Unbekannte zerstechen Reifen

Vandalismus an der Wülfingstraße

Von Claudia Radzwill

Michael Frey glaubte am Morgen des 1. Dezember seinen Augen nicht zu trauen. An seinem Omnibus waren alle vier Reifen zerstochen. Das Schätzchen hat Frey an der Wülfingstraße in Dahlerau geparkt. Der Bus war gerade neu bereift, 100 Kilometer war Frey damit gefahren. „Am Abend vorher war alles okay“, sagt er. Als er aber am nächsten Morgen um 6 Uhr zum Bus kam, sah er das Ungemach. Den Schaden hat Frey bei der Polizei angezeigt. Er beziffert die Kosten auf 3000 Euro - allein für die Anschaffung der neuen Reifen.

„Doch damit ist es nicht getan. Bei einem Omnibus kann man nicht ohne weiteres einfach mal die Reifen wechseln,“ sagt er. Mal eben den Wagenheber anzusetzen, reiche nicht, zumal eines der Räder bis auf die Felge beschädigt sei. „Es gibt Luftkissen, die man aufpumpen kann“, erklärt Michael Frey. Oder er müsste einen Truck als Abschleppwagen holen - alles kostet viel Geld.

Dieser Vandalismus macht Michael Frey ärgerlich. Er erzählt, dass dies nicht der erste Fall im Bereich der Parkstreifen der Wülfingstraße gewesen sei. Sogar ein Schild stehe dort, dass die Nachbarn darum bittet, mit aufmerksam zu sein. Denn: „In der Vergangenheit gab es schon zerkratzte Autos und auch platte Reifen.“

In den vergangenen Wochen sei die Anzeige von Michael Frey allerdings die einzige gewesen, erklärt Kathrin Popanda von der Pressestelle der Kreispolizei.

Schon 20 000 Euro stecken im Umbau zu einem Wohnmobil

Michael Frey hat sich mit dem alten Omnibus einen Jugendtraum erfüllt. Das 1999 gebaute Gefährt hat er vor gut vier Jahren von der WSW gekauft und möchte es zu einem Wohnmobil umbauen. „Als LKW-Fahrer war ich schon viel unterwegs - bis nach Iran und Saudi-Arabien.“ Eine Reise mit dem Bus in die russische Steppe wäre sein Traum. Zwischen 15 000 und 20 000 Euro hat er bereits in den Umbau gesteckt. Der Omnibus ist für den Verkehr zugelassen - als Privatfahrzeug. Ein Hingucker. „Man fällt damit schon auf“, erzählt Frey.

Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass die Täter gefunden werden, und bittet: Wer in der Nacht von Dienstag, 30. November, auf Mittwoch, 1. Dezember, etwas gesehen hat, der möge sich bitte an die Polizeidienststelle in Wipperfürth wenden, Tel. (02261) 8199-581. Und wer Michael Frey beim Reifenwechsel des großen Gefährts helfen kann, der möge sich unter Tel. (0175) 6300690 bei ihm melden.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Retter bleiben in Radevormwald verschont
Retter bleiben in Radevormwald verschont
Retter bleiben in Radevormwald verschont

Kommentare