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Stadt stellt ihr Krisenkonzept vor

In den Nothilfezentren gibt es große Kisten für den Krisenfall. Das Krisenkonzept haben miterarbeitet, v.l.: Bürgermeister Johannes Mans, Wehrführer Dietmar Hasenburg, Wolfgang Scholl (Rathaus Rade), Sandra Hilverkus (Hauptamt), Marc Bormann (Ordnungsamt), Burkhard Klein (Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt), Simon Woywod (1. Beigeordneter) und Flora Treiber (Referentin Bürgermeisterbüro).
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In den Nothilfezentren gibt es große Kisten für den Krisenfall. Das Krisenkonzept haben miterarbeitet, v.l.: Bürgermeister Johannes Mans, Wehrführer Dietmar Hasenburg, Wolfgang Scholl (Rathaus Rade), Sandra Hilverkus (Hauptamt), Marc Bormann (Ordnungsamt), Burkhard Klein (Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt), Simon Woywod (1. Beigeordneter) und Flora Treiber (Referentin Bürgermeisterbüro).

Pläne für den Fall eines flächendeckenden Stromausfalls wurden erarbeitet.

Von Claudia Radzwill

Kommt es zu einem Krisennotfall, ist Radevormwald gut aufgestellt. Im Rathaus stellte am gestrigen Dienstag Bürgermeister Johannes Mans zusammen mit dem örtlichen Krisenstab, bestehend aus Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verschiedener Fachabteilungen, das Notfall-Konzept vor, das in den letzten Monaten erstellt wurde. Es greift, wenn es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommt, der dazu führt, dass auch Mobil- und Handynetze nicht mehr funktionieren.

„Mit eingebunden ist auch die Freiwillige Feuerwehr“, sagte Mans. Drei größere Nothilfezentren werden im Krisenmodus ad hoc eingerichtet – im Bürgerhaus am Schlossmacherplatz (Eingang Jugendräume), im Rathaus an der Hohenfuhrstraße und in der Grundschule Wupper auf der Brede (Eingang zum Schulhof). Die Feuerwehrhäuser werden zu Notfall-Infopunkten. So verteilen sich Anlaufstellen für Bürger und Bürgerinnen auf alle Stadtgebiete.

Verständigt wird sich einer Notfallsituation per Satellitentelefon. „Wir haben alle Feuerwehrhäuser damit ausgerüstet“, erklärte Feuerwehrchef Dietmar Hasenburg im Rathaus. „Satellitentelefone sind auch Bestandteil des großen Hilfekastens, den es für die drei Notzentren gibt“, erklärte Burkhard Klein, Leiter des Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamtes. Er hat auch die Leitung des örtlichen „Stabs für außerordentliche Ereignisse“, so der korrekte Name, inne.

Der Hilfskasten beinhaltet außerdem Materialien für Erste-Hilfe-Maßnahmen, Megafon, Taschenlampe, DAB+-Radios und Westen in Signalfarbe für die Helfer - so erkennen Bürger sofort einen Ansprechpartner. Da bei Stromausfall alle elektronischen Geräte nicht funktionieren, enthalte die Kiste auch Papier und Stifte, ergänzte der 1. Beigeordnete Simon Woywod.

Bei einem Probelauf habe alles reibungslos funktioniert

„Die drei Notfallzentren und die Info-Points in den neun Feuerwehrhäusern sind mit Notaggregaten ausgestattet“, sagte Burkhard Klein. Einen Probelauf habe es bereits gegeben: „Alles funktioniert reibungslos.“

Der Krisenstab werde in einer Notfallsituation zu jeder Zeit nicht nur im Austausch mit den Feuerwehren, sondern auch mit den Stadtwerken stehen. Hand in Hand, da werde „ein Rad ins andere greifen“, sagt Mans. Auch das Krankenhaus und die Ärzte vor Ort werden in einem solchen Fall miteingebunden.

Nach Gesprächen gab es von allen dahingehend eine positive Rückmeldung, sagte Flora Treiber, Referentin des Bürgermeisterbüros. Eine ärztliche Sofort-Notfallversorgung solle es dann auch in den drei Notfallzentren geben. Das Krisenkonzept sieht vor, dass die Notfall-Infopunkte von Mitarbeitern der Verwaltung beziehungsweise der Wehren rund um die Uhr besetzt sind. „Dazu gibt es detaillierte Einsatzpläne, die dann greifen“, sagt Burkhard Klein.

„Uns ist es wichtig, als Stadt in einer Krise Information und Hilfestellung zu bieten“, hob Bürgermeister Johannes Mans gestern hervor. „Uns ist es ein Anliegen, für die Sicherheit der Radevormwalder Bürger und Bürgerinnen zu sorgen.“ Alle Rader Anlaufstellen für den Fall eines flächendeckend Stromausfalls – auch wenn solch ein Szenario derzeit unwahrscheinlich ist – wurden vom Kreis auch in einem Flyer zusammengefasst, der in der Stadtbücherei am Schlossmacherplatz, im Rathaus und im Servicebüro ausliegt.

Bürgermeister Johannes Mans hat bereits frühzeitig an die Radevormwalder appelliert, auch selbst für den Notfall vorzusorgen – so mit einem Notvorrat an Lebensmitteln und den wichtigsten Medikamenten.

Hintergrund

Krise: Die Feuerwehr musste bereits im vergangenen Jahr mit einer Krisensituation konfrontiert – als der Treibstoffpreis stieg. „Unsere Fahrzeuge müssen immer einsatzbereit sein“, sagt Wehrführer Dietmar Hasenburg. Die Treibstoffbeschaffung habe aber geklappt.

Infos: Infoflyer über die Notfall-Anlaufstellen gibt es in der Stadtbücherei, im Rathaus und im Serviceamt. Umfassende Infos über die Notfallvorsorge hat die Stadt auch auf ihrer Homepage zusammengestellt: www.radevormwald.de

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