Geräte hatten für Fragen gesorgt

Sekundarschule erhält Sicherheitskameras

Blick auf eines der Gebäude der Sekundarschule Radevormwald an der Hermannstraße.
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Blick auf eines der Gebäude der Sekundarschule Radevormwald an der Hermannstraße.

Geräte in den Gängen hatten für Fragen gesorgt.

Von Stefan Gilsbach

„Nanu, werde ich etwa gefilmt?“ – diese Frage haben sich zuletzt manche Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule gestellt. Im Eingangsbereich des Gebäudes wie auch in Gängen und Räumen sind nun Kameras zu sehen. Manche Jugendliche bekamen das ungute Gefühl, im Schulalltag von Überwachungskameras aufgenommen zu werden.

Schulleiterin Sandra Pahl hat in einem Offenen Brief auf der Internetseite der Schule die Schüler und die Eltern darüber informiert, was die Kameras bedeuten, warum sie installiert wurden – und wofür sie nicht gedacht sind.

Die Kameras, erläutert Pahl, seien ein neues Alarm- und Notfallsystem. Keineswegs werde von den Okularen den ganzen Tag über gefilmt, was sich in den Gängen der Schule tue. Sie seien ausschließlich für die Sicherheit der Schüler und Lehrer da.

„Die Kameras dienen als Einbruchsalarm“, bestätigt Flora Treiber, Referentin der Stadtverwaltung. Die Apparate seien mit Sensoren versehen, die aktiviert werden, falls etwas Verdächtiges sich in der Zeit regt, in denen die Schule eigentlich geschlossen ist. Sandra Pahl schreibt dazu: „In diesem Fall wird die Schule widerrechtlich betreten und die Kameras springen an und zeichnen auf.“

Der zweite Fall, in dem die Kameras aktiviert werden, hat mit den grauen Kästen zu tun, die ebenfalls in den Gängen zu sehen sind. Dort kann ein Notfall ausgelöst werden, in diesem Fall wird der Rettungsdienst alarmiert. Wenn dies passiert, springen auch die Kameras an, „und man kann sehen, was passiert ist“, so Pahl. Wurde eine Person verletzt oder mehrere? Diese Funktion könne Leben retten.

Schüler müssten sich nun nicht beobachtet fühlen

„Ganz wichtig ist daher hier die Information, dass ansonsten niemals aufgezeichnet wird – ihr müsst euch also jetzt nicht beobachtet fühlen“, adressiert Sandra Pahl die Schüler. Der Schulträger habe ebenfalls versichert, dass diese Kamerafunktionen datenschutzkonform ist. Auch dies bestätigt Stadt-Referentin Treiber: „Der Datenschutzbeauftragte des Oberbergischen Kreises hat die Anlagen abgenommen.“

Die Rektorin der Sekundarschule ermahnt die Kinder und Jugendlichen, nicht leichtfertig Unfug mit dem Notfallsystem zu treiben. Das System sei wie Feuermeldekästen dazu da, um im Notfall Menschen zu retten. Pahl macht deutlich, dass Witzbolde, die das System betätigen möchten, sich nicht so leicht herausreden können.

„Ich muss hier deutlich darauf hinweisen, dass man nicht versehentlich auf den Knopf drücken kann.“ Ganz zu schweigen davon, dass der „Täter“ von dann anspringenden Kameras gefilmt wird. Und den Rettungsdienst aus Spaß zu rufen, das werde teuer. Die Schulleiterin informiert auch über die neuen Drehknöpfe an den Ausgangstüren. „Die Drehknöpfe dienen nicht dazu, die Tür auf zu machen – bitte benutzt weiter die Türklinke“, schreibt Pahl. „Die Drehknöpfe haben mit dem Verschließen der Türen zu tun. Dabei kommt man natürlich immer aus dem Gebäude – nur halt manchmal nicht mehr herein.“ Die Lehrkräfte würden mit den neuen Schlüsselclips in der nächsten Zeit noch eingewiesen.

Ein scharfsinniger Schüler habe in den Kameras eine besondere pädagogische Finesse gewittert, berichtet Sandra Pahl. Er fragte: „Frau Pahl, das haben Sie nur gemacht, um uns zu zeigen, dass heimliches Filmen mit Handy nicht geht.“

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