Umstellung auf H-Gas startet auch in Radevormwald

Für das H-Gas aus Russland, Norwegen oder Großbritannien müssen viele Geräte umgestellt werden. Archivfoto: Michael Schütz
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Für das H-Gas aus Russland, Norwegen oder Großbritannien müssen viele Geräte umgestellt werden. Archivfoto: Michael Schütz

Sogenannte Erhebungsmaßnahmen werden ab 2023 erfolgen

-gf/lho- Für Erdgaskunden in Radevormwald steht eine weitreichende Veränderung an: Die Umstellung der Gasqualität von L-Gas mit niedrigem Energiegehalt auf das effizienter verbrennende H-Gas. Diese unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrem Energiegehalt. Es ist notwendig, alle bisher mit L-Gas betriebenen Geräte (zum Beispiel Warmwasserboiler, Gasherde, Gasheizungen) auf den Weiterbetrieb mit H-Gas umzurüsten.

L-Gas stammt unter anderem aus den Niederlanden. Die dortigen Förderquellen gehen zur Neige beziehungsweise werden zukünftig eingestellt, da die Erdgasförderung in der Region zu Erdbeben geführt hat. H-Gas bezieht Deutschland aus Russland, Norwegen und Großbritannien. Die Erdgasumstellung gilt als eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Gaswirtschaft und betrifft auch unsere Region. Neben Nordrhein-Westfalen sind auch andere Bundesländern betroffen. Die Umstellung der insgesamt circa 4,5 Millionen Haushalte soll nach aktueller Planung im Jahr 2030 abgeschlossen sein.

Wo wird umgestellt?

Die Umrüstung im Netzgebiet der Stadtwerke Radevormwald GmbH wird für die Gaskunden folgender Marktgebiete erfolgen: Herbeck, Bergerhof, Stadtzentrum, Rädereichen und Grüne. Die Ortschaften Dahlerau, Keilbeck, Auf der Brede, Herkingrade, Önkfeld und Rochollsberg wurden bereits in den 80 Jahren auf H-Gas umgestellt.

Wie läuft das ab?

Die Erdgasumstellung, auch Marktraumumstellung genannt, unterteilt sich in drei Prozessschritte: die Erhebung (Erfassung) aller Gasgeräte in Haushalten, Betrieben und der Industrie, die technische Anpassung und die tatsächliche Umstellung der Versorgung auf H-Gas (Schalttermin). Zuständig für die Umsetzung der Maßnahmen ist nach dem Energiewirtschaftsgesetz der regionale Netzbetreiber, in unserer Region die Stadtwerke Radevormwald GmbH. Dies gilt unabhängig davon, bei welchem Lieferanten der Kunde sein Gas bezieht.

Was bedeutet das für Radevormwald?

Die Erhebungsmaßnahmen werden voraussichtlich im Januar 2023 beginnen, die technische Anpassung der Geräte startet im März 2024 und der Schaltzeitpunkt ist für den 9. Juli .2024 geplant.

In dieser Woche werden alle betroffenen Gaskunden im Netzgebiet der Stadtwerke Radevormwald ein Informationsschreiben sowie einen Informationsflyer mit Erläuterungen zur Erdgasumstellung per Post erhalten.

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