker, der sich wenig wundert, dass die Gewerkschaft hier eine so harte Linie fährt – auch in der Pandemie. „Bei uns stehen doch viele Inhaber selber hinter der Verkaufstheke.“ Großveranstaltungen dieser Art seien auch wichtig für die Geschäfte, um Kunden aus dem Umland zu akquirieren. „Manche Leute besuchen die Märkte, sie sehen, dass es hier interessante Läden gibt, und kommen wieder.“

Aus diesem Grund bedauert der Geschäftsmann auch das Scheitern des DOC in Lennep. „Ich denke, die meisten Betriebe in Radevormwald sehen das auch so“, meint er. Rade hätte letztlich nur profitieren können, eine Gefahr durch Konkurrenz im Nachbarort sei unwahrscheinlich gewesen.

Ein weiteres Vorhaben, das Armin Werker und seine Mitstreiter angehen wollen: Die Online-Aktivitäten sollen ausgeweitet werden. „Mit Kai Becker und Jan Ritzmann haben wir zwei Mitglieder, die sich bei diesem Thema gut auskennen.“ Ein weiterer Punkt auf der Agenda: „Wir sollten verstärkt auf die neuen Ladeninhaber zugehen.“ Fürs kommende Jahr sei die Neuauflage des Rader Schaufensters angedacht, stattfinden soll es in der Gemeinschaftsgrundschule Stadt. Auch diese Veranstaltung musste wegen der Pandemie ausfallen.

Als Vorsitzender der Werbegemeinschaft obliegt es Armin Werker und den Vorstandsmitgliedern auch, mit der Stadt, dem Citymanagement und anderen lokalen Akteuren ein Netzwerk zu pflegen. Die Zusammenarbeit mit dem Citymanagement sei gut, betont der Vorsitzende. Viel Lob hat er auch für die neue Wirtschaftsförderin Marie Steinhauer. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung laufe generell erfreulich.

Verglichen mit anderen Städten in dieser Größe weise Radevormwald noch eine gute Händlerdichte und einen vielseitigen Branchen-Mix auf, meint Werker. Ob noch eine Branche fehlt? „Beispielsweise ein Anbieter für Bekleidung, vor allem für Herren – für die ,Grundausstattung‘.“ Die Damen-Mode sei mit Fachgeschäften gut etabliert.

Vorstand

Neben Armin Werker als Vorsitzenden gehörten zum Vorstand auch folgende Personen: Jörg Becker (Sparkasse Radevormwald / Stadtsportverband), Kai Becker (Agentur B-2), Elisabeth Harhaus (Das Stoffkränzchen), Bruno Hofmann (RGA), Jan Ritzmann (Winterrabe media), Katja Schöpfl (Ausgewogen-Unverpackt), Folko Sensen (Korkenzieher), Tanja Sonnenschein (Malerbetrieb Lars Sonnenschein), Marcus Strunk (Optik Strunk). Die Webseite rade-lebt.de wurde inzwischen auch aufgefrischt.

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