Verkehr

Schneefall bremst die Bergstadt aus

Nichts geht mehr: An den Steigungen – wie hier an der Bundesstraße 229 in Richtung Zentrum – gab es große Probleme.
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Nichts geht mehr: An den Steigungen – wie hier an der Bundesstraße 229 in Richtung Zentrum – gab es große Probleme.

Winterwetter sorgte am Donnerstagmorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Von Stefan Gilsbach

Radevormwald. Der Winter ist zurück: Am Donnerstag sorgte starker Schneefall auch in Radevormwald für glatte Straßen und für Verkehrsbehinderungen. So teilte die gegen 9 Uhr die Oberbergische Verkehrsgesellschaft (OVAG) mit, dass „aufgrund des anhaltenden Schneefalls und der derzeitigen Nicht-Befahrbarkeit des Großteils der Strecken“ kurzfristig der Linienverkehr eingestellt werde. „Busse, die noch unterwegs sind, beenden soweit wie möglich noch den Linienweg“, erklärt OVAG-Geschäftsführerin Corinna Güllner. Am Nachmittag teilte die OVAG dann mit, dass seit etwa 11.30 Uhr nach und nach einige einzelne Linien wieder in Betrieb genommen werden konnten, nunmehr sei der Betrieb wieder flächendeckend aufgenommen worden. „Es wird aber weiterhin zu Einschränkungen wie Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen kommen.“

Auch der Schulbusverkehr war von dem Schneefall betroffen. Die Sekundarschule Radevormwald informierte die Eltern auf ihrer Internetseite: „Die Busunternehmen haben mitgeteilt, dass sie Probleme haben, Radevormwald anzufahren. Sollte kein Bus fahren, bringen Sie Ihre Kinder bitte nicht mit dem Auto zur Schule, der Rückweg ist nicht gesichert, und es ist zu gefährlich. Auch für nicht-busfahrende Kinder gilt: Sicherheit geht vor.“

Die Polizei im Oberbergischen Kreis hatte bereits gegen 8.45 Uhr einen ersten Stand der glättebedingten Unfälle gegeben, in Radevormwald hatte es zu diesem Zeitpunkt bereits vier Mal „gekracht“, allerdings blieb es bei Sachschäden. Um 10.04 Uhr aktualisierte die Polizei die Zahlen: In der Zwischenzeit hatte es zwei weitere Unfälle in der Bergstadt gegeben.

Auch die Stadtverwaltung informierte zeitnah die Bevölkerung über den Stand der Räumungsarbeiten: „18 Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes kümmern sich derzeit um die Sicherheit auf den Straßen unserer Stadt“, hieß es auf der Facebook-Seite der Stadt gegen 9.30 Uhr. „Die ersten Fahrzeuge sind heute Morgen, kurz nach 6 Uhr ausgerückt und haben in den ersten drei Stunden die Hauptverkehrsadern von Radevormwald geräumt.“ Aus diesem Grund werde der Betriebshof erst ab Donnerstagnachmittag dazu kommen, auch die Nebenstrecken zu räumen.

„Da bitten wir die Bürger um Verständnis, wir können uns nicht zweiteilen“, erklärte Christian Esplör, der Leiter des Betriebshofes, am frühen Nachmittag. Die Hauptstrecken und die Gefahrenpunkte – zum Beispiel sehr steile Strecken wie die Mühlenstraße – hätten Priorität. Da nachmittags auch noch einmal Schnee fiel, hätten die Mitarbeiter diese Strecken zwei Mal freiräumen müssen. Das Wetter habe sich nicht an die Vorhersage gehalten, berichtet Esplör.

„Es war Schnee angekündigt, und wir waren vorbereitet, aber dann fing es erst drei Stunden später an zu schneien als vorhergesagt. Das war gegen 6 Uhr, also die Zeit, wo der Berufs- und der Schulverkehr beginnen.“ Am Vormittag seien bis zu zehn Zentimeter Schnee in Radevormwald gefallen, am Nachmittag seien dann noch bis zu drei Zentimeter hinzugekommen.

Auf der K6 bei Remlingrade kamen Lkw nicht weiter

Besonders herausfordernd sei morgens die Lage in den Wupperorten gewesen, berichtet der Leiter des Betriebshofs. „Auf der Kreisstraße 6 bei Remlingrade war die Lage chaotisch, wegen Lastwagen, die nicht mehr weiterkamen.“

Insgesamt sei der Winter bis jetzt schneearm gewesen, wie es in den vergangenen Jahren meist der Fall gewesen sei, stellt Christian Esplör fest. „Aber was Glätte angeht, hat sich die Zahl unserer Einsätze nicht groß verändert.“ Diese Streuaktionen bekämen die Bürger aber in vielen Fällen nicht mit. Dass die Arbeit des Betriebshofs gewürdigt wird, bewies der Inhaber des Kiosks „Axel’s“. Auf Facebook postete Alexander Weyrich, dass es als Dankeschön für den unermüdlichen Dienst auf Straßen und Bürgersteigen für die Mitarbeiter von Stadt und Land Gratis-Kaffee gebe.

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