Radevormwald

Spiel und Spaß rund um die Bratwurst

Jürgen Fischer überreicht Ilka Heynen mit Freundin Irene Berang die Bratwürste.
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Jürgen Fischer überreicht Ilka Heynen mit Freundin Irene Berang die Bratwürste.

Vor über 40 Jahren brachte Hausmeister Klaus Bergner die Idee mit

Radevormwald. -sebu- Konzentriert sitzen sie da, vor ihnen auf dem Tisch mehrere Spielkarten ausgebreitet und sonnengelbe Pinne. Leise ist es, als Vereinsvorsitzender Jürgen Fischer in die alte Holzkiste mit den Spielsteinen greift und eine Nummer verkündet: „57“, ruft er laut und platziert die dicke Holzmünze auf das nummerierte Schachbrett.

Es raschelt, während die Spieler ihre Pinne auf die Karte legen. Mehrere der gut 40 Anwesenden im Raum stöhnen kurz auf. „Nur noch eine Zahl“, ist aus dem Plenum zu hören. „Zieh jetzt bitte die Zwei“, sagt eine Dame amüsiert. Fischer nickt: „Sonst noch jemand Zahlenwünsche? Nur her damit“, sagt er trocken. Während ihm einige tatsächlich Zahlen zurufen, schließt er die hölzerne Schatulle und schüttelt sie noch mal kräftig durch. Er greift hinein. „Die Acht“, verkündet er dann. „Bingo“, ruft eine Frau von den vorderen Plätzen, befreit ihre Spielkarte von den Pinnen und überreicht sie Fischer zur Kontrolle. Nach einem kurzen Blick auf sein Spielbrett nickt dieser zustimmend. „Glückwunsch. Wir haben eine Gewinnerin.“

Die erste Runde ist damit vollendet, die Frau stolze Besitzerin von vier frischen Bratwürsten. Sie lacht, während andere Teilnehmer ihr beim Vorbeigehen anerkennend auf die Schulter klopfen. Ehe die nächste Runde beginnt, ruft Fischer zu einer Würstchenpause auf. Denn während im Haus um die leckere Prämie gespielt wird, haben andere Vereinsmitglieder weitere Würste bereits zum Verzehr auf den Grill gelegt.

Alle sechs Wochen gibtes das Bratwurstlotto

Ilka Heynen aus Schwelm hat die erste Runde des Abends gewonnen. Bratwurstlotto in Önkfeld hat sie erst vor vier, fünf Jahren entdeckt und auch gleich Freundin Irene Berang aus Radevormwald dafür begeistert. Vor der Pandemie waren sie regelmäßig dabei, wenn die Kulturgemeinde zum Spielabend einlud. „Die Atmosphäre und Geselligkeit sind hier immer sehr schön“, schwärmt Heynen. „Und die Würstchen sind wirklich sehr lecker“, fügt ihr Ehemann schmunzelnd hinzu.

Ein simples Spiel, das in der Kulturgemeinde nicht aus dem Programm wegzudenken ist, berichtet auch Jürgen Fischer. Von September bis April wird in der Regel alle sechs Wochen zum Bratwurstlotto geladen. „In den Monaten ohne R spielen wir normalerweise nicht“, sagt Fischer mit Blick auf die Sommermonate. In diesem Jahr gibt es eine pandemiebedingte Ausnahme.

Mindestens 200 Würstchen werden an solchen Abenden verteilt. „Manchmal sind es aber auch mehr, dann haben wir die Möglichkeit, Gutscheine auszugeben, mit denen sich die Gewinner ihre Würstchen direkt in der Metzgerei abholen können.“ Mit verschiedenen Fachbetrieben habe die Kulturgemeinde bereits zusammengearbeitet, derzeit sind es die Grillwürste der Metzgerei Kalkuhl, die es beim Bratwurstlotto zu gewinnen gibt.

Ende August, Anfang September will Fischer zum nächsten Spielabend einladen. Dann wird sich das ehemalige Landschulhaus erneut mit Besuchern aus der Region füllen, auf die ein kurzweiliger Abend mit Spiel, Spaß, Spannung und Würstchen wartet.

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