Straßenbau

Umbau der westlichen Kaiserstraße beginnt

Elisabeth Harhaus, Stefano Gallus und Oliver Hoischen stehen auf der Straße.
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Für die Einzelhändler Elisabeth Harhaus, Stefano Gallus und Oliver Hoischen (r.) ist die Baustelle im Zusammenspiel mit Corona-Einschränkungen eine große Herausforderung.

Im Zuge des Integrierten Handlungskonzepts II wird an der Kaiserstraße in Rade gebaut. Einzelhändler machen sich Sorgen, ob und wie ihre Geschäfte in den nächsten Monaten erreichbar bleiben.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald: Die Baumaßnahme der westlichen Kaiserstraße ist gestartet. Am Montagmorgen begann auf Höhe der Einmündung Burgstraße die Firma Gohmann aus Kierspe mit dem Erdaushub. „Es gibt zwei Bauabschnitte“, erklärt Ulrich Dippel, Leiter des Rader Tiefbauamtes. Im ersten Abschnitt wird die Kaiserstraße zwischen Burgstraße und der Gaststätte Alte Post saniert, dann folgt der Abschnitt vom Markt bis zur Einmündung Burgstraße. Die Baumaßnahme gehört zum Integrierten Handlungskonzept II.

Die westliche Kaiserstraße bekommt in den nächsten Monaten das gleiche Pflaster wie Markt- und Schlossmacherplatz und der dazwischenliegende Teil der Kaiserstraße. „Voraussichtlich neun Monate dauert die Bauzeit“, sagt Ulrich Dippel. Denn nicht nur Fahrbahn und Fußweg werden erneuert. Da die Straße einmal offen ist, nutzen die Stadtwerke in Absprache mit der Stadt die Baumaßnahme, um im jeweiligen Bauabschnitt Wasserrohre und eine Gashauptleitung neu zu verlegen. „Im ersten Schritt wird im jeweils betroffenen Teilabschnitt zunächst die Straßenmitte geöffnet, um die Versorgungsrohre zu verlegen“, erklärt Dippel.

Baubeginn wurde wegen des Weihnachtsgeschäfts verschoben

Als zweiter Schritt erfolgt die Erneuerung der Hausanschlüsse. Danach folgt die eigentliche Straßensanierung. In den ersten Monaten wird die westliche Kaiserstraße vom Markt bis zur Einmündung Burgstraße noch über die Graben- und Weststraße zu erreichen sein. „In der Weststraße wird dafür die Einbahnstraßenregelung aufgehoben“, erläutert Dippel.

Wenn das zweite Teilstück saniert wird, werde die Einfahrt ab Alte Post bis Burgstraße möglich sein. Angedacht sei es, dann den Verkehr über die Burgstraße ablaufen zu lassen. „Wenn nötig, können einzelne Regelungen nachjustiert werden“, erklärt Ulrich Dippel. Die Baumaßnahme der westlichen Kaiserstraße sollte bereits im vergangenen Herbst starten. Die Stadt hatte den Baubeginn verschoben, um den dortigen Einzelhändlern das Weihnachtsgeschäft ohne Einschränkungen zu ermöglichen, da diese coronabedingt schon Einbußen eingefahren hatten.

Doch der zweite Lockdown war schneller. Schon mitten im Weihnachtsgeschäft musste der Einzelhandel schließen oder kann bis heute nur eingeschränkt für die Kunden da sein. Ein Baustart, der nun mit dem zweiten Lockdown zusammenfällt, macht es für die betroffenen Einzelhändler daher nicht leichter. Drei von ihnen äußern sich stellvertretend: „Wir hatten nicht nur ein schweres Jahr, wir stecken immer noch mittendrin,“ sagt Stefano Gallus vom Tortenatelier. „Wenn wir unsere Geschäfte wieder komplett öffnen dürfen, haben wir eine Großbaustelle vor der Tür.“

Zusammen mit Oliver Hoischen von Tabakwaren Oberlies und Elisabeth Harhaus, die gerade mit ihrem Handarbeitsgeschäft hierher umgezogen ist, macht er sich Sorgen, ob und wie ihre Geschäfte in den nächsten Monaten für die Kunden erreichbar bleiben. „Der fußläufige Zugang zu Geschäften und Grundstücken bleibt jederzeit gewährleistet – wie das auch schon beim Innenstadtkonzept I der Fall war,“ versichert Ulrich Dippel. Und: „Wir werden auch mit den Betroffenen jederzeit im Austausch bleiben.“ Geplant seien regelmäßige Baustellenbesprechungen, über die auch Anlieger und Einzelhändler informiert werden.

Der Startschuss ist gefallen: Die Sanierung der westlichen Kaiserstraße hat begonnen.

Sanierung

Kaiserstraße: Für das Integrierte Handlungskonzept II wurden Ende 2018 mehr als 307 000 Euro bewilligt. Die Sanierung der westlichen Kaiserstraße ist ein Teil des Konzeptes.

Nordstraße: Auch die Umgestaltung der Nordstraße gehört zur Sanierung dazu. Hier entsteht ein neues Gebäude, das Verwaltung und Vereine nutzen sollen. Da Fördergelder an Baumaßnahmen gekoppelt sind, muss ein bestimmter Zeitrahmen für die Durchführungen eingehalten werden.

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