Starkes Zeichen: „Wir sind Kinder einer Welt“

Sandra Mittelmann vom Schulamt Gummersbach (r.) überbrachte Jutta Felderhoff, Leiterin der GGS Stadt, das Friedenslicht und eine Friedenstaube. Foto Claudia Radzwill
+
Sandra Mittelmann vom Schulamt Gummersbach (r.) überbrachte Jutta Felderhoff, Leiterin der GGS Stadt, das Friedenslicht und eine Friedenstaube. Foto Claudia Radzwill

In der Grundschule Stadt kam gestern das Friedenslicht an

Von Claudia Radzwill

In der Aula waren alle Schülerinnen und Schüler samt Lehrerinnen und Lehrer zusammengekommen, auf der Bühne stand die Laterne schon bereit. Am Freitagmorgen kam in der Grundschule Stadt an der Carl-Diem-Straße das Friedenslicht an. Es wurde überbracht von Sandra Mittelmann, Schulleiterin aus Wipperfürth. Auch eine weiße Papier-Friedenstaube hatte sie dabei.

Gestartet ist die Aktion in Gummersbach. Unter dem Motto „Grundschulen in Oberberg für den Frieden“ ist seit gut zwei Wochen das Friedenslicht unterwegs. Es wird bis zu den Osterferien alle Grundschulen in Oberberg erreichen, sagte Sandra Mittelmann. An diesem Morgen hielt die Schulleiterin der GGS Stadt, Jutta Felderhoff, eine weiße Kerze an die Flamme des Friedenslichts. Nun brennt es in der Rader Schule in der Laterne weiter: „Mit der Hoffnung für den Frieden in der Welt verbunden“, sagte Jutta Felderhoff.

Bisher drei Flüchtlingskinder an der Grundschule Stadt

Eingebettet war die Zeremonie in ein kleines Rahmenprogramm mit Aufführungen verschiedener Klassen. Das Wissen um den Krieg in der Ukraine macht auch vor den Kindern nicht halt. Es beschäftigt sie, wie auch das Thema Frieden. „Die Nachrichten gehen an Kindern nicht vorbei“, weiß die Schulleiterin. An ihrer Grundschule hat sie bisher drei Flüchtlingskinder aufgenommen.

Ein Junge und zwei Mädchen werden in der 3c unterrichtet. Die Verständigung funktioniere in englischer Sprache, mit Bildkarten, mit Händen und Füßen. „Sie wollen lernen und sind sehr aufnahmefähig“, beobachtet sie.

Zur kleinen Feierstunde rund um den Frieden hatte Jutta Felderhoff auch die Verwandten der drei Kinder eingeladen. Zum Auftakt gab es das Lied „Shalom Chavarim“, auf Deutsch „Frieden für alle“ – gespielt von Jutta Felderhoff am Cello und ihren Kolleginnen: Nicole Evers an der Geige und Anja Schäfer an der Gitarre. Die Klasse 4b zeigte dann einen ukrainischen Tanz. Darian kündigte ihn an. „Es ist ein Frühlingstanz, er wird in der Ukraine als ein Ritual vor Ostern getanzt“, sagte er – und Klassenkameradin Asu wiederholte die Ansage in ukrainischer Sprache.

Das Bild Pablo Picassos „Kind mit Taube“ stellten Schüler und Schülerinnen der 4a nach – ihre Fotos wurden in einer Powerpoint-Präsentation gezeigt. Einige hatten sich dafür extra vor das „Kein Krieg“-Plakat gestellt, das am Eingang der Schule hängt. Schüler und Schülerinnen der 3c traten ans Mikrofon, um allen „Frieden“ in verschiedenen Sprachen zu wünschen – in chinesisch, russisch, ukrainisch, bulgarisch, französisch, englisch, lateinisch, italienisch, rumänisch und türkisch.

Das spiegele auch die Nationalitäten wider, die die Grundschule besuchten, erklärte die Schulleiterin. „Wir sind Kinder einer Welt“ hieß es dann zum Abschied – ein Mitmachlied, in das alle mit einstimmten.

Rund 10 000 Kinder tragen in Oberberg am Ende der Aktion in ihren Schulen das Zeichen des Friedens weiter, hob am Morgen Sandra Mittelmann hervor.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Beliebte Summer Games der Sportjugend kehrten zurück
Beliebte Summer Games der Sportjugend kehrten zurück
Beliebte Summer Games der Sportjugend kehrten zurück
125 Feuerwehrleute erhalten eine Fluthelfermedaille
125 Feuerwehrleute erhalten eine Fluthelfermedaille
125 Feuerwehrleute erhalten eine Fluthelfermedaille
Strafe für einen Unruhestifter
Strafe für einen Unruhestifter
Wehrleute freuen sich über Löschfahrzeug
Wehrleute freuen sich über Löschfahrzeug
Wehrleute freuen sich über Löschfahrzeug

Kommentare