Sitzen und auftanken auf der Solarbank

Natalie Enneper und Niklas Lajewski von der Stadtverwaltung (hinten) präsentieren gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Mans und Cèline Zahn, Regionalmanagerin Leader Bergisch Wasserland, die smarte Bank vor der reformierten Kirche. Hier können Smartphones auch kabellos geladen werden. Foto: Claudia Radzwill
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Natalie Enneper und Niklas Lajewski von der Stadtverwaltung (hinten) präsentieren gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Mans und Cèline Zahn, Regionalmanagerin Leader Bergisch Wasserland, die smarte Bank vor der reformierten Kirche. Hier können Smartphones auch kabellos geladen werden.

Mit Sonnenenergie kann auf dem Markt und am Siedlungsweg Strom geladen werden

Von Claudia Radzwill

Sie fällt ins Auge, die Solarbank oben auf der Treppe vor der reformierten Kirche. Besonders jetzt, in der dunklen Jahreszeit: Abends ist sie nämlich beleuchtet. Und nicht nur das. An der sogenannten „Smartbenches“ kann auch das Smartphone aufgeladen werden, das Tablet oder andere Geräte, die über einen USB-Anschluss verfügen. Über Ladeflächen ist aber auch das kabellose Laden von Geräten möglich. Die Bänke nutzen Sonnenenergie, um Strom zu erzeugen. Unter der Sitzfläche aus Sicherheitsglas befindet sich das Solarmodul. „Zwei Solarbänke hat die Stadt angeschafft“, erklärt Pressesprecher Wolfgang Scholl. Die zweite Bank steht am Bürgerzentrum am Siedlungsweg in Dahlerau. Aufgestellt wurden die Bänke Ende September.

Die Kosten betrugen 10 000 Euro für beide Bänke. 80 Prozent der Kosten sind gefördert. Die Fördermittel stammen aus dem Regionalbudget von Leader Bergisches Wasserland.

120 Aufladungen wurden schon gezählt

Für die Solarbänke eingesetzt haben sich Klimaschutzmanager Niklas Lajewski und Natalie Enneper, städtische Beauftragte für die Wupperorte - sie loben das unkomplizierte Antragsverfahren. „Es war einfach und überschaubar.“

Céline Zahn, Regionalmanagerin Leader Bergisches Wasserland, hat sie dabei unterstützt - und nahm am Mittwochmorgen nun zusammen mit Bürgermeister Johannes Mans auf der Bank am Markt probeweise Platz. Für das Förderprogramm, dass innovative Ideen im Kreis unterstützt, werde es 2022 eine Neuauflage geben, kündigte sie an. Ein Gesamtvolumen von 200 000 Euro stünde dann zur Verfügung. Niklas Lajewski und Natalie Enneper freut dies. Sie haben schon weitere Ideen für die Stadt in petto - mehr verraten sie aber noch nicht.

Wie viel Strom die Bänke produzieren und wie die Bänke von den Bürgern genutzt wird, kann die Stadtverwaltung ablesen. Jetzt, gut eineinhalb Monate nach dem Aufstellen, gab es das erste Fazit. „120 Aufladungen haben wir gezählt“, berichtet Natalie Enneper. „Wir haben mit weniger gerechnet, gerade jetzt in der kalten Jahreszeit.“ Dabei werde die Bank in Dahlerau mehr genutzt. „Das liegt vielleicht daran, dass es im dortigen Bürgerzentrum gerade viele Veranstaltungen gibt.“ Die Smartbenches sind ein gutes Beispiel für die Nutzung erneuerbarer Energien - und an den beiden zentralen Orten wird die Technik nun Bürgern nähergebracht. Aufgeladen werden die Geräte, solange die Energie reicht. Dass es derzeit eher grau und regnerisch ist, stört dabei nicht. „Bisher war immer Strom da“, sagt Natalie Enneper. Die innovativen Smartbenches sind auch W-Lan fähig. Diese Funktion sei aber noch nicht freigeschaltet, erklärt Lajewski.

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