Stück

Theater macht sensibel für die Probleme des Mobbings

Was andere ulkig finden, ist für die Opfer von Cybermobbing die Hölle. Eine Aufführung in der Aula der Armin-Maiwald-Schule brachte das sehr aktuelle Thema auf die Bühne.
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Was andere ulkig finden, ist für die Opfer von Cybermobbing die Hölle. Eine Aufführung in der Aula der Armin-Maiwald-Schule brachte das sehr aktuelle Thema auf die Bühne.

Kölner Ensemble spielte an der Armin-Maiwald-Schule.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. Mobbing ist ein Thema, das bei betroffenen Menschen zu massiven Problemen führen kann. Besonders schwierig wird es, wenn es um Mobbing im Internet geht, das so genannte Cybermobbing, da dies schwer nachzuweisen und aufzuhalten ist. Dies ist ein Thema, das besonders diejenigen betrifft, die viel mit dem Medium Internet zu tun haben. Also junge Menschen – natürlich auch Schüler. 

Aufführung wurde ermöglicht durch eine Förderung der OMI

Damit schon bei den Jugendlichen eine Sensibilität für das Thema geweckt wird, haben die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I der Förderschule Nordkreis am Standort Armin-Maiwald-Schule ein Theaterstück des Kölner Ensembles Comic On! zu sehen bekommen. „Es sind die Jungen und Mädchen unserer beiden Standorte in Radevormwald und Hückeswagen hier in unserer Aula, um sich gemeinsam das Stück ‚R@usgemobbt 2.0‘ anzusehen“, sagt Konrektorin Stephanie Langmesser.

Ermöglicht wird die Aufführung durch eine Förderung der Oberbergischen Medieninitiative, die im September im Kreis eine Offensive gegen Cybermobbing gestartet hat.

In dem abwechslungsreichen Theaterstück dreht es sich um Schülerinnen und Schüler, die es in dieser Form wohl an jeder Schule in Deutschland geben könnte. Da ist als einer der Hauptpersonen der 16-jährige Jess, der neu an die Schule kommt. Ihm eilt der Ruf des „Brandstifters“ voraus – angeblich hat er seine alte Schule „abgefackelt“. Er möchte daher „unterm Radar“ fliegen, um möglichst keine Angriffsfläche zu geben. Das geht aber im Rahmen des Mikrokosmos einer Schule praktisch nicht. Und so muss er sich mit seinen Mitschülern auseinandersetzen, etwa mit der schüchternen Chris, die seine Leidenschaft fürs Gamen teilt und in ihn verliebt ist, aber gleichzeitig von Schul-Queen Vanessa und ihrer Gefolgschaft mit peinlichen Handyvideos gemobbt wird. Deren Ausruf: „Hey, Freak!“, wenn sie sich dann doch mal dazu herablässt, mit ihrer Mitschülerin zu sprechen, macht deutlich, wie geringschätzig sie mit anderen Menschen umgeht. Jess muss sich für eine Seite entscheiden.

Das Ensemble bringt das Thema in jugendgerechter Sprache auf die Bühne. Dass das ankommt, ist an den Reaktionen in der vollbesetzten Aula zu merken. Vor allem aber auch an der Aufmerksamkeit, die unter den rund 120 Jugendlichen zu spüren war.

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