Aktion

Segenstütchen bringen 12 700 Euro ein

Regina Lambrecht und ihre Tochter Paula verteilten den „Segen to go“ am Sternsinger-Stand vor dem Caritashaus. Fotos: Mathias Lambrecht
+
Regina Lambrecht und ihre Tochter Paula verteilten den „Segen to go“ am Sternsinger-Stand vor dem Caritashaus.

Sternsinger-Aktion der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien und Josef.

Von Claudia Radzwill

Dieses Jahr war alles anders. Wegen der Corona-Pandemie konnten die Sternsinger im Januar nicht von Haus zu Haus ziehen. Stattdessen wurden „Segenstütchen“ in Radevormwald und in den Wupperorten verteilt. Darin enthalten: der Segensspruch als Aufkleber und die Bitte um eine Spende für die Sternsinger-Aktion. Insgesamt kamen dabei 12 700 Euro zusammen. „Das hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Regina Lambert, die mit Ehemann Mathias die Aktion für die katholische Gemeinde St. Marien und Josef organisiert.

Rund 850 Tütchen wurden ausgegeben. „Bei den angemeldeten Haushalten wurden sie kontaktlos in die Briefkästen eingeworfen“, berichtet Regina Lambert. 283 Anmeldungen hatte es zuvor gegeben. Es waren weniger als 2020, wo Lamberts 359 Haushalte zählten. Zum Zeitpunkt der Anmeldungen war allerdings noch ein Präsenzbesuch der kleinen Könige geplant – das habe gerade ältere Bürger abgehalten. „Was wir verstehen, da sie der Risikogruppe angehören“, sagt Regina Lambert.

„In der Übertragung war der Stern mit unserem Logo sogar zu sehen.“

Regina Lambert, Organisatorin der Sternsinger-Aktion in Rade, über den Aussendegottesdienst in Mainz

Anfang Januar wurde aufgrund der Corona-Lage der persönliche Besuch der Sternsinger jedoch abgesagt. „Es gab die Corona-Schutzverordnungen, Auflagen des Ordnungsamtes und die Bitte des Kindermissionswerkes ‘Die Sternsinger’, die Aktion kontaktlos durchzuführen“, berichtet Regina Lambert. „Wir handelten – und entschlossen uns, stattdessen die Segenstütchen zu verteilen.“

Die Segenstütchen gab es dann nicht nur mehr in den Briefkasten, sie lagen auch zum Mitnehmen aus – im Geschäft PBS Schwanz am Schlossmacherplatz und in den beiden Kirchen St. Marien und St. Josef. In den Gotteshäusern habe man mehrfach Tütchen nachlegen müssen. „Außerdem hatten wir am offiziellen Sternsingertag, dem 9. Januar, unter dem Motto ‘Segen to go’ auch zwei Stände aufgebaut,“ erzählt Regina Lambert. Einer hatte seinen Standort vor dem Caritashaus an der Hohenfuhrstraße in Radevormwald, einen zweiten Stand gab es vor der Kirche St. Josef in Dahlerau.

Dass die Nachfrage der Segenstütchen am Ende so hoch war, habe sie selbst überrascht. Jedes Jahr sind bei der Sternsinger-Aktion auch die Kommunionkinder mit eingebunden. „Für dieses Jahr hatten wir uns für die Kinder coronagerechte Optionen überlegt“, erklärt Regina Lambert. Wären die Sternsinger von Haus zu Haus gezogen, hätten die Corona-Regeln gegriffen. Als die Besuche abgesagt wurden, gab es für die Kids alternative Angebote zum Mitmachen. „Wir baten darum, mit der Familie Tütchen auszutragen. Da meldeten sich vier Familien plus unsere eigene, da unsere Tochter Paula auch ein Kommunionkind ist.“ Zwei Kinder nutzten das Angebot und malten etwas für die Segenstütchen. Drei weitere Kinder halfen bei der Ausgabe der Tütchen am Stand vor dem Caritashaus. „Die Resonanz war enttäuschend“, sagt Regina Lambert dazu. Immerhin gehen 35 Kinder zur Kommunion. Bei der Verteilung der Segenstütchen halfen dann die Gruppenleiter aus dem Vorjahr mit.

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. Coronakonform fand der Festgottesdienst als ZDF-Fernsehgottesdienst aus der Kirche St. Rabanus Maurus in Mainz statt. Dazu gab es den Aufruf, einen Stern zu gestalten, der stellvertretend für die Sternsinger einen Platz in den Bänken bekam. Dem war auch das Sternsinger-Team aus Rade nachgekommen. „In der Übertragung war der Stern mit unserem Logo sogar zu sehen“, erzählt Regina Lambert. Der Erlös der örtlichen Sternsingeraktion fließt auch 2021 in die Stadt Bo in Sierra Leone. Unterstützt wird ein Projekt der dortigen Caritas zur Stärkung des Kinderschutzes und der Bildungschancen.

Spenden

Der Stern mit dem Sternsingerlogo aus Rade (links) war im Fernsehgottesdienst zum 175. Bestehen des Kindermissionswerks ‘Die Sternsinger’ zu sehen.

Spender: In diesem Jahr gab es verschiedene Wege, für die Sternsingeraktion des Kindermissionswerkes zu spenden. 250 Bürger und Bürgerinnen überwiesen Geld aufs Spendenkonto. Rund 120 Spender nutzten die Möglichkeit, das Spendentütchen in den Briefkasten am Pfarrhaus St. Marien einzuwerfen. Rund 50 Rader und Raderinnen kamen am Stand im Caritashaus vorbei und gaben Geld in die Spendendose. Damit haben gut die Hälfte der Empfänger der Segenstütchen gespendet. Eine erfreuliche Resonanz, so das Sternsingerteam.

Kontakt: Tel. (01 60) 98 30 51 61 oder per E-Mail.

sternsinger-rade@web.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Alles beginnt mit einem Missverständnis
Alles beginnt mit einem Missverständnis
Alles beginnt mit einem Missverständnis

Kommentare