Überstunden machen für Booster-Impfung

Lange Wartelisten in den Arztpraxen

Von Flora Treiber

Die Nachfrage nach der Booster-Impfung ist derzeit enorm. Bürger, die bereits ihre erste und zweite Corona-Schutzimpfung erhalten haben, wollen ihren Impfschutz auffrischen lassen. In der Praxis an der Wupper, die zur Gemeinschaftspraxis Radevormwald gehört, macht das Team von Torben Haldenwang viele Überstunden, um der Nachfrage gerecht zu werden.

„Die Warteliste ist sehr lang. Deswegen haben wir mit drei Ärzten am Samstag 300 Patienten geimpft, die im Dezember geboostert werden mussten“, sagt Torben Haldenwang. Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie will diese Booster-Tage regelmäßig für seine Patienten anbieten.

Am Praxisstandort an der Bahnmeisterei wird die Nachfrage nach den Booster-Impfungen auch mit diesen Sonderterminen aufgefangen. „Um ein öffentliches Impf-Zentrum für Radevormwald aufzubauen, reichen die Kapazitäten nicht aus. Wir impfen jeden Tag vor und nach der Sprechstunde und wollen die Warteliste an zusätzlichen Samstagen abbauen“, sagt Haldenwang. Diese Tage sind kein öffentliches Angebot, sondern werden mit Terminvergaben organisiert.

Die Telefone in der Praxis an der Wupper stehen nicht still. Patienten können sich mit einem Anruf auf die Warteliste für eine Booster-Impfung setzen lassen, die sechs Monate nach der zweiten Impfung empfohlen wird. Sie werden zurückgerufen und bekommen dann einen Termin für ihre dritte Impfung. „Die Aufklärungsgespräche mit den Patienten nehmen viel Zeit in Anspruch. Der Aufklärungsbedarf ist gestiegen.“, sagt der Mediziner. Die Nachfrage nach Erst- und Zweitimpfungen sei nach der Einführung der 2G-Regel nicht wesentlich gestiegen.

Bürokratische Hürden machten den Ablauf noch aufwendiger

Torben Haldenwang bittet alle Patienten um Verständnis, wenn sie die Praxis nicht umgehend telefonisch erreichen. „Die starke Nachfrage und die überlasteten Telefone führen zu Unmut bei den Patienten. Fest steht, dass wir tun, was wir können. Aber auch unsere Ressourcen sind begrenzt.“

Der Aufwand ist groß. „Die Wartelisten ständig zu aktualisieren und die Patienten zu kontaktieren, sobald ein Termin fest steht, ist ein riesiger Aufwand. Bürokratische Hürden machen den gesamten Ablauf noch aufwendiger“, sagt Torben Haldenwang.

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