Nach zwei Jahren

Stadt freut sich auf die Pflaumenkirmes

Sie kündigen die Pflaumenkirmes an (vorne v.l): Bürgermeister Johannes Mans, Schausteller Frank Schmidt, Tourismusbeauftragte Kirsten Hacklände, (zweite Reihe, v.l.): Pressesprecherin der Stadt, Flora Treiber, Praktikant der Stadt Moritz Moritz Fuchs, 1. Beigeordneter Simon Woywod und Jochen Pries vom Jugendamt (hinten).
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Sie kündigen die Pflaumenkirmes an (vorne v.l): Bürgermeister Johannes Mans, Schausteller Frank Schmidt, Tourismusbeauftragte Kirsten Hacklände, (zweite Reihe, v.l.): Pressesprecherin der Stadt, Flora Treiber, Praktikant der Stadt Moritz Moritz Fuchs, 1. Beigeordneter Simon Woywod und Jochen Pries vom Jugendamt (hinten).

Nach zweijähriger Pause findet die Veranstaltung wieder statt.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Karussells drehen sich, auf dem Markt wird man die in Luft rotiert. Zwei Jahre lang haben die Rader auf die Pflaumenkirmes coronabedingt verzichten müssen – nun findet sie wieder statt. Von Freitag, 16. September, bis Sonntag, 19. September, wird in der Innenstadt gefeiert.

Wie gewohnt stehen Fahrgeschäfte auf dem Marktplatz und dem Hohenfuhrplatz. Verkaufsstände, Spiel- und Speisestände und Getränkerondells säumen den Weg durch den Rundling Kaiser-, Schützen-, Ost- und Hohenfuhrstraße. Das komplette Kirmesprogramm wurde am Donnerstag im Rathaus vorgestellt.

Kirsten Hackländer, Tourismusbeauftragte der Stadt, wurde bei der Organisation der Kirmes von Schausteller Frank Schmidt unterstützt. Mit seinem Autoscooter ist er seit Jahren dabei, ein „alter Hase“ auf der Rader Kirmes und Schaustellersprecher. Er hat sich um die Akquise und die Anordnung der Beschicker gekümmert. „Was nicht ganz einfach war“, sagt Frank Schmidt. „Zeitgleich mit der Pflaumenkirmes finden viele Veranstaltungen statt. Bei den Fahrgeschäften habe ich richtig Glück gehabt.“ Er macht neugierig aufs „Extrem“: Das wird auf dem Markt seinen Platz haben. 32 Meter hoch, eine Art Propeller, bei dem sich ein langer Arm mit Gondel frei um eine horizontale Achse dreht. Nervenkitzel garantiert.

Auf dem Hohenfuhrplatz wird es den „Hawaii Swing“ geben, eine Berg- und Talrundfahrt, allerdings mit schwingenden Wagen. Außerdem steht dort die „Villa Wahnsinn“, ein Laufgeschäft über zwei Etagen – mit Wackelböden und Spiegellabyrinth. Vis-à-vis lockt dort auch der Autoscooter von Schmidt. Zwei Kinderkarussells, eines auf dem Marktplatz, eins an der Ecke Schützen- und Hohenfuhrstraße, hat er organisiert. „Für ein weiteres Großgeschäft auf dem Marktplatz laufen noch Gespräche“, sagt er. Für die Kids gibt es noch den „Entchen angeln“-Stand, Bälle werfen ist im Angebot, kulinarisch für jeden Geschmack soll etwas dabei sein. Schwer sei es zur Zeit, Losbuden zu verpflichten, deren Fokus auf Stofftieren liegt. „Die Lieferketten aus Übersee funktionieren zwar wieder, die Containerkosten sind seit Corona aber in die Höhe geschossen“, sagt Schmidt. „Diese Stände fallen gerade überall weg.“ Den hohen Kosten geschuldet, gibt es in diesem Jahr auch kein Bühnenprogramm zur Pflaumenkirmes, sagt Kirsten Hackländer. Dafür wird am Sonntag auf einem Teilbereich der Hohenfuhrstraße ein Trödelmarkt zum Bummeln und Stöbern einladen. Organisiert wird er vom Unternehmen „Knallfabrik“, Anmeldungen werden noch entgegengenommen.

Nach zwei Jahren Stillstand werden wir erst einmal kleiner anfangen.

Johannes Mans, Bürgermeister

„Nach zwei Jahren Stillstand werden wir erst einmal kleiner anfangen“, erklärt Bürgermeister Johannes Mans. Er freue sich, dass 2022 die Veranstaltung wieder laufen könne, Spaß und Geselligkeit wieder angeboten werden können. Frank Schmidt war in den letzten Wochen viel unterwegs und hat gemerkt: „Die Leute auch wollen wieder etwas erleben.“ Eröffnet wird die Kirmes am Freitag um 18 Uhr auf dem Markt. Bürgermeister Johannes Mans wird den obligatorischen Pflaumenkorb überreichen, der stets an eine soziale Einrichtung geht - in diesem Jahr an die Diakonie.

Dass es nicht zu Zwischenfällen kommt wie auf der Schützenkirmes im Juni, wo sexuelle Übergriffe und Belästigungen auf Mädchen zum Thema wurden, dafür hat die Stadt vorgesorgt. Mitarbeiter des Rader Jugendamts und des DRK werden vor Ort sein. Ein gut erkennbarer Pavillon am Eingang Hohenfuhrplatz wird zur Anlaufstelle. Jochen Pries vom Jugendamt erläutert: „Ich werde im Vorfeld in die Schulen gehen, das Thema ansprechen und auf unser Präsenzangebot aufmerksam machen.“

Im Zuge der Pflaumenkirmes wird es in der Woche zuvor bereits zu Straßensperrungen im Innenstadtbereich kommen. Der Hohenfuhrparkplatz wird ab Sonntag, 11. September, 23 Uhr, gesperrt. Ab Mittwoch folgen Hohenfuhr-, Teile der Kaiser-, Kotten- und Schützenstraße.

Hintergrund

Wochenmarkt: Der Wochenmarkt am Samstag, 17. September, im Bereich Ecke Kaiser-/Weststraße bis Ecke Kaiser-/Telegrafenstraße stattfinden.

Trödelmarkt: Anmeldungen für den Trödelmarkt unter info@knallfabrik.de

Linienbusse: Vom Mittwoch, 14. September, bis Dienstag, 20. September, entfallen die Haltestellen Rathaus, Lindenbaumschule und Hermannstraße. Auf der B 229 in Höhe Südkreuzung werden Ersatzhaltestellen eingerichtet.

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