WAHLPRÜFSTEINE Ideen für die Brede, Keilbeck, Dahlerau und Dahlhausen

Ist und bleibt eines der Sorgenthemen an der Wupper: Der Wuppermarkt. Wie die Parteien die Wupperorte stärken wollen, hat der RGA erfragt.
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Ist und bleibt eines der Sorgenthemen an der Wupper: Der Wuppermarkt. Wie die Parteien die Wupperorte stärken wollen, hat der RGA erfragt.

Der RGA hat Radevormwalder Zukunftsfragen gestellt. So antworten die Ratsfraktionen. Der RGA will wissen: Wie können die Wupperorte gestärkt werden? So antworten die Fraktionschefs:

Christian Viebach (CDU): Die bestehende Infrastruktur, wie z.B. Kindergarten, Schule, Jugendräume oder Wuppermarkt, muss gestärkt und ausgebaut werden.

Dietmar Stark (SPD): Es gibt bereits mehrere Initiativen der SPD, die Wupperorte zu stärken. Neben der größtmöglichen Auslegung der mit dem Einzelhandelskonzept gesetzten Nutzungsgrenzen muss gezielt vor allem nach Handelsgeschäften für den Wuppermarkt gesucht werden. Die wichtige jugendfürsorgerische Betreuung im Jugendzentrum "Life" darf nicht reduziert werden; die Grundschule Wupper darf wegen ihrer kleinen Klassen keinesfalls infrage gestellt werden. Den Hauseigentümern muss aufgezeigt werden, welche Chancen sich für sie bieten, wenn sie ihre sanierungsbedürftigen, aber wunderschönen Altbauwohnungen in zeitgemäße Wohneinheiten umwandeln. Der Wohnungsmarkt an der Wupper hat wegen des grünen Wohnumfeldes mit zahlreichen Erholungsmöglichkeiten und geplanter Großmaßnahmen in Nachbarstädten (z.B. zahlreiche neue Mitarbeiter im DOC Lennep) große Entwicklungschancen. Die Sanierungsmaßnahme "Textilstadt Wülfing" muss erfolgreich zu Ende geführt werden, damit die multifunktionale Nutzung der Flächen für Gewerbe, heimische Industriegeschichte und kulturelle Events umgesetzt werden kann.

Annette Pizzato (FDP): Die FDP ist offen für die Ideen der Bewohner der Wupperorte und möchte auch deren Eigeninitiativen begleiten. Das Motto lautet "Gemeinsam mit den Bürgern" - wir sind FDP und nicht "wir sagen euch wies geht".

Bernd-Eric Hoffmann (UWG): Wir müssen die Wupperorte intensiv unterstützen. Auch das ist Stadtentwicklung! Dazu könnte auch die Gründung einer Genossenschaft für den Wuppermarkt gehören (guter Vorschlag der FDP) wie auch die weitere Unterstützung der Grundschule Wupper. Dazu muss auch die Wirtschaftsförderung für die Wupperortschaften aktiv werden. Investoren müssen für die Leerstände (Ladenlokale wie sonstige Gewerbeflächen) gefunden werden. Auch hier muss kreativ gedacht werden. Ein Beispiel könnte auch die Übernahme des Wuppermarktes durch die WFG / Stadt sein.

Rolf Ebbinghaus (AL): Der Wuppermarkt muss gestärkt werden. Er darf nicht weiter als lästige Konkurrenz zur Innenstadt gesehen werden. Er stellt vielmehr eine notwendige Ergänzung dar, die das Wohnen auch in "Randgebieten" attraktiv macht. Der Ausbau einer zukunftsfähigen Infrastruktur (schnelles Internet) muss als umfassende Aufgabe gesehen werden. Niemand darf von dieser Technik ausgeschlossen werden. Mit den Wohnungsträgern muss ein Konzept zur Verbesserung des Wohnumfeldes erarbeitet werden.

Fritz Ullmann (Linkes Forum): In den letzten Jahren hat die Stadt die Entwicklung des Standorts Wupperorte durch ein restriktives Konzept bewusst gehemmt - damit wurde die schlechte Entwicklung seit dem Zusammenbruch der Textil-Industrie in den 80ern quasi zementiert. Was jetzt zu tun bleibt, ist, den Handel zu fördern und möglichst auch sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze an die Wupper zu holen. Nach der Verbesserung des Internets kann man die Wupperorte insbesondere für kleinere Arbeitgeber interessant machen, hier sind auch die Büromieten bezahlbar. Die Stadt muss die Wupperorte aber auch gezielt in diesem Sinne bewerben, und zwar überregional 400-Euroobs bringen auch uns als Stadt nicht weiter.

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