Baustellenbegehung

Bürgerzentrum und Jugendtreff: Stadt zeigt die Baufortschritte

Die Elektriker sind noch am Werk. Natalie Enneper führte durchs Bürgerzentrum am Siedlungsweg, das derzeit umgebaut wird.
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Die Elektriker sind noch am Werk. Natalie Enneper führte durchs Bürgerzentrum am Siedlungsweg, das derzeit umgebaut wird.

Im Bürgerzentrum und im Jugendtreff „Life“ sind die Handwerker im Einsatz.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Die Elektriker sind noch da, die Trockenbauer so gut wie fertig. Im Bürgerzentrum am Siedlungsweg in Dahlerau gehen die Umbauarbeiten voran. Natalie Enneper hat die Hochbauleitung im Gebäudemanagement inne und zeigt am Freitag während einer Baustellenbegehung die Baufortschritte.

„Die vorhandene Bausubstanz wird soweit wie möglich erhalten. Wir gehen behutsam vor, optimieren den Grundriss und die Ausstattung“, erklärt sie. So wurde im Untergeschoss Platz für eine weitere, barrierefreie, Toilette geschaffen. Dafür wurde die Küche etwas kleiner – deren Türrahmen schon versetzt wurde. „Die Küche verbleibt damit aber im Cafébereich“, sagt Natalie Enneper. Der befindet sich weiterhin vom Eingang aus gesehen links.

Verschwunden ist im großen Saal die Falttüre. An deren Stelle wurde eine Wand eingezogen. „Das hat brandschutztechnische Gründe“, erläutert Enneper. Der Platz, der hinter der Wand entstand, werde nun für Büros genutzt – mit eigenem Zugang vom Flur. Unter anderem das City-Management wird hier anzutreffen sein.

Im Saal werden künftig 200 Plätze zur Verfügung stehen. Die Bühne bleibt, die Tische auch. Die Bestuhlung werde ausgetauscht. Ausgetauscht werden auch die alten Türen im Haus. Der vorhandene Holzboden im Saal dagegen verbleibt. Auch der Natursteinboden im Flur bleibt erhalten. „Die Böden sind super erhalten. Sie werden aufgearbeitet und bekommen den alten Glanz zurück.“

Was im Saal noch fehlt, ist ein Fluchtweg. Dafür wird das hinterste Fenster in der Glasfront ausgetauscht – das blind ist und daher per se ersetzt werden muss.

Unterm Dach wird es nach dem Umbau weiterhin Platz für den Co-Working Space und einen Multifunktionsraum geben. Letzterer kann für Musikproben genutzt werden – dank der Elemente zur Schallabsorption.

Auch Krabbelgruppen können sich hier treffen, dafür werden die – noch zu überholenden - Heizkörper mit einem Prallschutz ausgestattet. „Wir haben uns mit Vereinen und Gruppen ausgetauscht, was benötigt wird“, berichtet Natalie Enneper. „Jede Generation soll im Bürgerzentrum ein eigenes zweites Zuhause finden.“ Das ist allen Beteiligten wichtig.

Im Jugendtreff „Life“ wird ein Durchbruch zu den einstigen Vereinsräumen des TuSpos geschaffen, um meht Platz zu schaffen, erklärte Natalie Enneper.

Die zweite große Umbaumaßnahme, die derzeit im Quartier an der Wupper läuft, ist der Umbau des Jugendtreffs „Life“ auf der Brede. Hier wird nicht nur modernisiert, sondern auch erweitert. Die Räume werden neu aufgeteilt. „Die Wald-OGS, die hier mit unterkommt, bekommt den bisherigen Caféraum“, sagt Natalie Enneper.

Steht man vor dem „Life“ befindet der sich ganz rechts. Im äußersten linken Raum des Baus hatte in der Vergangenheit der Tuspo Dahlhausen seinen Vereinsraum. Die Sportler bekommt nun neben dem Sportplatz ein neues Domizil, der Jugendtreff wird mit bisherigen Vereinsraum und einem an diesen angrenzenden Anbau erweitert. Der neue Bau steht bereits. Wer ins Gebäude eintritt, trifft gerade auf die Handwerker, die einen Durchbruch zu den beiden zusätzlichen Räumen schaffen. Boden, Wände, Decken werden überall erneuert wie auch Elektronetz und Internetkabel. Nach dem Umbau wird es hier dann wieder Fitness-, Café- und Aktivitäten- und Beratungsangebote geben. „Die Zielgruppe für den Standort sind die Jugendlichen ab 12 Jahren“, sagt Natalie Enneper. Anlaufstelle für Sechs- bis Zwölfjährige wird künftig dann der Raum Auf Brede 30 bleiben – wo für die Zeit des Umbaus das komplette „Life“-Team eine vorübergehende Bleibe gefunden hat.

Auch die Baumaßnahmen im Quartier trifft die derzeitige wackelige Liefersituation auf im Baugewerbe. Ende des Jahres sollte alles fertig sein. „Ich gehe trotz allem davon aus, dass wir es schaffen können,“ bleibt Natalie Enneper optimistisch.

Die Stadt hat aber bereits eine zeitliche Förderantragserweiterung bis Ende März 2023 an die Bezirksregierung gestellt – und wartet auf den Bescheid. Ein Puffer.

Hintergrund

Gefördert wird der Umbau beider Gebäude im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes für die Wupperorte, 80 Prozent werden finanziert aus dem Programm „Efre“ und aus NRW-Städtebaumitteln. 20 Prozent der Kosten trägt die Stadt. Der Umbau des Bürgerzentrums kostet 578 000 Euro. „Da liegen wir bisher im Budget“, sagt Natalie Enneper. 330 000 Euro wurden für den Jugendtreff „Life“ beantragt. Da diese Summe nicht reichte, gab es weitere 170 000 Euro aus einer anderen Maßnahme dazu, die beantragt, nicht realisiert, aber übertragen werden konnte.

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