Konzert

Sinfonische Premiere am Pfingstwochenende

Freuen sich alle auf die Sinfonischen Orchestertage, v. l.: Anne Rößler, 1. Beigeordneter Simon Woywod, Ann-Kristin Mertmann, Kirsten Hackländer (Stadt Radevormwald/Veranstaltungen), Michael Borner (Rader Musikschule), Bürgermeister Johannes Mans und Anissa Zoghlami.
+
Freuen sich alle auf die Sinfonischen Orchestertage, v. l.: Anne Rößler, 1. Beigeordneter Simon Woywod, Ann-Kristin Mertmann, Kirsten Hackländer (Stadt Radevormwald/Veranstaltungen), Michael Borner (Rader Musikschule), Bürgermeister Johannes Mans und Anissa Zoghlami.

Erstmals kommen in Radevormwald Musiker und Musikerinnen zu den Orchestertagen zusammen

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Erstmals finden in der Bergstadt „Sinfonische Orchestertage“ statt – unterstützt von der Radervormwalder Musikschule (RMS) und Bürgermeister Johannes Mans. Am Pfingstwochenende, vom 2. bis 7. Juni, wird in der Jugendbildungsstätte in einem großen Orchesterensemble musiziert. Fünf Tage lang proben Musiker und Musikerinnen aus verschiedenen Städten und Gemeinden auf ein gemeinsames Abschlusskonzert hin.

Organisiert wird das Event vom Verein „Sinfonische Orchestertage“, der sich aus den Coesfelder Orchestertagen heraus gebildet hat. „Dort hat man das Veranstaltungskonzept geändert.
Wir möchten die Projekttage in der Tradition der alten Treffen weiterführen“, sagt die Vorsitzende Ann-Kristin Mertmann, Violinistin aus Wuppertal und Tochter des Organisten und Musikwissenschaftlers Joachim Dorfmüller.

Im Sommer 2021 wurde der Verein gegründet. Angesprochen werden Musiker und Musikerinnen, die motiviert sind, auf hohem Niveau zusammen ein besonderes Konzertprogramm auf die Beine zu stellen. Mit ihrer Stellvertreterin Anne Rößler und Schatzmeisterin Anissa Zoghlami stellte Ann-Kristin Mertmann das Projekt am Montagmorgen im Rathaus vor.

„Nach den langen Corona-Wochen möchten die Menschen wieder Kultur erleben.“

Bürgermeister Johannes Mans

Bürgermeister Johannes Mans freut sich auf das musikalische Event. „Nach den langen Corona-Wochen möchten die Menschen wieder Kultur erleben“, weiß er. Das müsse man fördern. Auch finanziell. „Wir würden uns noch über einige Unterstützer freuen“, sagt Ann-Kristin Mertmann. Die Jugendbildungsstätte in Rade gefunden zu haben, sei ein Glücksfall, freut sie sich. „Dort gibt es große und kleine Probenräume, Übernachtungsmöglichkeiten und Platz für das Abschlusskonzert“, zählt Ann-Kristin Mertmann auf. 62 Mitwirkende haben sich bisher angemeldet. Die jüngste Teilnehmerin ist 14 Jahre alt, die ältesten Teilnehmer sind über 60 Jahre. „Mit der Anzahl können wir gut spielen. Kontrabass-Spieler, eine Harfe und ein Schlagzeug könnten wir aber noch gebrauchen“, sagt Anne Rößler. Mit der Radevormwalder Musikschule hat der Verein auch einen Kooperationspartner vor Ort gefunden. „Die Sinfonischen Orchestertage sind ein Riesengewinn für Radevormwald“, hebt Leiter Michael Borner hervor. Er hofft, dass mit dem Event das Interesse an Orchesterinstrumenten wieder steigt. „Die Musikschule hat leider kein Kammerensemblemehr“, bedauert er. Dieses Jahr nehme kein Schüler oder Schülerin der RMS an den Tagen teil. „Auf den Coesfelder Orchestertagen waren in der Vergangenheit allerdings öfter Musiker und Musikerinnen von uns dabei“, blickt er zurück.

Anne Rößler war eine von ihnen. Sie ist Raderin, spielt leidenschaftlich Geige und stammt aus der Radevormwalder Musikerfamilie Ritter. Sie spielte schon mit elf Jahren in Coesfeld mit. Um für die Orchesterinstrumente zu werben, sei am Sonntag in der Jugendbildungsstätte auch eine offene Probe für alle Interessierten geplant, erklärt Anne Rößler. Zusammen mit Ann-Kristin Mertmann und Anissa Zoghlami hofft sie wie Borner, dass besonders Streich- und Blasinstrumente wieder mehr in den Fokus des Musikunterrichts rücken.

Noch eine Verbindung gibt es zwischen der Radevormwalder Musikschule und dem Verein Sinfonische Orchestertage: Mit im Tutoren-Team der Projekttage sitzt Alexandra Kratsch – eine ehemalige Dozentin.

Und wenn auch keine Musiker, so ist doch ein Lehrer der RMS an den Projekttagen mit dabei. Ein besonderes Highlight wird der Auftritt von Bernd Paffrath sein, mehrfach ausgezeichneter Stepptänzer.

Er wird beim „Tap Dance Concerto“ von Morton Gould mit Stepp-Taps den Takt angeben. Der Schwerpunkt der Orchestertage unter der Leitung von Desar Sulejmani liegt auf dem Thema „Amerika“. Geprobt und aufgeführt werden „Appalachian Spring“ von Aaron Copland und die Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ von Antonín Dvorák.

Hintergrund

Das Abschlusskonzert findet Pfingstmontag, 6. Juni, um 18 Uhr in der Sporthalle der Jugendbildungsstätte, Telegrafenstraße 59, statt. Es ist öffentlich. Karten unter:

www.bergisch-live.de

Das Team der Sinfonischen Orchestertage freut sich über Sponsoren. Kontakt online über: www.sinfonische-
orchestertage.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unfallflucht: Polizei sucht Zeugen
Unfallflucht: Polizei sucht Zeugen
Unfallflucht: Polizei sucht Zeugen
JYSK und Subway werden neue Mieter
JYSK und Subway werden neue Mieter
JYSK und Subway werden neue Mieter
Tragische Umstände führen vors Gericht
Tragische Umstände führen vors Gericht
Tragische Umstände führen vors Gericht
Alter, Wetter und Abfall lassen Bäume sterben
Alter, Wetter und Abfall lassen Bäume sterben
Alter, Wetter und Abfall lassen Bäume sterben

Kommentare