Umwelt

Stadt pflanzt die ersten 20 Bäume im Bürgerwald

Umweltbeauftragte Regina Hildebrandt beim Ortstermin im Bürgerwald am Kollenberg mit Renate Greif und Ursula Mahler (HVV), Burkhard Klein (Leiter Stadtplanung- und Bauaufsichtsamt) und Bürgermeister Johannes Mans (v. l.). Die ersten Bäume sind bereits gepflanzt, wie hier ein Ahornbaum.
+
Umweltbeauftragte Regina Hildebrandt beim Ortstermin im Bürgerwald am Kollenberg mit Renate Greif und Ursula Mahler (HVV), Burkhard Klein (Leiter Stadtplanung- und Bauaufsichtsamt) und Bürgermeister Johannes Mans (v. l.). Die ersten Bäume sind bereits gepflanzt, wie hier ein Ahornbaum.

Eiche, Ahorn, Linde und Ulme sollen abgestorbene Fichten ersetzen – Weitere Sponsoren gesucht.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Trockenheit, Borkenkäfer und Sturmschäden: Auch der Wald am Kollenberg hat darunter gelitten. Viel musste abgeholzt werden – die Kahlflächen waren bis ins Frühjahr nicht zu übersehen. „Das Ausmaß der Schäden wurde verstärkt durch den Umstand, dass es auf dem Waldstück einen großen Fichtenbestand gab. Diese Baumart ist sehr anfällig“, sagt die städtische Umweltbeauftragte Regina Hildebrandt. Viele Rader und Raderinnen hat der Anblick bewegt, war doch „ihr Kollenberg“ an manchen Stellen kaum wiederzuerkennen. „Der Kollenberg ist ein Naherholungsgebiet, das von vielen Radevormwalder und Radevormwalderinnen genutzt wird und das ihnen am Herzen liegt“, weiß Burkhard Klein, Leiter des Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamtes.

Ein Baum mit Anwachsgarantie kostet zwischen 200 und 250 Euro.

Burkhard Klein, Leiter des Bauaufsichtsamtes

Die gute Nachricht: Der städtische Wald soll wieder aufgeforstet werden. Die Stadtverwaltung hat in Kooperation mit dem Heimat- und Verkehrsverein (HVV) die Aktion „Bürgerwald“ ins Leben gerufen. Bürger und Bürgerinnen wie auch Unternehmen können mitmachen – und einen (oder mehrere) Bäume sponsern. Die ersten Bäume sind bereits gepflanzt, unterhalb der Landessportschule. Finanziert wurden die 20 Gehölze alle von einem Sponsor, berichtet Regina Hildebrandt bei einem Ortstermin. An diesem Standort muss rund ein Hektar Fläche aufgeforstet werden. Insgesamt sei die Kahlfläche am Kollenberg gut dreimal so groß, erklärt die Umweltbeauftragte.

Wer mitmacht, kann sich „seinen“ Baum aus einer Liste heraussuchen. Eiche, Ahorn Ulme, Linde – Stadt und HVV ist es wichtig, dass hier keine Monokultur, sondern ein Mischwald neu entsteht. „Die Bäume sollen aber auch langlebig und stabil seien, daher haben wir eine Liste passender Gehölze zusammengestellt“, sagt Regina Hildebrandt. „Ein Baum mit Anwachsgarantie kostet zwischen 200 und 250 Euro“, führt Burkhard Klein, aus.

Renate Greif (l.) und Ursula Mahler vom Heimat- und Verkehrsverein auf einer der alten morschen Bänke im Kollenbergwald, die ersetzt werden sollen.

Beim Gang durchs Areal am Kollenberg sieht es heute eigentlich gar nicht mehr so kahl aus. Wilde Sträucher haben für sich den Waldbereich erobert – was durchaus gewollt ist, unterstreicht die Umweltbeauftragte. Die Bäume fehlen dennoch. „Strauch und Baum gehören zum Lebensraum „Wald“ dazu. Die Bäume werden mitten rein in die Sträucher gepflanzt“, erklärt die Umweltbeauftragte. In der Verwaltung haben sich bereits weitere Unterstützer und Unterstützerinnen für den Bürgerwald gemeldet. Rund 50 Sponsoren haben sich bisher gefunden – diese Bäume werden im Herbst eingesetzt.

Jeder und jede, die bei der Baum-Pflanzaktion mitmacht, bekommt eine Spendenurkunde von der Verwaltung. Spendenquittung stellt der Heimat- und Verkehrsverein aus. Er kümmert sich in der Bergstadt nicht nur um die Heimatgeschichte, sondern auch um die Verschönerung des Stadtbildes. „Wir unterstützen daher gerne das Projekt“, erklären Ursula Mahler und Renate Greif vom Vorstand. Der HVV selbst wird drei Bäume sponsern. Die Auswahl ist bereits getroffen: Bergahorn, Elsbeere und Roteiche – ein besonders robuster Baum. „Außerdem werden im Kollenberg zwei neue Bänke aufgestellt werden, worum sich der HVV kümmert“, sagt Renate Greif. Eine Bank finanziert der Verein selbst. Die andere ist ein Vermächtnis der Radevormwalderin Gunda Schaub, die kürzlich starb.

Für jedes Neugeborene soll auch ein Baum gepflanzt werden

Eine weitere Umweltaktion im Stadtgebiet ist der „Babywald“. Damit wird im Espert ein Ratsbeschluss umgesetzt. „Die Stadt pflanzt und finanziert für jedes neugeborene Kind, das in der Bergstadt angemeldet wird, dort einen Baum“, erklärt Regina Hildebrandt. Auch hier soll ein neuer Mischwald entstehen, nachdem die dortigen Waldschäden das Fällen der Bäume nach sich zog. „Rund 200 Babys werden pro Jahr angemeldet“, hat Regina Hildebrandt im Standesamt erfahren – da kommen einige Forstpflanzen für den Standort in Bergerhof zusammen.

Bürgerwald

Unternehmen: Zuständig fürs Pflanzen der Bäume im Bürgerwald ist die Firma Plückebaum Gartenbaum aus Lüdorf.

Kontakt: Wer einen Baum spenden möchte, der kann sich bei der Umweltbeauftragten Regina Hildebrandt melden, unter Tel. (0 21 95) 6 06-1 50 oder per E-Mail.

regina.hildebrandt@radevormwald.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Önkfeld freut sich aufs Erntedankfest
Önkfeld freut sich aufs Erntedankfest
Önkfeld freut sich aufs Erntedankfest
Kuhn Edelstahl stellt Ausbildung um
Kuhn Edelstahl stellt Ausbildung um
Kuhn Edelstahl stellt Ausbildung um
Feuerwehrorchester holt Gold bei Bundeswettbewerb
Feuerwehrorchester holt Gold bei Bundeswettbewerb
Feuerwehrorchester holt Gold bei Bundeswettbewerb
Was Rade von Zürich lernen kann
Was Rade von Zürich lernen kann
Was Rade von Zürich lernen kann

Kommentare