Tradition

Die Sternsinger ziehen am 9. Januar los

Die fünfjährige Svenja (l.) und Paula (8) freuen sich schon aufs Sternsingen. 2021 werden sie mit Mund-Nase-Maske und Abstand unterwegs sein. Foto: Claudia Ratzwill
+
Die fünfjährige Svenja (l.) und Paula (8) freuen sich schon aufs Sternsingen. 2021 werden sie mit Mund-Nase-Maske und Abstand unterwegs sein.

Diesmal läuft wegen der Corona-Pandemie alles ein bisschen anders als sonst.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Jedes Jahr ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus. Das ist auch in Radevormwald eine gute Tradition. Die hübsch gekleideten Sternsinger bringen mit Kreide oder aufgeklebt die Initialen „CMB“ für das lateinische „Christus Mansionem Benedicat“ (auf deutsch: „Christus segne dieses Haus) an den Türen an und sammeln Spenden für ein Kinderprojekt.

„Wir müssen dieses Mal allerdings ein wenig kreativ handeln. Das ist der Corona-Pandemie geschuldet“, sagt Initiatorin Regina Lambert. Unterwegs sein werden die Sternsinger in der Bergstadt diesmal am Samstag, 9. Januar 2021.

Zusammen mit Ehemann Mathias hat Regina Lambert die Organisation der Sternsingeraktion für die Gemeinde St. Marien inne. In den Wupperorten, in St. Josef, kümmert sich Katrin Sucharkiewicz um die Gruppen.

Für die Sternsinger-Aktion 2021 gibt es – wie überall anders auch – besondere Schutzmaßnahmen zu beachten. „Die setzen wir 1:1 um“, sagt Mathias Lambert. Ein drei Seiten langes Hygienekonzept hat er bereits erstellt, an das alle Beteiligten sich halten müssen.

Alle Sternsinger werden zudem mit einer Mund-Nase-Bedeckung ausgestattet – die das Logo „Sternsingen, aber sicher“ trägt.

Die Mund-Nase-Bedeckungen legen die Radevormwalder Sternsinger auch beim Singen und beim Begrüßungsspruch an den Haustüren nicht ab. Die Abstandsregelung muss innerhalb der Gruppen wie auch vor der Haustür eingehalten werden. „In diesem Jahr dürfen wir, auch bei einer ausgesprochenen Einladung, nicht in die Wohnung hineingehen“, sagt Regina Lambert.

Es kann gut auch sein, dass nur einer der Heiligen Drei Könige mit einer Leitungsperson vor der Tür steht. „Maximal erlaubt sind fünf Personen pro Gruppe. Wir wollen aber das Infektionsrisiko so weit wie möglich reduzieren“, sagt Regina Lambert. Besucht werden alle Haushalte, die sich vorher angemeldet haben – das allerdings ist immer schon so gewesen. 25 Anmeldungen haben Lamberts bisher gesammelt.

Die Regeln gehen konform mit der derzeit geltenden Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen. Die Organisatoren-Teams vor Ort stehen dazu in engem Kontakt mit den Bistümern und dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

Die Bistümer wiederum sprechen sich mit den jeweiligen Landesregierungen ab. „Es gibt vieles zu beachten, aber wir machen das gern“, resümiert Regina Lambert.

Vielen Gläubigen ist der Segenswunsch, der über der Tür angebracht wird, sehr wichtig, wissen Lambert und Katrin Sucharkiewicz. „Besonders jetzt, in einer solchen Krise gewinnt so etwas an Bedeutung“ unterstreicht Regina Lambert.

Den Initiatorinnen der Sternsinger-Aktion in Rade ist aber auch bewusst, dass es unter den besuchten Menschen Vorerkrankte gibt, die besonders vorsichtig sein müssen, sich nicht mit dem neuartigen Virus anzustecken.

Wer aus Vorsicht lieber auf einen Besuch der Sternsinger verzichten möchte, dem bieten sie daher eine Alternative: Die mit dem Segensspruch versehenden Aufkleber können im Corona-Jahr auch selbst zu Hause angebracht werden. Nach dem Dreikönigstag kann man beim Pfarrbüro anrufen und sich den Segensspruch dort abholen.

Sternsinger werden von den Gemeinden noch gesucht

Noch werden Sternsinger gesucht. „In anderen Jahren besuche ich die Klassen der katholischen Grundschule und der Grundschule Stadt und mache Werbung. Das fiel in diesem Jahr aus“, sagt Regina Lambert – und appelliert an alle, die Lust haben, mitzumachen, sich einfach zu melden. Lamberts Tochter Paula (8) ist auch wieder mit dabei. „Ich freu mich schon darauf“, sagt sie.

Der Erlös der Radevormwalder Sternsingeraktion ist erneut für ein Hilfsprojekt in Sierra Leone bestimmt. Dorthin hat die katholische Gemeinde über die Raderin Mechthild Schmidt persönliche Kontakte.

Die kommenden Sternsinger-Aktionen in Radevormwald und in den Wupperorten unterstützt den dortigen Bischof Charles Campbell in der Diözese Bo bei einem Programm zur Stärkung des Kindesschutzes und der Bildungschancen.

Hintergrund

Die Aussendungsmesse der Sternsinger findet am Sonntag, 6. Januar, um 14 Uhr in St. Marien statt. Am Sonntag, 10. Januar, 14 Uhr gibt es eine Dankandacht. Anmeldelisten für einen Besuch der Sternsinger liegen in den Kirchen St. Marien/Rade und St. Josef/Vogelsmühle sowie in der Wupper-Apotheke an der Keilbeckerstraße aus. Außerdem ist die Anmeldung über die Sternsinger-Hotline, Tel. (01 60) 98 30 51 61 möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Im Sana Krankenhaus treten neue Regeln in Kraft
Im Sana Krankenhaus treten neue Regeln in Kraft
Im Sana Krankenhaus treten neue Regeln in Kraft
Frisch aus der Kuh in den Automaten
Frisch aus der Kuh in den Automaten
Frisch aus der Kuh in den Automaten
Polizei sucht Zeugen nach Unfall
Polizei sucht Zeugen nach Unfall
Polizei sucht Zeugen nach Unfall
Sparkasse sucht neuen Vorstand
Sparkasse sucht neuen Vorstand
Sparkasse sucht neuen Vorstand

Kommentare