Stadt baut Radwege in Heide und Honsberg

Der Radweg endet etwa 100 Meter hinter dem Ortseingangsschild und soll von dort dann etwa 400 Meter bis zum Ortseingang Heide fortgeführt werden.
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Der Radweg endet etwa 100 Meter hinter dem Ortseingangsschild und soll von dort dann etwa 400 Meter bis zum Ortseingang Heide fortgeführt werden.

Eigentlich wäre der Landesbetrieb Straßen NRW in zwei Ortschaften zuständig.

Von Joachim Rüttgen

Radevormwald. Wer auf der Kölner Straße aus Richtung Kreisverkehr per Fahrrad oder zu Fuß nach Heide möchte, landet knapp 100 Meter hinter dem Ortseingang von Grünenbaum im Schotter. Hier endet der kombinierte Rad- und Gehweg. Und in Karthausen am geplanten Neubaugebiet (L 81) gibt es erst gar keinen eigenen Bereich für Radler und Fußgänger in Richtung Honsberg.

Das wird sich in den kommenden Jahren ändern, denn die Stadt hat mit dem Landesbetrieb Straßen NRW, der eigentlich für den Bau von Radwegen zuständig ist, eine Verwaltungsvereinbarung abgesprochen, die dafür sorgt, dass statt des Landesbetriebes, dem Personal fehlt, die Stadt Herr des Verfahrens wird und die Radwege bauen lässt. Die Kosten übernimmt der Landesbetrieb. Die Vereinbarung für Heide ist bereits unter Dach und Fach, die für Honsberg kurz vor der Vollendung, versichert Ulrich Dippel, Leiter des Tiefbauamtes.

Landtagsabgeordnete haben die Stadt tatkräftig unterstützt

Demnach soll der vorhandene Radweg hinter Grünenbaum bis zum Ortseingang Heide auf einer Länge von etwa 400 Metern verlängert werden. Der Weg in Bergerhof soll hinter dem geplanten Neubaugebiet Karthausen beginnen und bis Honsberg (ohne die Umgehung) verlaufen – möglicherweise mit Anschluss an die L 412 Richtung Kräwinkel.

In beiden Fällen haben die Landtagsabgeordneten Jens-Peter Nettekoven (CDU) und Sven Wolf (SPD) die Stadt tatkräftig unterstützt, um die Idee der Verwaltungsvereinbarung in die Tat umzusetzen. „Wir brauchen diese Türöffner beim Land“, dankt Bürgermeister Johannes Mans den beiden Politikern für ihr Engagement.

Das Thema ist nicht neu, seit Jahren wünschen sich die Bürger mehr Radwege und bessere Verbindungen. Die enge Verzahnung zwischen Verwaltung, Bürgermeister und Landespolitikern führte nun zu einem schnellen Ergebnis.

„Da ist das Parteibuch auch völlig egal“, meint Nettekoven. Es gehe einzig und allein um die Wünsche der Bürger. Nun gebe es eine „Riesenmöglichkeit für Radevormwald“, die neuen Wege zu bekommen. „Denn Problem sind nicht die guten Ideen, sondern die Umsetzung“, sagt Nettekoven. Regelmäßig würden ihn Bürger auf das Thema Radwege ansprechen. So auch für die Strecke von Rade nach Lennep. Auch hier stehen noch Gespräche an, um eine durchgehende Verbindung für Radfahrer zu schaffen – „und vor allem, dass sie nicht die Straße queren müssen, um auf der anderen Seite weiterzufahren“, sagt Nettekoven. Das sei sehr gefährlich.

Bürgermeister Johannes Mans sieht in der Entwicklung der Radwege ein wichtiges Zukunftsthema, auch bei der künftigen Stadtteilentwicklung, wie etwa in den Wupperorten. Die Strukturen müssten optimal angepasst werden, sagt er. Da Nettekoven regelmäßig mit dem Fahrrad auch in Rade unterwegs ist, kennt er sich gut aus und weiß, dass an einigen Stellen gerade auf dem Weg von Beyenburg Richtung Wilhelmstal Beschilderungen fehlen.

Immer wieder werde er gefragt, wie viel Einfluss er tatsächlich für die Radevormwalder beim Land einbringen kann. „Zu 80 Prozent fallen die Entscheidungen bei Land und Bund von ganz alleine“, sagt er. Aber für die restlichen 20 Prozent sehe er gute Chancen für eine Umsetzung. Das funktioniere aber nur, wenn alle Ebenen zusammenarbeiten und sich regelmäßig austauschen.

Genau auf diesen Austausch legt auch der Erste Beigeordnete der Stadt, Simon Wowoyd, großen Wert: „Politik, Verwaltung, Fachabteilungen und die Landtagsabgeordneten tauschen sich da aus.“ So eine Verwaltungsvereinbarung wie für Heide und Honsberg sei für die Stadt goldwert, „weil wir das Heft in der Hand halten, und ich hoffe sehr, dass das gesamte Verfahren auch kostendeckend für die Stadt sein wird und wir nicht zuzahlen müssen“, sagt der Kämmerer.

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