Sekundarschule nimmt ab Montag Namensvorschläge entgegen

Dejan Vujinovic (Schulausschuss), Sandra Pahl (Schulleiterin) und Olaf Kirsch (Stellvertretender Schulleiter, v.l.) haben die erneute Suche nach einem Namen auf den Weg gebracht. Foto: Claudia Radzwill
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Dejan Vujinovic (Schulausschuss), Sandra Pahl (Schulleiterin) und Olaf Kirsch (Stellvertretender Schulleiter, v.l.) haben die erneute Suche nach einem Namen auf den Weg gebracht.

Schüler können sich am anonymen Prozess beteiligen

Von Claudia Radzwill

Runde zwei für die Namensgebung. Eigentlich sollte die Radevormwalder Sekundarschule schon längst den Namen von Malala Yousafzai tragen, der pakistanischen Friedensnobelpreisträgerin. Laut Ratsbeschluss aus dem Jahr 2018 sollte Malala Yousafzai dieser Entscheidung zustimmen. „Eine Antwort blieb allerdings bis heute aus“, sagen Schulleiterin Sandra Pahl und der Schulausschussvorsitzende Dejan Vujinovic.

Daher wird jetzt ein neuer Name gesucht. Und Schulleiterin Pahl hat dazu einen ganz neuen Prozess entwickelt. „Ein gutes Verfahren“, sagt Dejan Vujinovic. Denn mit dem Namen Malala Yousafzai war die Politik einst „überrascht worden“. Nicht jeder Politiker war damals einverstanden, auch wenn es am Ende im Stadtrat für den Namen eine Mehrheit gab. „Mit den neuen Verfahren wollen wir die Namensfindung auf ein festes Fundament stellen“, sagt Sandra Pahl. Schule und die Stadt als Schulträger arbeiten nun bei der Namensfindung eng zusammen.

Bei der nächsten Runde dabei können Schüler, Eltern und Lehrer wie auch Politiker und Schulausschussmitglieder ab dem kommenden Montag, 30. September, Vorschläge einreichen. Genutzt wird dazu das Tool Edkimo, das die Eingaben anonymisiert sammelt.

Der Name sollte in Verbindung mit etwas stehen, für was die Sekundarschule stehe: „Schule ohne Rassismus“, Weltoffenheit, „eine Schule für alle“, eine „Schule, die Demokratie stärkt“. Auch wichtig: „Wir sind keine Schwerpunktschule. Daher sollten auch Namen von Sportlern oder Wissenschaftlern ausgeschlossen werden,“ sagt Sandra Pahl. Aus den bisherigen Erfahrungen wünsche man sich eher den Namen eine verstorbene Person.

Abstimmung soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein

Sandra Pahl und Dejan Vujinovic haben das Ende der Abstimmung auf Ende Oktober datiert – mit einer Option, zu verlängern. „Liegen alle Vorschläge vor, wird eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Schule und des Schulausschusses nicht tragbare Namen streichen“, erklären sie das weitere Prozedere. Dann dürfen wiederum über Edkimo die Schüler abstimmen. „Zuvor wird es Workshops geben, die sich mit den Namen auseinandersetzten. Uns als Schule ist es wichtig, dass die Schüler wissen, was der Name bedeutet“, erklärt die Schulleiterin.

Steht der Name fest, geht’s weiter über den Schulausschuss und den Rat. „Da wir den Prozess begleiten, ist das dann nur noch eine Formalität“, sagt Dejan Vujinovic. Sandra Pahl hofft, dass dann im Sommer 2022 der erste Abschlussjahrgang der Radevormwalder Sekundarschule auf dem Zeugnis den neuen Namen stehen hat.

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