Unterstützung von Opfern

Sexualisierte Gewalt: Städte kooperieren bei Beratung

Nicht ausreichende Kapazitäten sollen aufgestockt werden.

Von Stefan Gilsbach

Radevormwald. Am 20. Mai haben der Oberbergische Kreis, die Städte Radevormwald, Wipperfürth, Gummersbach und Wiehl sowie der Verband der Katholischen Kirchengemeinden im Oberbergischen Kreis, der Verein Nina + Nico und der Kirchenkreis An der Agger eine „Gesamtkooperationsvereinbarung zum Ausbau der Beratungsangebote und Koordinationsstrukturen bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Oberbergischen Kreis“ unterzeichnet.

Alle fünf Jugendämter und die vier zuständigen Beratungsstellen im Oberbergischen Kreis kooperieren nun eng, um die bisher nicht ausreichenden Beratungskapazitäten aufzustocken. So soll dem vorhandenen Bedarf Rechnung getragen werden. Hierfür wurden für 4,5 neue Stellen Fördermittel akquiriert. Die Beteiligten streben an, nun den vorhandenen Bedarf an spezialisierter Beratung abzudecken und den Betroffenen von sexualisierter Gewalt kreisweit adäquate Unterstützung anzubieten.

Angebot vor Ort soll ausgebaut werden

Der Oberbergische Kreis als ländlich geprägter Flächenkreis, mit teilweise langen Anfahrtswegen zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten, möchte mit einem gemeinsamen Handlungs- und Maßnahmenkonzept einen verbesserten Schutz von Kindern- und Jugendlichen auf den Weg bringen und die Beratungssituation vor Ort flächendeckend ausbauen und verbessern, um die Wartezeiten zu verkürzen, sowie eine lückenlose Versorgungssituation zu gewährleisten.

Schon jetzt würden die Kapazitäten weder bei den Beratungsstellen noch bei den niedergelassenen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ausreichen, um nur die jetzt schon bekannt gewordenen Fälle zeitnah zu betreuen. „Das hier geschaffene Beratungsangebot ist ein wichtiger Baustein beim Ausbau des (präventiven) Kinderschutzes, den wir kontinuierlich weiterentwickeln möchten“, berichtet Kreissozialdezernent Ralf Schmallenbach. Sowohl Mädchen als auch Jungen würden Betroffene sexualisierter Gewalt. Oft blieben die Taten lange unentdeckt, nur wenige Betroffene schaffen es, über das Erlebte zu sprechen.

Sexualisierte Gewalt in der Kindheit und Jugend wirkt nach. Zeitnahe, leicht zugängliche und individuelle Hilfen seien unverzichtbar, um der Gewalterfahrung angemessen zu begegnen. Um sich aus der Missbrauchssituation zu befreien, benötigen sie professionelle Hilfe, die zeitnah und ortsnah niederschwellig erreichbar sein muss. Mit der Kooperation soll dies nun erreicht werden.

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