Ehrung

Vivien Wetzel ist neue Erntekönigin

Knifflig: Vivien Wetzel musste Gegenstände sicher an einem Zaun entlang führen.
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Knifflig: Vivien Wetzel musste Gegenstände sicher an einem Zaun entlang führen.

In Önkfeld ging es um den Kampf um die Krone.

Von Cristina Segovia-Buendía

Die Vorfreude auf den ersten Abend im Festzelt ist enorm: endlich wieder Erntedankfest im Dorf. Die Besucher strömen am Freitagabend aus allen Himmelsrichtungen auf den Festplatz, sichern sich früh einen Platz vor der Bühne und sind bestens aufgelegt. Freunde und Nachbarn herzen und umarmen sich wie schon lange nicht mehr. Kurz nach 20 Uhr beginnt das Programm: Im Mittelpunkt des Festakts steht der Kampf um die Krone. Nach insgesamt drei Jahren auf Stand-by soll Mona Osenberg als Erntekönigin abgelöst werden. Das Interesse unter den Damen des Dorfes ist so groß wie lange nicht mehr, bemerkt Wilfried Fischer auf der Bühne. 18 Kandidatinnen wollen sich den Herausforderungen stellen.

Um Erntekönigin in Önkfeld zu werden, zählt nicht die perfekte Figur oder das strahlendste Lächeln. Die Regentin muss Können und Wissen unter Beweis stellen, wobei Zufall und Glück beim ersten der vier Spiele über das Weiterkommen entscheiden. „Frisch geerntet“ nennt sich die erste Herausforderung, bei der sich die Frauen nacheinander Obst und Gemüse bei der amtierenden Erntekönigin Mona Osenberg holen. Mit einem Bund Karotten, Kohl, Kürbis und Co. stehen die Kandidatinnen erwartungsvoll auf der Bühne. Was sie damit jetzt wohl anstellen sollen? Nicht viel, stellt sich heraus. Aus zwei Zetteln, die Moderator Wilfried Fischer in den Händen hält, zieht Osenberg eines heraus. Darauf ist das Wort „schwer“ zu lesen und damit ist für die Ausrichter klar: „Weiter sind die neun Kandidatinnen mit dem schwersten Obst und Gemüse.“ Auf einen Schlag hat sich die Anzahl der Kandidatinnen halbiert.

Die Stimmung ist kurz nach 21 Uhr bereits über Betriebstemperatur. „Diesen Moment haben wir sehr vermisst“, sagt Besucherin Romy Vahlefeld. „Wir sind immer gerne zum Erntedankfest gekommen, weil es das größte Fest der Umgebung ist und man hier einfach alle wiedersieht.“ Die Pandemie habe nichts an dieser Herzlichkeit verändert, ist sie überzeugt. Im Zelt hat derweil das nächste Spiel begonnen.

Am Ende des umfassenden Wettbewerbs stehen von 18 Bewerberinnen im Kampf um die Krone drei Frauen im Finale: Vivien Wetzel, Ina Kirschsieper und Linda Longerich. Das Finalspiel „Weit gereist“ bereitet die künftige Erntekönigin auf die zu gewinnende Reise vor: Koffer packen mit einem Maximalgewicht von acht Kilo und zwölf der bisherigen Reiseziele der Erntekönigin auf einer großen Landkarte markieren. Nach über drei Stunden steht Vivien Wetzel als glückliche Siegerin und neue Erntekönigin auf der Bühne.

Eigentlich wollte die Gewinnerin gar nicht mitmachen

Die 28-jährige Önkfelderin hatte bereits als 18-Jährige als Kandidatin auf der Bühne gestanden und schaffte es damals als Prinzessin in die Kutsche, erinnert sie sich. Mitmachen wollte sie diesmal eigentlich nicht, doch die Freundinnen überredeten sie. „Es hat richtig viel Spaß gemacht“, fasst sie den Abend zusammen. Mit jeder Aufgabe stieg der Ehrgeiz: „Als ich im Halbfinale stand, wollte ich es unbedingt in die Kutsche schaffen und als ich dann im Finale stand, wollte ich dann Königin werden.“ Dass es am Ende geklappt hat, realisiert sie am Abend nur marginal. Dass das Erntedankfest nach zwei Pandemiejahren nun endlich wieder stattfinden konnte, freut Wetzel aber umso mehr: „Das ist total schön und eine wichtige Tradition. Es ist sogar noch schöner, weil man endlich wieder alle sieht.“

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