Uelfebad: Auf den Spiegel folgen Fahnen

Kunst in Pink: Der Spiegel im Uelfebad stand nun im Zentrum einer kleinen Feierstunde - mit dem Künstler Raymund Kaiser und der Kunstinitiative Radevormwald von und mit Bernd Freudenberg.
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Kunst in Pink: Der Spiegel im Uelfebad stand nun im Zentrum einer kleinen Feierstunde - mit dem Künstler Raymund Kaiser und der Kunstinitiative Radevormwald von und mit Bernd Freudenberg.

Der Gegensatz könnte größer nicht sein: das schon ermattete Laub, das im Sonnenlicht nochmals zu einem letzten Glanz anhebt. Und der pinkfarbene Spiegel, auf dessen Oberfläche sich Sonne, Laub und Wasser brechen, der kraftvoll alle diese Farben bündelt.

Ein Kunstobjekt, daspolarisiert

"Ich weiß, dass der Spiegel polarisiert", sagt der Mann, der die Skulptur und ihren Erschaffer, den Kölner Künstler Raymund Kaiser, nach Radevormwald geholt hat: Mit Hartnäckigkeit und Passion widmet sich Bernd Freudenberg der Vermittlung von zeitgenössischer Kunst.

Dass er dabei auf Vorbehalte, auf Widerstand stößt, ist dem Chef der Kunstinitiative Radevormwald nichts Neues. Umso mehr freut es ihn dann, wenn sich Menschen, die mit Kunst (zunächst) nicht viel am Hut haben, doch auf einen Dialog mit ihr einlassen. Wenn sie feststellen, dass der pinkfarbene Spiegel im Uelfebad ihnen doch etwas zu erzählen hat. Dass er die vertraute Szenerie an der kleinen Talsperre scheinbar eins zu eins widerspiegelt und sie doch aufregend anders zeigt. "Mal morgens im Nebel, mal nachmittags mit Sonne, der Spiegel ist immer wieder anders", sagt Bernd Freudenberg.

Aufgestellt wurde er bereits vor ein paar Wochen, nun feierte Freudenberg mit Raymund Kaiser, mit Geldgebern und Unterstützern, mit Kunstbegeisterten ganz offiziell die Einweihung des "Uelfe Display", wie das Objekt heißt.

"Das ist eine Eröffnung mit Nachhaltigkeit", sagte am vergangenen Freitag Karl Gormanns, stellvertretender Kulturausschussvositzender der Landschaftsversammlung Rheinland. "Denn die Skulptur soll für hoffentlich lange Zeit ein Zeichen im öffentlichen Raum setzen und die Verbindung von Kunst und Natur visualisieren." Gormanns betonte das bürgerschaftliche Engagement, das ein solches Projekt überhaupt erst möglich mache: Freudenbergs Einsatz natürlich an erster Stelle, aber auch die Hilfe der Firma Kran Lorenz, die den Spiegel in spektakulärer Aktion übers Wasser hob, sowie die finanzielle Hilfe durch die Sparkassen-Bürgerstiftung und die Unterstützung durch den Heimat- und Verkehrsverein.

"Ich finde den Spiegeleinfach toll"

Kerstin Stennmanns

Er rühmte die "besondere Symbiose", die Natur und Kultur an diesem Fleck eingingen: "Der Naturraum wird zum Kunstraum und die Kunst wird zum Naturraum." Noch etwas knackiger formulierte es Immobilienmaklerin Kerstin Stennmanns: "Ich find´ den Spiegel toll!"

Auf solchen Lorbeeren ruht sich Freudenberg nicht lange aus. Am Rande knüpfte er bereits Kontakte für die nächste Ausstellung in Radevormwald: 2014 nämlich sollen hier nämlich 50 Fahnen wehen.

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